powered by Motorsport.com

Kritik: Bernd Schneider nervt "Geheule" der DTM-Piloten

Bernd Schneider hat kein Verständnis für das "Geheule" einiger DTM-Piloten - Sie sollten clever fahren und sich anschließend nicht bei den Kommissaren beschweren

(Motorsport-Total.com) - Sind die aktuellen DTM-Piloten zu dünnhäutig? Bernd Schneider hat es jedenfalls satt, dass sich einige Fahrer nach jeder kleinen Berührung direkt lautstark über den jeweiligen Gegner beschweren. Weil der Funkverkehr in der DTM auch im TV übertragen wird, bekommen die Zuschauer die Schimpftiraden der Piloten regelmäßig mit. Schneider, der zwischen 1992 und 2008 in der Tourenwagenserie fuhr und insgesamt fünf Meistertitel gewann, hat für dieses Verhalten mittlerweile kein Verständnis mehr.

Bernd Schneider

Bernd Schneider kann das "Geheule" der Piloten langsam nicht mehr hören... Zoom

"In dieser DTM, wie sie heute ist, heißt Risiko auch Berührung. Das kann auch mal schiefgehen", erklärt Schneider bei 'Sport1' und ergänzt: "Irgendwo kann man nur überholen, wenn man sich ein bisschen berührt. Ich habe immer das Gefühl, dass manche Kommissare schon vor dem Geheule der einzelnen Piloten Angst haben, wenn sie jetzt nicht reagieren."

"Jeder Pilot, der da mitfährt, sollte weniger über seine Tempotaschentücher nachdenken, sondern mehr über seine Intelligenz: Wo fahre ich ein bisschen aggressiver und wo halte ich mich zurück. Dann brauche ich später beim Rennkommissar nicht weinen", kritisiert "Mister DTM" die aktuelle Fahrergeneration. Zuletzt am Nürburgring gab es gleich mehrere Zwischenfälle, die anschließend zu verbalen Auseinandersetzungen führten.


Fotostrecke: Top 10: Die erfolgreichsten DTM-Fahrer

Auch Routinier Mattias Ekström wurde in diesem Zusammenhang auffällig. Der Schwede kritisierte Maximilian Götz erneut scharf uns sprach ihm zwischen den Zeilen die nötige Klasse für die DTM ab. "In der DTM jemanden als 'Nasenbohrer' zu bezeichnen, ist ein Schwachsinn. Es fährt keiner in der DTM, der nicht einer der besten Rennfahrer der Welt ist, weil sonst kommt man da nicht hin", verteidigt Schneider Götz jedoch.