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Ekström lobt Ansätze und Einstellung der ITR: "Beste in meinen 17 DTM-Jahren"

Mattias Ekström lobt Kampfeswillen von DTM-Chef Gerhard Berger und übt Kritik an Vorgängern: "Alles, was vor fünf Jahren unmöglich war, das machen wir jetzt!"

(Motorsport-Total.com) - Die DTM geht in diesem Jahr einen neuen Weg. Gemeinsam mit dem neuen Fernsehpartner SAT.1 versucht Gerhard Berger, neuen Schwung in die Serie zu bringen. Mehr Übertragungszeit, mehr Hintergrundinformationen über die Fahrer und Vollgas in den sozialen Medien, um vor allem die jüngere Zielgruppe anzusprechen und für die Meisterschaft zu begeistern - und dadurch neue Fans zu gewinnen.

Ekström

Mattias Ekström lobt Gerhard Bergers Arbeit in der DTM Zoom

17 Jahre lang war Mattias Ekström in der DTM unterwegs und hat einige Höhen und Tiefen der Serie miterlebt. An diesem Wochenende bestreitet er sein Abschiedsrennen in Hockenheim und hat deutliche Unterschiede in der Herangehensweise der Organisatoren gespürt. "Die Ansätze, zum Beispiel mit SAT.1, und die mentale Einstellung jetzt ist die beste in meinen 17 Jahren DTM", lobt er den ITR-Vorstandsvorsitzenden Gerhard Berger und sein Team.

"Alles, was vor fünf Jahren unmöglich war, das machen wir jetzt! Schade, denn hätte man ein bisschen früher agiert, dann wären wir in einer besseren Situation heute", sagt der zweimalige DTM-Champion. "Das ist die Kunst, mit den Füßen am Boden zu bleiben. Die richtige Beinlänge zu finden, gerade so lange, dass die Füße trotzdem am Boden bleiben. Beim Erfolg, den die DTM in den vergangenen Jahren hatte, waren vielleicht Einige nicht mit den Füßen am Boden."

Stillstand ist Rückschritt

"Alle sagen: 'Man muss nichts ändern, weil alles super ist'. Genau dann, wenn alles top ist, müssen wir etwas verändern!", fordert er. "Irgendwann bist du der Verlierer. Jeden Tag musst du dich verbessern. Als Fahrer, als Team, aber auch die DTM als Meisterschaft. Als ich am Freitagmorgen in das Fahrerlager gekommen bin, herrschte nicht die Stimmung von früher: volles Fahrerlager, Autos überall, voll mit Fans. Dieses Gefühl hatte ich heute Morgen nicht."


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In der Tat ist das Fahrerlager am Hockenheimring deutlich leerer was die Rahmenserien betrifft. Nur die Formel 4 und der neue Audi-R8-Cup sind im Zeitplan als Unterhaltung für die Fans zu finden. Die Zeiten, in der das Fahrerlager aus allen Nähten platzte, sind vorbei. "Mich schmerzt das brutal, als ich hier reingefahren bin. Das ist das schlimmste Gefühl, das ich habe. Ein Gefühl, dass es nicht mehr so ist wie es mal war", sagt Ekström. Man merkt dem Audi-Mann an, dass es in ihm arbeitet und er immer noch mit vollem Herzblut an der DTM hängt. Immerhin war die deutsche Tourenwagenserie 17 Jahre lang sein motorsportliches Zuhause.


Fotos: DTM-Auftakt in Hockenheim


"Ich finde es schade, weil die DTM mir viele Jahre am Herzen lag. Und es wird auch immer so sein. Deshalb tut es umso mehr weh, wenn man sieht, dass etwas, das einem am Herzen liegt, eine harte Zeit durchmacht", spricht er offen über seine Gefühle.

"Ich bin wie ein Elefant ..."

"Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich habe in meinem ganzen Leben bis zum Schluss gekämpft. Und das gleiche Gefühl habe ich auch jetzt bei denen (ITR; Anm. d. Red.). Das ehrt ihn (Gerhard Berger; Anm. d. Red.). Vielleicht ein bisschen spät, ja. Aber jetzt kämpfen alle. Was dabei herauskommt, werden wir bald sehen."

"Ganz ehrlich, wenn das hier nicht weitergeht, dann hat der deutsche Motorsport einen kleinen Tritt bekommen. Und das wäre ein harter Schlag", so der Schwede. Seiner Ansicht nach könne man nicht einer Person die Schuld darangeben, dass die DTM in Schwierigkeiten steckt. "Es sind viele Dinge, die zusammenkommen. Aber Kleinvieh macht auch Mist. Der Wille, etwas zu ändern, war zu gering."


Fotostrecke: Best of Ekström 2017: "Ekis" coolste Sprüche

"Norbert Haug hat damals zu mir gesagt: 'So lange die Tribünen nicht voll sind, kann man die Preise nicht erhöhen!'. Was er gesagt hat, ist korrekt meiner Meinung nach. Jeder will ein gutes Geschäft machen und sagen: 'Das war mir mein Geld wert!' Aber wenn das nicht mehr der Fall ist, dann sagen die Leute: 'Dann stecke ich mein Geld woanders rein'", ergänzt er.

Wann und wo in Ekströms Augen Fehler gemacht und der falsche Weg in der DTM eingeschlagen wurde, möchte er nicht kommentieren - noch nicht. "Normalerweise würde ich es sagen, aber dieses Mal lieber nicht ... Ich will keine schlafenden Hunde wecken", lässt er offen und verspricht, es eines Tages zu verraten. Denn: "Ich bin wie ein Elefant, ich vergesse nichts."

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