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Spengler: "Es war eine Lotterie"

Bruno Spengler verpasst durch Platz 13 in Schanghai den Titelgewinn in der DTM und beklagt sich über den Stadtkurs in Pudong

(Motorsport-Total.com) - Nach dem verkorksten Qualifying standen für Bruno Spengler die Chancen im Kampf um den Titel denkbar schlecht. Der Kanadier qualifizierte sich nach einem Unfall nur für den 17. Startplatz, während seine Meisterschafskonkurrenten Paul di Resta und Gary Paffett das Rennen aus der ersten Startreihe in Angriff nehmen konnten. Spengler hätte unbedingt ein Platz in den Punkterängen benötigt, kam aber nur als 13. ins Ziel.

Bruno Spengler

Bruno Spengler will die Saison abhaken und nur noch nach vorne schauen Zoom

Das Rennen gewann Paffett, di Resta reichte aber schon der zweite Platz, um sich den Titelgewinn 2010 zu sichern. Spengler war nach dem Rennen natürlich enttäuscht. Schon vor dem Rennen hatte die Rennleitung beschlossen, das Rennen aus Sicherheitsgründen hinter dem Safety-Car zu starten und für die ersten beiden Kurven ein generelles Überholverbot auszusprechen.

"Vor dem Rennen kriegen wir, weil die Strecke einfach zu gefährlich ist, mehr oder weniger ein Überholverbot. Von daher war die Meisterschaft schon fast vor dem Rennen entschieden", sagte Spengler gegenüber der 'ARD'. "Aber es war auch wichtig, heute vorsichtig zu fahren, weil wir nicht wollten, dass irgendjemandem etwas passiert. Das hat zum Glück auch geklappt."

Die Saison sei zwar insgesamt gut verlaufen, aber eben nur bis zum letzten Rennen. "Klar, heute bin ich enttäuscht", gab der Mercedes-Pilot zu. " Die Pace im Rennen war nicht sehr gut, ich hatte sehr viel Untersteuern. Ich musste sehr viel mit meinem Auto kämpfen. Vielleicht haben die Unfälle im Freien Training und im Qualifying auch nicht gerade geholfen, denn ich hatte sehr viele Probleme im Rennen."


Fotos: Bruno Spengler, DTM in Schanghai


Spengler machte in den Trainingssitzungen einen etwas nervösen Eindruck, schließlich fuhr er am Samstag gleich zweimal in die Mauer. "Ich glaube, es hatte überhaupt nichts mit den Nerven zu tun, denn ein Rennen ist ein Rennen", meinte er aber und kritisierte stattdessen den Stadtkurs von Pudong. "In Adria war ich da, in Adria war ich Dritter und habe viele Punkte geholt. Aber das hier ist einfach keine Strecke für eine Meisterschaftsentscheidung. Weil wir sind noch nie hier gewesen und niemand hatte eine Ahnung von dieser Strecke."

"Wir haben noch nie so viele Unfälle im Freien Training und im Qualifying gesehen, so etwas ist noch nie vorher passiert", fuhr Spengler fort. "Aus meiner Sicht war das an diesem Wochenende mehr eine Lotterie als irgendetwas anderes. Es hatte nichts mit den Nerven zu tun. Ich muss das jetzt schlucken und mich auf die Zukunft konzentrieren."

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