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ELMS Silverstone 2019: Idec Sport holt ersten Gesamtsieg

Zum ersten Mal in der Teamgeschichte gewinnt Idec Sport einen ELMS-Lauf - Splash-&-Dash kurz vor Schluss bringt die Entscheidung - Schwerer Unfall geht glimpflich aus

(Motorsport-Total.com) - Unterschiedliche Bedingungen, ein heftiger Unfall und ein Premierensieger: Die 4 Stunden von Silverstone der europäischen Le-Mans-Serie (ELMS) boten reichlich Abwechslung. Beim 4-Stunden-Rennen, das am Samstagnachmittag gestartet wurde und am Abend zu Ende ging, setzten sich Memo Rojas, Paul Lafargue und Paul-Loup Chatin auf dem Idec-Oreca #28 durch.

Paul Loup Chatin

Idec Sport feiert seinen ersten Sieg überhaupt in der ELMS Zoom

Rojas, der den Schlussstint fuhr, profitierte dabei von der Tatsache, dass Jean-Eric Vergne im G-Drive-Aurus #26 kurz vor Schluss zu einem Splash-&-Dash, einem kurzen Tankstopp, an die Box kommen musste. Vergne, Roman Russinow und Job van Uitert beendeten das Rennen als Zweite, gefolgt vom Graff-Oreca #39 mit Tristan Gommendy, Jonathan Hirschi und Alexandre Cougnaud.

Das Rennen war gekennzeichnet von einem kurzen, aber heftigen Regenschauer noch in der Anfangsphase des Rennens. Diese wurde insbesondere dem frühen Spitzenreiter des Rennens, James Allen im DragonSpeed-Oreca #21 (Allen/Hedman/Hanley), zum Verhängnis. Er drehte sich weg und verlor reichlich Zeit.

Davon bekam er durch zwei Safety-Car-Phasen einiges wieder. Eine davon wurde ausgelöst durch einen schweren Unfall im Bereich Maggotts. Mike Guasch wurde im United-Autosports-Ligier #3 aus der LMP3-Klasse von einem LMP2 beim Überrunden berührt und hatte einen bösen Einschlag. Guasch ist bei Bewusstsein, weitere Meldungen über seinen Zustand hat es noch nicht gegeben.

Nach einer weiteren Safety-Car-Phase durch einen weitaus harmloseren Unfall zweier Prototypen im Bereich Brooklands führte zunächst der Graff-Oreca, kam aber als Erster zum finalen Boxenstopp. Damit übernahm der DragonSpeed-Oreca #21 das Kommando, musste aber 15 Minuten vor Schluss zum Boxenstopp. Das spülte den G-Drive-Aurus an die Spitze, der es aber auch nicht ohne Tankstopp schaffte (s.o.).

LMP3-Drama in der letzten halben Stunde

In der LMP3 gab es ein dramatisches Finale: 30 Minuten vor Schluss lag der EuroInternational-Ligier #11 (Jensen/Petersen) mit einer Runde Vorsprung an der Spitze, sollte dieses Polster jedoch verspielen. Jens Petersen drehte sich zunächst in Stowe und verlor wertvolle Zeit.

Später wurde der Ligier zu einer Strafe an die Box geholt, weil das Team wiederholten Aufforderungen der Rennleitung, ein loses Stück Karosserie zu fixieren, nicht nachkam. Das warf EuroInternational noch auf Rang zwei zurück.

Den Sieg trugen Nigel Moore und Martin Hippe im Inter-Europol-Ligier davon. Das Podium komplettierte der United-Autosport-Ligier #2 (Boyd/Erdos/Grist).

Porsche behauptet sich gegen Ferrari-Armada

Thomas Preining sicherte mit einem Überholmanöver in der letzten Stunde gegen Rahel Frey den Sieg für sich, Gianluca Giraudi und Ricardo Sanchez im Proton-Porsche #88 in der GTE-Kategorie. Frey, Michelle Gatting und Manuela Gostner holten sich im Kessel-Ferrari #83 den zweiten Platz.

Um den letzten Podiumsplatz duellierten sich in der Schlussphase Routinier Andrea Piccini und Ferrari-Werksfahrer Alessandro Pier Guidi. Piccini gelang es, sich im Kessel-Ferrari #60 (Pianezzola/Piccini/Cadei) gegen den Luzich-Ferrari #51 (Lavergne/Nielsen/Pier Guidi) durchzusetzen.

Silverstone war die vierte von sechs Stationen der ELMS 2019. Der nächste Lauf findet am 22. September auf dem Circuit de Spa-Francorchamps statt.

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