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Audi-Gewichtsvorteil? Kelvin van der Lindes kuriose Antwort auf Götz-Vorwurf

AMG-Pilot Maximilian Götz kritisiert, dass der Audi zu wenig unter dem Erfolgsballast leidet: Kelvin van der Linde schießt zurück und sorgt auf Social Media für Erheiterung

(Motorsport-Total.com) - Zwischen den langjährigen GT3-Rivalen Kelvin van der Linde und Maximilian Götz knistert es auch nach dem DTM-Samstagsrennen in Zolder: Nachdem der Abt-Audi-Pilot trotz seiner 15 Kilogramm Erfolgsballast von der Pole triumphierte und der HRT-Mercedes-Pilot mit 25 Kilogramm Ballast von Startplatz zwei auf Platz sieben durchgereicht wurde (hier geht's zum Rennbericht), ortet Götz einen Vorteil beim Rivalen.

Kelvin van der Linde, Maximilian Götz

Maximilian Götz und Kelvin van der Linde lieferten sich auch im TV ein Verbalduell Zoom

"Natürlich haben die auch Gewicht drin, aber im Endeffekt waren sie trotzdem im Verhältnis wesentlich schneller", fällt Götz bei 'ran.de' auf. "Ich glaube, den Audis kannst du noch was reinpacken."

Er sei hingegen im Mercedes-AMG "mit stumpfen Waffen unterwegs" gewesen. "Uns tut das Gewicht richtig weh, und wir haben ordentlich gekämpft." Die Bremsen seien "am Limit" gewesen "und die Hinterachse war vom Luftdruck schon hoch." Dem Audi scheine das Gewicht hingegen "nichts ausgemacht zu haben".

Van der Linde zeigt Humor: Wegen Burger noch schwerer?

Auch die Tatsache, dass Götz bei beiden fliegenden Starts Haare lassen musste und zunächst von Platz zwei auf Platz vier und beim Re-Start von Platz vier auf Platz sechs zurückfiel, führt er auf das "Problem" zurück. "Wir sind mit dem Gewicht, das wir drin hatten, nicht gut weggekommen."

Doch wie reagiert Sieger van der Linde auf die Ansage seines Rivalen? Mit Humor, wie er auf 'Instagram' in einem Story-Beitrag beweist. Der Südafrikaner markierte Götz und postetet nach dem Rennen ein Foto, das sein Burger-Menü mit Pommes Frites zeigt. "Noch einmal extra 2 kg zu den 25 kg für morgen", schrieb er und spielte damit auf die 25 Kilogramm Erfolgsballast für den heutigen Sieg an. "Hoffe, der Audi kann das."

So reagiert van der Linde auf Götz' Vorwurf

Und als er von 'Motorsport-Total.com' auf den Vorwurf seines Rivalen angesprochen wird, grinst der 25-Jährige: "Das ist wieder mal typisch Maxi. Die Sache war ziemlich klar: Ich hatte wegen der 15 Kilo heute einen Nachteil."

Teamkollege Mike Rockenfeller, der in seinem Windschatten Zweiter wurde, "saß im exakt gleichen Auto. Und er war eindeutig schneller", wehrt er sich gegen den Eindruck, dass man den Gewichtsunterschied im R8 LMS nicht merken würde.

"Hatte mit 25 Kilogramm keine Chance"

Der zweimalige Saisonsieger, der seinen Vorsprung in der Meisterschaft auf seinen ersten Verfolger Liam Lawson auf 32 Punkte ausgebaut hat, während Götz schon 43 Punkte zurückliegt, nennt noch ein weiteres Beispiel, um die Behauptung seines Gegners zu widerlegen. "Heute waren es bei mir nur 15 Kilogramm. Ich hatte aber bereits am Lausitzring 25 Kilogramm im Auto. Und ich hatte im ersten Rennen überhaupt keine Chance."


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Tatsächlich wurde van der Linde beim Samstagsrennen am Lausitzring, als er wegen seines Sieges im zweiten Monza-Rennen am meisten Erfolgsballast mitschleppte, von Startplatz zwei Vierter. Sein Rückstand auf Sieger Philip Ellis im Winward-Mercedes betrug fast 20 Sekunden. "Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll", zuckt er mit den Schultern. "Man muss sich nur die Ergebnisse anschauen."

Audi und AMG: Gewichtsdelta in DTM größer als bei SRO-BoP

Götz spielt aber mit seinem Vorwurf vermutlich auf die Tatsache an, dass der Mercedes-AMG GT3 von der AVL auch ohne Erfolgsballast schwerer eingestuft wurde als der R8 LMS. Der Mittelmotor-Bolide von Audi wiegt nach der Balance-of-Performance-Einstufung in Zolder 1.315 Kilogramm, während das Frontmotor-Auto mit dem Stern um 20 Kilo mehr Gewicht hat.

Zum Vergleich: Bei der SRO-Einstufung, wie sie im ADAC GT Masters oder in der GT-World-Challenge Europe genutzt wird, fällt der Gewichtsunterschied zwischen den beiden Fahrzeugen in der Regel geringer aus. Der Audi ist in der Regel fünf bis 15 Kilogramm leichter.

Über diese Diskrepanz zeigt man sich im Mercedes-AMG-Lager nur bedingt glücklich. Dennoch ist der Mercedes-AMG GT3 auch für seinen geringen Reifenverschleiß bekannt.

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