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Auf den Spuren des Cousins: Manuel Maldonado kegelt drei Autos raus

Beim ELMS-Rennen in Spa-Francorchamps verbremst sich Manuel Maldonado in der ersten Kurve - Ausgerechnet Rene Binder und Laurents Hörr betroffen

(Motorsport-Total.com) - Pastor Maldonado hatte in der Formel 1 den Ruf als Crashpilot. Sein 15 Jahre jüngerer Cousin Manuel lenkte bei der europäischen Le-Mans-Serie in Spa-Francorchamps das Licht der Öffentlichkeit erneut auf die Familie Maldonado.

Titel-Bild zur News: Manuel Maldonado (blaues Fahrzeug links) schoss unter anderem Rene Binder (#30) ab

Manuel Maldonado (blaues Fahrzeug links) schoss unter anderem Rene Binder (#30) ab Zoom

Beim Start zum vierstündigen Rennen verbremste sich der Venezolaner im LMP2-Oreca bei der Anfahrt zur La Source so stark, dass er drei Fahrzeuge abräumte. Er kam vom sechsten Startplatz und kegelte das zwei-, dritt- und viertplatzierte Fahrzeug sowie sich selbst raus.

Betroffen waren der United-Autosports-Oreca #22 (Sato/Hanson/Jarvis) von Marino Sato, der Idec-Oreca #28 (Lafargue/Chatin/Hörr) von Paul Lafargue sowie der Duqueine-Oreca #30 (Pino/Binder/Jani) von Rene Binder.

Alle vier Beteiligten konnten zwar weiterfahren, hatten aber Verzögerungen. United, Idec und Duqueine fielen allesamt aus der Führungsrunde durch Reparaturarbeiten heraus, der Panis-Oreca #65 (van Uitert/Maldonado/van der Helm) erhielt eine einminütige Stop-and-Go-Strafe. Maldonado wurden außerdem drei Strafpunkte auf das Lizenzkonto geschrieben.

"Ich habe etwas Zeit gebraucht, um alles zu reflektieren", schreibt Rene Binder in den sozialen Medien. Ich bin sehr enttäuscht, nachdem uns jemand in der ersten Kurve abgeräumt hat, aber nach wie vor voll motiviert, zurückzuschlagen. Im gestrigen Rennen ging es nur mehr darum, ein angeschlagenes Auto ins Ziel zu bringen."

Maldonado nimmt die Schuld auf sich: "Sorry an alle, die beim Start involviert waren. Das war zu 100 Prozent mein Fehler. Ich werde daraus lernen."

Auch Florent Gouin, Technikchef bei Panis Racing, richtet seine Entschuldigung aus: "Leider hat Manuel sich beim Anbremsen der ersten Kurve verschätzt und drei Rivalen getroffen. Als Team tut uns das wahnsinnig leid."

Binder um Tabellenführung gebracht

Weil auch noch der Racing-Spirit-of-Leman-Ligier #31 (Wolff/Foubert/Doquin) ins Kiesbett fuhr und dabei den dort gestrandeten United-Autosports-Oreca rammte, wodurch dieser wieder losfahren konnte, kam das Safety-Car auf die Strecke.

Das sollte nicht der letzte SC-Einsatz in diesem Rennen bleiben. Ganze fünfmal musste das Führungsfahrzeug ausrücken, hinzu kam noch dreimal Full Course Yellow. Dadurch verpuffte auch die Strafe gegen Maldonado. Panis Racing blieb in der Führungsrunde und beendete das Rennen auf Platz acht.

Für Binder und seine Teamkollegen Nicolas Pino und WEC-Pilot Neel Jani war der Treffer äußerst bitter. Das Trio hatte vor den 4 Stunden von Spa die Gesamtwertung angeführt. Noch schlimmer: Die direkten Rivalen, Alex Lynn, James Allen und Kyffin Simpson im APR-Oreca #25 entgingen dem Maldonado-Torpedo, weil sie von der Poleposition gestartet waren.

Sie gewannen das Rennen und nahmen volle Punkte mit. Für das Duqueine Team wird der Titel nun eine schwere Aufgabe. Binder bleibt kämpferisch: "In den letzten zwei Rennen in Portimao heißt es aber wieder 'Maximum Attack'! Es ist noch nicht vorbei!"

Auch für Laurents Hörr, Paul Lafargue und Paul Loup Chatin, die vor dem Rennen Dritte in der Gesamtwertung waren, ist die Aufgabe dadurch nicht einfacher geworden.

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