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Rene Rast über seine Zukunft nach der Formel E: "Vielleicht sogar DTM"

Wie Rene Rast seine Zukunft nach dem Formel-E-Jahr plant, warum er die DTM verlässt und wie er die Chancen auf ein Comeback in der Traditionsserie sieht

(Motorsport-Total.com) - Die Tatsache, dass Audis neuer Formel-E-Pilot Rene Rast dieses Jahr nicht in der DTM an den Start gehen wird, ist für die Traditionsserie ein harter Schlag. Denn damit kommt Gerhard Berger neben den Class-1-Autos und dem Status als Herstellerserie auch noch der amtierende Champion abhanden, der gerade in Zeiten des Umbruchs für den Wiedererkennungswert sorgen würde.

Rene Rast

Rast schließt nach seinem Formel-E-Jahr auch die DTM-Rückkehr nicht aus Zoom

"Es gab leider zu viele Überschneidungen zwischen der DTM und der Formel E", erklärt Rene Rast im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' die Gründe - und bestätigt die Information, wonach es laut dem noch geheimen Formel-E-Kalender für die zweite Saisonhälfte zwei Terminkollisionen mit der DTM geben wird.

"Es ergibt wenig Sinn, in eine DTM-Saison zu starten, wenn man weiß, dass man zwei oder drei Veranstaltungen verpassen wird", sagt Rast. "Dann kann man den Titel nicht mehr gewinnen. Deswegen haben wir uns dazu entschlossen, den Fokus auf die Formel E zu legen."

"Sehe mich langfristig bei Audi Sport"

Da aber Audi mit Saisonende 2021 auch aus der Formel E aussteigen wird, schließt Rast eine DTM-Rückkehr nicht aus. "Ich sehe mich langfristig bei Audi Sport, also hoffe ich, dass ich ein Teil des nächsten Programms sein werde, was auch immer das sein wird. LmdH, aber vielleicht sogar DTM", meint der 34-Jährige. "Das müssen wir erst besprechen."

Eine Rückkehr in seine alte sportliche Heimat würde für Rast durchaus Sinn ergeben, denn durch den Audi-Ausstieg aus der Formel E benötigt er für 2022 ein Übergangsprogramm, ehe die Ingolstädter 2023 mit dem LMDh-Boliden nach Le Mans und in die WEC zurückkehren. Das ist Rasts großes Ziel, denn der Mindener rückte 2015 ins LMP1-Programm von Audi nach, ehe man 2016 den Stecker zog.

Doch auch Rasts Fähigkeiten im GT3-Boliden sind altbekannt - außerdem ließe sich eine DTM-Saison vermutlich auch mit einem LMDh-Testprogramm kombinieren. Aber würde den dreimaligen DTM-Champion eine Rückkehr überhaupt reizen?

Was gegen die DTM spricht

"Die Autos sind natürlich ein bisschen langsamer als in den vergangenen Jahren", spielt Rast auf den Wechsel von den Class-1-Autos auf die GT3-Boliden an. "Das ist kein ordentlicher Prototyp mehr. Für die Fahrer wird es also ein bisschen weniger unterhaltsam." Obwohl die Autos also "weniger attraktiv" sind, "ist die DTM in Europa sehr wichtig", meint Rast.

"Viele Fahrer aus der DTM und aus den Rahmenserien haben es in die Formel 1 geschafft - wie zum Beispiel Lewis Hamilton in der Formel 3", betont er den Stellenwert der DTM. "Ich sehe die DTM also auch als Plattform für die Rahmenserien, die dann Fahrer hervorbringen. Es ist also wichtig, dass die Plattform ganz unabhängig von den Autos am Leben erhalten wird."

Aber was bedeutet das für ihn selbst? "Mal schauen, wohin mein Weg führt", will er sich nicht festlegen. "Ich schließe es aber nicht aus, eines Tages wieder DTM zu fahren, aber aktuell konzentriere ich mich nur auf die Formel E."

Rast schnappt sich Müllers DTM-Renningenieur

Darf Rast eigentlich selbst entscheiden, wohin die Reise in Zukunft geht, oder muss er sich diesbezüglich Audi fügen? "Das entscheiden wir gemeinsam", antwortet Rast. "Es würde ja keinen Sinn ergeben, wenn sie mich irgendwo hinschicken, wo ich nicht fahren will. Audi und ich stehen also dauernd in Verbindung, um gewisse Dinge zu besprechen."

Ob der Audi-Ausstieg aus der Formel E etwas an seiner Herangehensweise in der Elektrorennserie ändere? "Ich habe natürlich gehofft, dass es etwas langfristiges wird", sagt Rast, der aber keinen Einfluss auf seine Herangehensweise sieht. "Ich will immer Meisterschaften und Rennen gewinnen. Obwohl es nur ein Jahr ist, werde ich alles geben."

In dieser Saison hat er einen Mann an seiner Seite, der in den vergangenen Jahren sein großer Gegner war: Felix Fechner, Ex-Renningenieur von DTM-Titelrivale Nico Müller, der sein Rosberg-Cockpit einnimmt, bei Abt. "Wir haben eine sehr gute Beziehung", sagt Rast. "Ich mag ihn sehr, und er ist ein sehr guter Ingenieur."

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