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Spenglers Podium-Comeback: "... und dann läuft es wieder"

BMW-Pilot Bruno Spengler ist als frischgebackener Ehemann an den Nürburgring und sicherte sich prompt den zweiten Platz

(Motorsport-Total.com) - Beim achten Lauf der DTM-Saison 2018 ist auch endlich Bruno Spengler der Durchbruch gelungen. Im Samstagsrennen sicherte sich der BMW-Pilot nicht nur den Pokal für den zweiten Platz. Er war sogar in der Lage, Druck auf Rennsieger Rene Rast auszuüben. Es war der erfolgreiche Abschluss einer Woche, in der Spengler zuvor vor den Traualtar getreten ist. Seine frischgebackene Ehefrau als Glücksbringer soll aber nicht der einzige Grund für den Erfolg gewesen sein ...

Bruno Spengler

Bruno Spengler stand in dieser Saison erstmals auf dem Podium Zoom

"Wir hatten in diesem Jahr schon viel Pech", betont Spengler. "Es waren viele technische Probleme, die uns viel Zeit gekostet haben. Ich weiß nicht, ob man es deswegen Erleichterung nennen kennen. Ich nenne es Freude. Und die Freude ist sehr groß." Spengler hatte seit seinem Moskau-Podium vor 14 Monaten auf einen Pokal gewartet und zuletzt schwierige Rennen ausstehen müssen.

"Ich bin sehr ehrgeizig und ich gebe nie auf", sagt er. "Wenn es dann nicht klappt, kann ich nicht zufrieden sein. Der Motorsport kann da schon gemein sein. Da kann man nur zusammen mit seinem Team auf Fehlersuche gehen und vor allem weiter an sich selbst glauben. Siege, Podien und eine Meisterschaft habe ich ja schon geholt. Deswegen: Wenn das Auto wieder einmal im richtigen Fenster ist, dann läuft es auch wieder. Das war diesmal der Fall."

Frühform am Nürburgring

Das fing bereits mit der Bestzeit im ersten freien Training an und setzte sich mit Starposition drei fort. Im Qualifying hatten ihm nur rund acht Hundertstelsekunden auf Rast gefehlt - auf Paffett waren es sogar nur fünf. An dem Mercedes konnte er dafür auch schon vor den Reifenwechseln vorbeiziehen. Auf Rast machte er vor allem in der Schlussphase Druck, als an dem Audi die Reifen einbrachen.


DTM Nürburgring 2018: Zweikampfstarker Samstag

Viele Zweikämpfe, viele Berührungen und ein knapper Ausgang - Der Auftakt in der Eifel hatte es schon in sich Weitere DTM-Videos

"Zwei Runden mehr wäre cool gewesen", sagt er über den Umstand, dass er nur 0,862 Sekunden hinter Rast über die Ziellinie fuhr. "Aber es ist ein gutes Resultat für das ganze Team und gute Punkte, damit sind wir sehr zufrieden."

Am Sonntag reichte es dann nur noch für Startplatz acht. Im Rennen konnte er sich aber wieder auf Platz vier vorkämpfen. "Es war eine gute Aufholjagd", sagt er. "Der Start lief schon gut, und im Rennen selbst waren wir auch gut dabei. Das Auto war nicht ganz so gut wie am Samstag. Ich hatte ein paar mehr Probleme mit der Balance im Rennverlauf. Das müssen wir analysieren." Es war das 100. Rennen, das der Champion von 2012 mit BMW bestritten hat. Mit beiden Ergebnissen sprang er in der Gesamtwertung von Platz 14 in die Top-10.

Sorgt Luftdruck Regel für mehr Spannung?

Spenglers bestes Ergebnis war in dieser Saison bisher der vierte Platz am Norisring gewesen. In Zandvoort, Brands Hatch und Misano erlebte er hingegen punktelose Wochenenden zum vergessen. "In der DTM geht es einfach um jedes Detail", erklärt er. "Und wenn irgendetwas nicht passt, dann hast du keine Chance. Das gilt auch für den Fahrer: Wenn das Auto perfekt läuft, du aber einen kleinen Fehler im Qualifying machst, dann bist du gleich Zehnter oder Zwölfter. Das Paket muss passen."


Fotos: DTM am Nürburgring


Spenglers BMW-Paket schien außerdem gut mit der neuen Luftdruck-Regelung zurechtzukommen. "Wir haben hier eine andere Stecke und andere Bedingungen und der Reifendruck ist jetzt für alle gleich", sagt er. "Das macht die Sache auch interessant. Wenn alle in diesem einem Parameter gleich sind, dann kann man über die Renndistanz vielleicht ein bisschen besser die echte Performance ausmachen. Es macht die Rennen an sich auch interessanter."

Die Rennen angenehmer macht auch die Anwesenheit seiner frisch Angetrauten. "Sie war seit über einem Jahr nicht mehr dabei. Jetzt war sie mal wieder da und es läuft", lacht Spengler. "Aber wenn sie nicht da ist, versuche ich auch schnell zu fahren."

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