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Trotz Hankook-Vertrags bis 2023: DTM setzt ab sofort auf Michelin-Reifen!

Überraschender Wechsel bei der DTM: Die Traditionsserie setzt trotz des laufenden Hankook-Vertrags ab 2021 auf Michelin Reifen - die Hintergründe des Deals

(Motorsport-Total.com) - Überraschende Wendung hinter den Kulissen der DTM: Die Traditionsserie wird ab der bevorstehenden Saison mit Michelin- statt mit Hankook-Reifen an den Start gehen. Diesen exklusiven Vertrag, der vergangene Woche unter Dach und Fach gebracht wurde, hat die DTM-Dachorganisation ITR in einer Pressemitteilung bekanntgegeben.

Michelin

Der Michelin-Reifen passt besser zu Gerhard Bergers GT3-DTM-Konzept Zoom

Die Nachricht sorgt für Verwunderung, da die 2019 im Rahmen des Norisring-Wochenendes verkündete Vertragsverlängerung mit Hankook eigentlich bis Ende 2023 gültig gewesen wäre. Der Kontrakt scheint allerdings vorzeitig aufgelöst worden zu sein, wodurch die Partnerschaft der Südkoreaner mit der DTM nach zehn Jahren endet.

"Michelin steht für unschlagbare Qualität und absolute Premiumprodukte, die seit Jahrzehnten nicht nur auf der Straße zum Einsatz kommen, sondern auch im Rennsport an erster Stelle stehen", lobt DTM-Boss Gerhard Berger den neuen französischen Reifenpartner.

Warum die DTM auf Michelin-Reifen setzt

"Jeder Rennfahrer wird bestätigen: Die konstant hohe Performance der Michelin-Reifen über die gesamte Renndauer hinweg ist nicht zu toppen. Aus Fahrer- und Teamsicht also beste Voraussetzungen, die man sich nur wünschen kann", so der Österreicher.

Michelin ist tatsächlich im Motorsport für seine hohe Qualität bekannt, dafür sind die Franzosen nicht bereit, hohe Marketinggelder als Serienpartner lockerzumachen. Das könnte für die ITR zur Herausforderung werden, da Hankook jedes Jahr mehrere Millionen Euro in die ITR-Kasse einzahlte. Und Berger nach dem Ende der DTM als Herstellerplattform auch nicht mehr auf die finanzielle Unterstützung von Audi und BMW zählen kann.

Lag es also am Reifen selbst, warum die DTM nun umdisponiert? Hankook hat - was GT3 angeht - nur einen Langstrecken-Reifen im Portfolio, den man in der 24h-Serie einsetzt. Da man dort mit anderen Anforderungen konfrontiert ist als in einer Sprintserie wie der DTM, wären die Rundenzeiten - so der allgemeine Tenor - höher gewesen als im GT-Masters.

Welche Rolle spielen die Rundenzeiten?

Da Berger aber das Ziel hat, die DTM als Premium-GT3-Serie mit Vollprofis zu positionieren, legt er wert darauf, dass man schneller ist als die Konkurrenzserie, die auf Pirelli-Pneus setzt. Das war bereits einer der Hintergründe des ursprünglich geplanten GT-Pro-Reglements.

Auch bei Michelin freut man sich über die Zusammenarbeit mit der ITR. "Es ist eine wahrhaft internationale Serie mit Weltklasse-Fahrern und renommierten Fahrzeug-Marken", wird Julien Vial, Kundensportchef von Michelin, in der Pressemitteilung zitiert.

Als Pneu für die DTM haben die Franzosen den Reifentyp Michelin Pilot Sport GT S9M nominiert, der laut Vial "auf hohe Leistung und außergewöhnliche Konstanz ausgelegt ist".

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