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Hamilton Schnellster in unterbrochener Session

Eine Unterbrechung prägte das zweite Freie Training in Istanbul, in dem Lewis Hamilton Schnellster war - Ralf Schumacher sensationell auf Rang drei

(Motorsport-Total.com) - War es schon heute Morgen heiß, so war es am Nachmittag noch heißer: Bis zu 35 Grad Luft- und mehr als 50 Grad Asphalttemperatur in der Türkei machten Mensch und Maschine massiv zu schaffen - ebenso wie der Wind, der wesentlich stärker war als am Vormittag und die erarbeiteten Setups ein bisschen durcheinander brachte.

Lewis Hamilton

Lewis Hamilton fuhr Bestzeit im zweiten Training, aber nicht am Gesamtfreitag

Der Wind war es übrigens auch, der den besten Topspeed von 314 km/h in den ersten 90 Minuten auf jetzt 318 km/h nach oben peitschte. Schnellster auf den Geraden war Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen, dessen Tagesbestzeit von 1:27.988 Minuten im zweiten Freien Training nicht erreicht wurde. Allerdings blieb dem "Iceman" diesmal nur der zweite Platz, denn nach 21 Runden hatte er 0,293 Sekunden Rückstand auf Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes).#w1#

Top 12 innerhalb von einer Sekunde

Letzterer spulte nach seinen Kupplungsproblemen am Vormittag stattliche 28 Runden ab, kam auf eine Bestzeit von 1:28.469 Minuten und setzte sich damit in der zweiten Session an die Spitze des Klassements. Hinter dem WM-Leader ging es allerdings so knapp zu wie noch nie in dieser Saison, denn sage und schreibe elf weitere Piloten schafften es, innerhalb von einer Sekunde mit dem Spitzenreiter zu bleiben.

Die Überraschung des Tages war sicherlich Ralf Schumacher (Toyota), der nach seiner starken Leistung am Vormittag wieder schnell unterwegs war und nach 23 Runden lediglich 0,304 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit hatte. Besonders ermutigend: Sein Teamkollege Jarno Trulli (+ 0,405/28 Runden) landete auf dem vierten Platz und bestätigte damit den klaren Aufwärtstrend bei Toyota, wenn auch vermutlich mit ein paar Liter weniger Benzin an Bord als die Topstars.

Ferrari mit mehr Benzin als am Vormittag

Kimi Räikkönen

Kimi Räikkönens Bestzeit vom Vormittag erreichte am Nachmittag niemand Zoom

Der zweite Ferrari-Pilot, Felipe Massa, spulte unbeirrbar sein Programm ab, fuhr Bestzeit im Mittelsektor und absolvierte insgesamt 25 Runden - in der schnellsten davon hatte er 0,415 Sekunden Rückstand. Ferrari wirkte nicht mehr ganz so überragend wie am Vormittag, was vermutlich an einer erhöhten Benzinmenge lag. Insgesamt machen die Roten aus Maranello aber in der Türkei den erwartet starken Eindruck.

Innerhalb von weniger als einer halben Sekunde reihten sich auf den weiteren Positionen Fernando Alonso (McLaren-Mercedes/24 Runden), Nico Rosberg (Williams-Toyota/27 Runden), Heikki Kovalainen (Renault/28 Runden), Alexander Wurz (Williams-Toyota/27 Runden), Robert Kubica (BMW Sauber F1 Team/31 Runden), David Coulthard (Red-Bull-Renault/12 Runden) und Giancarlo Fisichella (Renault/28 Runden) ein.

Apropos Coulthard: Der Schotte konnte nach seinem Brand im ersten Freien Training erst nach 65 Minuten auf die Strecke gehen, fuhr dann aber aus dem Stand auf den elften Rang, den er bis zum Schluss verteidigen sollte. Auch Sebastian Vettel (20./Toro-Rosso-Ferrari/+ 2,332/16 Runden) hatte Pech, musste mit Schaltproblemen gleich zu Beginn eine gute Stunde abschreiben. Außerdem war er wieder um eine Zehntelsekunde langsamer als sein Teamkollege.

Heidfeld mit normalem Freitagsprogramm

Die weiteren Deutschen: Nick Heidfeld (BMW Sauber F1 Team/30 Runden) ging nicht auf Zeitenjagd, sondern begnügte sich damit, sein Programm konzentriert abzuspulen - Position 13 mit 1,323 Sekunden Rückstand. Und Adrian Sutil (Spyker-Ferrari/+ 2,684/32 Runden) erreichte als 21. wieder einmal sein Plansoll, hatte diesmal aber seinen Teamkollegen Sakon Yamamoto (+ 2,706/32 Runden) bedrohlich nahe im Nacken.

Von der 23. bis zur 50. Minute musste die Session übrigens unterbrochen werden, weil Fisichella in der zehnten Kurve einen Gullydeckel überfuhr und diesen dabei löste. Rubens Barrichello (15./Honda/+ 1,586/31 Runden) schlitzte sich darauf den Reifen auf, so dass rote Flaggen gezeigt wurden. Während des Abbruchs beschäftigten sich die FIA-Herren Charlie Whiting und Herbie Blash mit einer Lösung, die relativ lange auf sich warten ließ.

Unfall von Davidson am Ende

Anthony Davidson

Anthony Davidson lieferte den einzigen Unfall des ersten Trainingstages Zoom

Eine kleine Schrecksekunde gab es dann noch am Ende, als Anthony Davidson (18./Super-Aguri-Honda/+ 2,061/24 Runden) in der schwer einzusehenden dritten Kurve geradeaus fuhr, ins Kiesbett schlitterte und sich an den Reifenstapeln die Vorderachse brach. Für ein paar Minuten mussten daraufhin gelbe Flaggen gezeigt werden, gut eine Minute vor Schluss konnte die Strecke aber wieder freigegeben werden,

Was der heutige Tag für das Kräfteverhältnis in der Türkei bedeutet, ist äußerst schwer zu interpretieren, weil die Programme der Teams durch den Abbruch am Nachmittag durcheinander gebracht wurden. Tendenziell scheint Ferrari die Nase im Moment vor McLaren-Mercedes zu haben, doch dahinter ist alles offen. Zum heißen Außenseiter könnte - erfreulich aus deutscher Sicht - Toyota mit Schumacher werden.

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