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Aston Martin: Formel-1-Werksteam steht nicht zur Debatte

Ein Bekenntnis zu Red Bull und Interesse am Bau von Motoren, aber keine eigene Mannschaft: Wie sich Aston Martin die Zukunft vorstellt und wovon sie abhängt

(Motorsport-Total.com) - Trotz des Interesses, ab 2021 als Motorenzulieferer in die Formel 1 einzusteigen, gelüstet es Aston Martin nicht nach einem Werksteam. Wie Marketingchef Simon Sproule erklärt, gäbe es "keinerlei Ambitionen". Vielmehr sieht der Autobauer seinen aktuellen Marketingpartner Red Bull als designierten Kunden - neben weiteren Teams. "Wir wissen, was wir am besten beherrschen, und sehen auch, was Christian und Helmut (Horner und Marko; Anm. d. Red.) am besten können", so Sproule.

Max Verstappen

Aston Martin: Weiter Sponsor, bald Motorenbauer oder doch Werksteam? Zoom

Heißt: Aston Martin will Motoren bauen, Red Bull soll sich um Rennautos kümmern. "Beim besten Willen", meint Sproule und spielt auch auf Markenchef Andy Palmer an, "man wird uns niemals an einem Kommandostand finden. Wir haben doch noch einen Autohersteller zu führen." Daran ändert nichts, dass Ferrari und McLaren - Aston-Martin-Konkurrenten im Endkundengeschäft im Luxussegment - einen anderen Weg wählen und sich werksseitig in der Formel 1 engagieren.

"In Sachen Entwicklung von Autos ist es bei uns das Gleiche", betont Sproule, einen Technologietransfer von der Rennstrecke auf die Straße als reiner Zulieferer hinzubekommen. "Aus kommerzieller Sicht haben wir 130 Leute in Milton Keynes. Designer, Ingenieure, Marketingleute und, und, und." Die Schnittmenge und das Engagement Aston Martins bei Red Bull sind also schon so groß, dass eine Teamneugründung oder die werksseitige Übernahme einer Truppe kaum nützen würden.


Offizielle Lackierung Red Bull RB14

Eine Kooperation mit Mercedes - mit fünf Prozent an Aston Martin beteiligt - hält Sproule für unwahrscheinlich. Die Zusammenarbeit bei Straßenautos, insbesondere im Elektrobereich, funktioniere prima. Beide Seiten würden profitieren, weil es kaum Konkurrenz bei Modellen jenseits der 150.000-Euro-Marke gäbe. Auf der Rennstrecke wäre es aber prima, sich die Sporen zu geben.

Trotz des heftigen Flirts: Ein Bekenntnis zu einem Formel-1-Einstieg 2021 gibt es von Aston Martin weiter nicht. "Die Uhr tickt", sagt Sproule und will einen Beschluss über das kommende Motorenreglement abwarten, ehe die Bosse über die Wirtschaftlichkeit des Projektes und die technische Machbarkeit befinden. Solange kann Ex-Ferrari-Motorenmann Luca Marmorini für die Briten nur Pläne in die Schublade legen. "Mehr können wir im Moment einfach nicht tun", meint Sproule.

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