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"Riesenunterschied zum Vorjahr": Bereits über 15 Boliden für DTM 2022 genannt

Wie groß der Andrang für die DTM-Startplätze 2022 ist, welche Fahrzeuge bereits eingeschrieben sind und wieso man mit deutlich mehr Boliden als 2021 rechnen darf

(Motorsport-Total.com) - Die DTM geht 2022 in ihre zweite Saison als GT3-Serie - und während Gerhard Berger nach dem Einschreibestart im Vorjahr um jedes Team ringen musste, ist der Andrang dieses Jahr groß. "Das ist schon ein Riesenunterschied von diesem Jahr zum letzten, weshalb wir echt happy sind", bestätigt DTM-Manager Frederic Elsner im Podcast bei 'ran.de'.

Kelvin van der Linde, Maximilian Götz

Einschreibung läuft: Das Interesse der Teams an der DTM ist groß Zoom

Und erinnert sich an das Vorjahr: "Man sitzt vor dem Rechner und fragt sich erst mal: Ist der Server vielleicht nicht ganz in Ordnung? Da kommt jetzt nicht ganz so viel." Ganz im Gegensatz zu diesem Jahr, als beim Einschreibestart am 21. Oktober um 14 Uhr "der eine oder andere auch noch vor der Tür vor dem Büro stand".

Tatsächlich wollte laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' ein Team nichts dem Zufall überlassen: Nachdem man um 13:59 Uhr die Klingel des ITR-Hauptquartiers in der Dingolfingerstraße in München betätigt hatte, um die Anmeldung persönlich vorzunehmen, gingen um Punkt 14 Uhr auch die Unterlagen per E-Mail bei der DTM-Dachorganisation ein.

DTM-Manager Elsner rechnet mit stärkerem Feld als 2021

Der Grund: Nur bei den ersten vier Fahrzeugen eines Herstellers kamen die Teams in den Genuss des Early-Bird-Rabattes und zahlten 69.000 statt 99.000 Euro. Inzwischen sind laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' bereits über 15 Fahrzeuge für die kommende Saison eingeschrieben.

Ein beeindruckender Wert, denn 2021 waren - Gaststarter nicht mitgerechnet - 19 Boliden in der DTM am Start. Wenn das Interesse anhält, sollte man Bergers Ziel, kommende Saison 22 Boliden am Start zu haben, also deutlich übertreffen.

Das freut auch DTM-Manager Elsner: "Ich kann nachts gut schlafen. Das war schon einmal anders. Und ich gehe stark davon aus, dass es mehr Autos werden als im letzten Jahr."

Early-Bird-Tarif: Diese Autos sind bereits eingeschrieben

Bei insgesamt drei Marken waren die Early-Bird-Plätze schon bei Einschreibestart weg: Mercedes-AMG, Audi und Lamborghini. Bei Mercedes-AMG haben HRT und Winward je zwei Fahrzeuge genannt, bei den Ingolstädtern schlugen Abt und Rosberg ebenfalls sofort zu, wodurch die vier Plätze vergriffen sind - und bei Lamborghini sicherte sich das österreichische Grasser-Team gleich alle vier Plätze.

Auch abgesehen von den vier Early-Bird-Plätzen gibt es bei Mercedes-AMG fixe Kandidaten für 2022: GruppeM und GetSpeed haben angekündigt, jeweils einen zweiten Boliden zu bringen, wodurch das Feld bereits auf 16 Boliden ansteigen würde. Gut möglich, dass auch diese Fahrzeuge bereits eingeschrieben sind.

Bei HRT denkt man währenddessen über ein drittes Auto nach. Und nach dem Einstieg in die Rahmenserie DTM-Trophy wäre es schon eine große Überraschung, wenn Peter Mückes Team der DTM nicht die Treue hält.

BMW und Porsche: Noch nicht alle Details geklärt

Bei den BMW-Teams ist man währenddessen noch nicht so weit: Die Münchner haben DTM-Boss Berger schon 2020 bei den Verhandlungen über die DTM-Zukunft das Versprechen abgegeben, den Einsatz von vier Boliden zu unterstützen. Da der neue M4 GT3 aber erst nächstes Jahr startklar sein wird, gilt die Abmachung für 2022.

Diesbezüglich müssen zwischen den Teams und BMW noch offene Fragen geklärt werden, weshalb noch kein M4 GT3 eingeschrieben ist. Und auch bei Porsche hat man sich in Hinblick auf die Unterstützung potenzieller Teams noch nicht in allen Punkten festgelegt, weshalb sich auch Interessenten wie SSR Performance und Timo Bernhards Team 75 noch nicht zur DTM bekannt haben.

Fragezeichen um Ferrari, McLaren und Aston Martin

Wie es mit Ferrari und McLaren in der DTM weitergeht, ist ebenfalls unklar: Bei Ferrari und AF-Corse-Partner Red Bull zeigte man sich nach der kontroversen Titelentscheidung verschnupft und stellte eine Fortsetzung des Projekts infrage. Und durch die überraschende Bekanntgabe des JP-Motorsport-Teams, sich 2022 auf die GT-World-Challenge Europe zu konzentrieren, ist der Einsatz eines McLaren 720S in der DTM fraglich.

Das gleiche gilt für einen potenziellen Einsatz eines Aston Martin Vantage, der davon abhängen wird, wie viel Unterstützung der britische Hersteller liefern wird. In beiden Fällen könnte die T3-Motorsport-Truppe von Jens Feucht ein Kandidat sein, da man 2022 keine Unterstützung mehr von Lamborghini erhält.

Elsner geht jedenfalls davon aus, "dass wir T3 nächstes Jahr in der DTM und der DTM-Trophy sehen werden", prophezeit er. "Sie haben sich super entwickelt, und das ist ein extrem sympathisches Team." Ob das Team mit einem Lamborghini "oder mit einer anderen Marke" sehen werde, müsse man Teamchef Feucht selber fragen. "Ich weiß es nicht", so der DTM-Manager.

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