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Aston Martin stellt klar: Werden 2019 keine Zugeständnisse einfordern

DTM-Neuling Aston Martin stellt klar, dass man die Saison 2019 trotz Rückstands mit dem aktuellen Paket beenden wird: Widerstand gegen Nach-Homologation

(Motorsport-Total.com) - R-Motorsport will 2019 während der Saison keine Zugeständnisse. Das hat Florian Kamelger nun klargestellt. Der Teamchef der Aston-Martin-Truppe hatte zuletzt angedeutet, dass Zugeständnisse wie eine Nach-Homologation eine von mehreren Optionen wären, um den Rückstand auf Audi und BMW wettzumachen.

Ferdinand Habsburg, Daniel Juncadella

Die Aston-Martin-Boliden werden bis zum Saisonende nicht umgebaut Zoom

Auf die Frage von 'Motorsport-Total.com', ob man Zugeständnisse einfordern werde, antwortet er aber mit: "Nein. Wie ich am Norisring schon gesagt habe, gibt es eine Liste verschiedener Varianten von Zugeständnissen, die auf dem Tisch liegen und die man sich anschauen könnte, aber wir liegen, wo wir liegen."

Eine interessante Entwicklung, denn zuletzt hatte das Team immer wieder betont, dass es trotz der eingefrorenen Entwicklung nicht im Sinne der Serie sein könne, dass man hinterherfahre - einen Antrag auf eine Nach-Homologation beim Motor, dem es an Leistung fehlt, gab es aber nicht. Das könnte auch damit zu tun haben, dass bei einem Umbau des Motors durch HWA weitere Kosten auf die Neueinsteiger zukommen würden, die über ein kleineres Budget verfügen als Audi und BMW.

Audi und BMW deuten an: Über Tests könnte man reden

Dazu kommt, dass ein Antrag auf Nach-Homologation in der DTM-Kommission, die aus Mitgliedern von ITR, DMSB, Audi und BMW besteht, auf Widerstand stoßen könnte, denn niemand kann einschätzen, um wie viel sich das Joint-Venture aus HWA und R-Motorsport dadurch verbessern würde.

Paul di Resta, Florian Kamelger

Teamleader di Resta und Teamchef Kamelger erleben keine einfache Saison Zoom

Auf die Frage, wie er zu Zugeständnissen für R-Motorsport stehen würde, meint Audi-Sportchef Dieter Gass: "Das hängt davon ab, um welche Zugeständnisse es geht. Wir wollen, dass sie besser werden. Und wenn es um mehr Testzeit oder Testtage geht, dann können wir darüber reden."

Und auch BMW-Leiter Rudolf Dittrich zeigte sich gegenüber 'Motorsport-Total.com' diesbezüglich gesprächsbereit: "Es hängt davon ab, worauf sie anspielen. Wenn es einen Antrag oder eine Anfrage gibt, dann werden wir das professionell mit ihnen besprechen, um zu einer Lösung zu kommen, wie wir weitermachen."

DTM-Boss Berger: Nur keine BoP-Anpassungen

"Wir haben Verständnis dafür, dass sie bei den Vorbereitungen für die Saison Schwierigkeiten hatten, und auch wir wünschen uns ein ausgeglichenes Feld und einen sportlichen Wettbewerb." Bevor es aber keinen Antrag gäbe, sei alles Theorie.

Gerhard Berger

DTM-Boss Berger will das Reglement zugunsten von Aston Martin nicht anrühren Zoom

DTM-Boss Gerhard Berger stellt währenddessen gegenüber 'Motorsport-Total.com' klar, dass er dagegen ist, R-Motorsport durch ein technisches Entgegenkommen zu helfen: "Zugeständnisse, dass sie unter anderen Regeln fahren, können nicht funktionieren. Dann ist es keine Meisterschaft mehr. Dann bewegt man sich in der Welt der Balance of Performance - wie im Kundensport." Und genau das wolle man mit dem Class-1-Reglement verhindern.

Außerdem wäre er "überrascht, wenn eine Firma wie HWA zusätzlich Hilfe benötigen würde. Sie haben viel Erfahrung, und deswegen wurden sie ja von Aston Martin für dieses Engagement ausgewählt. Ich glaube, sie werden Fortschritte machen."

Kamelger: Mit Tests stößt man an seine Grenzen

Über Zugeständnisse wie Testfahrten könne man hingegen reden: "Das ist kein Problem, und da haben sie unsere volle Unterstützung." Die Neueinsteiger, die eigentlich erst 2020 antreten wollten, dann aber in nur 90 Tagen ein DTM-Auto bauten, durften die wegen der verspäteten Präsentation des Vantage versäumten Testtage bereits nachholen.

Teamchef Kamelger meinte aber erst kürzlich, dass man mit weiteren Testtagen die aktuellen Probleme nicht lösen könne. Auch die vor dem Norisring-Wochenende durchgeführten zwei Testtage in Vallelunga seien zwar nützlich gewesen, man würde dabei aber an seine Grenzen stoßen.

"Wir haben und beim Set-up etwas verbessert und sind ein paar Probleme angegangen", sagt Kamelger. "Da das Paket aber homologiert ist, halten sich die Verbesserungen in Grenzen, da man die Homologation ja nicht wieder aufmachen kann. Dennoch haben wir diese Tests gebraucht, und sie waren wichtig."

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