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Green gewinnt DTM-Trauerspiel

Jamie Green holte seinen ersten DTM-Sieg - Audi zieht acht Runden vor Schluss alle Fahrzeuge zurück - Eklat in der DTM

(Motorsport-Total.com) - Jamie Green hat in Barcelona vor Bruno Spengler sein erstes Rennen in der DTM gewonnen, was jedoch nur zur Nebensache wurde. Denn die Zuschauer sahen ein Rennen, das in die Geschichte eingehen wird. Nach einem umstrittenen Duell zwischen Mika Häkkinen und Martin Tomczyk kochten die Emotionen bereits hoch. Den Höhepunkt fand die Empörung schließlich nach dem Zweikampf zwischen Daniel la Rosa und dem Meisterschaftsführenden Mattias Ekström, nach dem Ekström das Rennen beenden musste. Nach weiteren harten und teilweise unfairen Aktionen rief Audi alle verbliebenen Fahrer acht Runden vor Schluss schließlich in die Box. In der Meisterschaft führt Ekström vor Spengler und Tomczyk.

Jamie Green

Jamie Greens Sieg wurde in Barcelona zur Nebensache Zoom

Den dritten Platz belegte Paul di Resta, Alex Margaritis wurde Vierter, Gary Paffett Fünfter und Mathias Lauda Sechster.#w1#

Während der Start gesittet zuging und die Spitzenpositionen in der ursprünglichen Reihenfolge bestehen blieben, war Daniel la Rosa bereits in der ersten Kurve neben der Strecke. Auch Tom Kristensen und Gary Paffett machten kurz darauf nach einer Berührung mit Drehern auf sich aufmerksam. Paffett wurde von der Rennleitung zudem eine Durchfahrtsstrafe für einen Frühstart aufgebrummt. Mattias Ekström startete gleich zu Beginn einen Durchmarsch und machte innerhalb fünf Runden fünf Positionen gut.

Während der Schwede in der sechsten Runde als Erster stoppte, gerieten Mika Häkkinen und Martin Tomczyk am Ende der Start-Ziel-Geraden aneinander. Der Finne versuchte sich an Tomczyk vorbei zu bremsen, verbremste sich jedoch und berührte Tomczyk. Häkkinen musste daraufhin sein Rennen beenden.

Doch nicht nur für Häkkinen war das Rennen gelaufen. Meisterschaftsführender Ekström und der weit zurückliegende la Rosa bekriegten sich ebenfalls, was das Aus für beide bedeutete. Bruno Spengler bekam von den hart ausgetragenen Kämpfen nichts mit und führte das Rennen nach 15 Runden an. Teamkollege Bernd Schneider musste aufgrund technischer Probleme sein Rennen vorzeitig beenden.

Audi-Sportchef Dr. Wolfgang Ullrich war nach diesen Aktionen sauer. "Momentan sieht es für mich so aus, als wollte man die beiden vorn aus dem Weg räumen, ich finde das nicht toll. Unser Stil ist das nicht", sagte er gegenüber der 'ARD'. Haug erklärte: "Erstens Mal wünschen wir uns solche Szenen sicher nicht. Mika hat ein optimistisches Manöver gewagt. Ich weiß nicht, ob der Crash vermeidbar war. Daniel hätte weiter in die Wiese gehen müssen. Das wollen wir nicht. Den Mann an der Spitze so auszuschalten. Das war keine Absicht, keine Anweisung. Von Mika war es keine unfaire Attacke, vor allem nicht vom Mika. Daniel hätte aufgeben müssen."

Dass gespannte Stimmung auf der Strecke herrschte, merkte man auch im weiteren Rennverlauf. Lucas Luhr, der noch nicht gestoppt hatte und in Führung lag, kämpfte mit harten Bandagen gegen Spengler und ließ ihn nicht vorbei. Das Problem hatte sich jedoch dann von selbst erledigt, denn Spengler wurde zur Durchfahrtsstrafe in die Box gebeten. Tomczyk, der Spengler in Sachen Titelkampf unter Umständen noch hätte gefährlich werden können, musste sein Auto nach 35 Runden aufgrund eines Kühlerschadens in der Box abstellen. Nur eine Runde später verabschiedete sich auch sein Teamkollege Timo Scheider nach einem Duell mit Lokalmatador Mathias Lauda ins Kiesbett.

Ein Sieg von Jamie Green, der das Feld vor di Resta und Mike Rockenfeller anführte, deutete sich bereits an. Spengler schob sich in einer weiteren umstrittenen Aktion an Rockenfeller vorbei und nahm Platz drei ein. Acht Runden vor Schluss fand das Rennen dann seinen Tiefpunkt. Alle Audis steuerten offensichtlich aus Protest die Box an. Unter den Pfiffen der Zuschauer blieben nur noch Green, Spengler, di Resta, Margaritis, Paffett und Lauda auf der Strecke. In dieser Reihenfolge beendeten sie schließlich das Rennen.

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