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"Lambo"-Team T3 will DTM-Einsatz 2022 ausbauen: So plant man bei den Fahrern

Das Lamborghini-Team T3 will sein DTM-Engagement in der Saison 2022 ausbauen: Wie zufrieden man mit Muth und Hawkey ist und wie es weitergehen soll

(Motorsport-Total.com) - In Hinblick auf die DTM-Zukunft von Lamborghini werden derzeit die Weichen gestellt: Während das Grasser-Team großes Interesse zeigt und mit gleich drei Boliden einsteigen könnte, will auch das T3-Motorsport-Team von Jens Feucht der Serie treu bleiben und sein Engagement ausbauen.

Esteban Muth

Das T3-Team möchte das DTM-Engagement 2022 weiter ausbauen Zoom

"Wir haben es bis hierher geschafft und wollen das auf jeden Fall weiter fortführen", sagt Feucht im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. "Wir haben jetzt auch die ersten Gespräche mit unserem Partner Lamborghini - und ich bin sicher, dass auch sie das fortführen wollen."

Nachdem man diese Saison bereits mit einem dritten Auto Gaststarts absolvierte, will man 2022 bei allen Wochenenden drei Boliden einsetzen. "Wir würden gerne ein Auto mehr machen - und auch in der DTM-Trophy an den Start gehen", erklärt Feucht.

Teamchef Feucht will mit Muth und Hawkey weitermachen

"Wir haben dafür zwei Autos, die wir dort schon dieses Jahr eingesetzt hätten, wäre es nicht so spät geworden", verweist er auf die beiden Audi R8 LMS GT4, die diese Saison in der ADAC GT4 Germany genannt sind, während das DTM-Engagement erst kurz vor dem Saisonstart fixiert wurde. In der DTM schlägt sich das Team bislang deutlich besser als im ADAC GT Masters.

Doch wer soll 2022 die DTM-Boliden des T3-Teams pilotieren? Ist ein Verbleib von Esteban Muth und Esmee Hawkey ein Thema? "Auf jeden Fall wollen wir das", antwortet der Dresdner.

Esmee Hawkey

Esmee Hawkey schlug sich bislang in der DTM durchaus wacker Zoom

Wie er mit der 23-jährigen Britin zufrieden ist, die dieses Jahr zwar noch keine Punkte geholt hat, aber immer wieder ihr Potenzial zeigt? "Wir sprechen natürlich mit Esmee", so Feucht. "Es war klar, dass es für sie ein Einstiegsjahr sein wird, nachdem sie aus dem Carrera-Cup kommt und jetzt erst in der höchsten Serie GT3-Erfahrung sammelt."

Lob für Pilotin Hawkey: "Rennspeed stimmt bei ihr"

Sein Fazit: "Sie macht einen super Job - und der Rennspeed stimmt eigentlich auch schon bei ihr. Wir müssen im Qualifying noch ein bisschen arbeiten, aber wir hoffen, dass wir sie nächstes Jahr weiterhin an Bord haben."

Und auch der 19-jährige belgische Rookie Muth, der sich mit seinen spektakulären Überholmanövern bereits den Kosenamen "The Overtaker" erarbeitet hat und auf dem Nürburgring mit Platz fünf sein bestes Ergebnis einfuhr, könnte ebenfalls bleiben. "Auch da sind wir in Gesprächen", sagt Feucht. "Wir müssen schauen, dass wir die Sponsoren und Partner finden, damit wir die Finanzierung gestemmt bekommen. Und dann wissen wir in ein paar Wochen mehr."

Wer soll im dritten T3-Lamborghini sitzen?

Für das dritte Auto liebäugelt das Team laut dem Teamchef mit einem Lamborghini-Werksfahrer, doch das wird von den Gesprächen mit den Entscheidungsträgern bei der Audi-Tochter abhängen. Und auch der 21-jährige Lamborghini-Junior Maximilian Paul, der vergangenes Wochenende bei seinem T3-Gaststart auf dem Red-Bull-Ring teilweise bester T3-Pilot war, ist ein Thema.

Jens Feucht

Teamchef Jens Feucht zeigt sich mit dem DTM-Einsatz zufrieden Zoom

"Er hat vorher noch nie auf Michelin-Reifen getestet und hat hier einen guten Job gemacht", zeigt sich Feucht begeistert. "Wenn wir ein bisschen mehr Vorbereitungszeit haben, dann könnte die Chance bestehen, dass wir ihn herbekommen."

Insgesamt zeigt sich Feucht, der in Assen Lamborghini-Werksfahrer Mirko Bortolotti in einem dritten Huracan GT3 Evo einsetzt, vom kurzfristigen DTM-Einsatz seines jungen Teams absolut positiv überrascht. "Wir sind mehr als zufrieden und haben es uns echt schwieriger vorgestellt."

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