Alle Audi-Boliden der DTM-Historie: Vom Quattro-"Dickschiff" zum Aero-Wunder

In 40 Jahren DTM stellte Audi zwölf Boliden und neun Siegerautos: Wie die Volkswagen-Tochter die DTM revolutionierte und wieso man 2004 zurückkehrte

(Motorsport-Total.com) - Insgesamt 140 Siege hat Audi in der DTM seit dem legendären Werkseinstieg mit dem Quattro im Jahr 1990 errungen: Damit sind die Ingolstädter hinter Mercedes die Nummer 2 in der ewigen Bestenliste. Und in der Prototypen-Ära von 2000 bis 2020 hat Audi sogar einen Sieg mehr auf dem Konto als die Marke mit dem Stern, die allerdings Ende 2018 ausstieg.

Titel-Bild zur News: Hans-Joachim Stuck

Audi-Kult in der DTM: Hans-Joachim Stuck reckt die Faust aus dem V8 Quattro Zoom

Für die insgesamt 40-jährige Historie der Volkwagen-Tochter in der DTM sind insgesamt zwölf Fahrzeugmodelle und neun Siegerautos verantwortlich, die alle in unserer neuen Fotostrecke zu sehen sind. Zudem zeigen wir, dass Audi-Boliden in der DTM nicht erst seit 1990, als Hans-Joachim Stuck im Jahr des Werkseinstiegs Champion wurde, am Start sind.

Das "Dickschiff" Audi V8 Quattro in der weiß-schwarz-roten Kult-Lackierung aus der goldenen Ära der DTM ist inzwischen längst zur Ikone geworden. "Uns hat keiner eine Chance eingeräumt", blickte Stuck im exklusiven Videointerview auf dem YouTube-Kanal von Motorsport-Total.com schmunzelnd auf das Jahr 1990 zurück.

Und auch der Ex-Formel-1-Pilot selbst war nicht von Anfang an überzeugt, als man wegen des Allradantrieb ein Gewichts-Handicap hinnehmen musste. Und ihn der damalige Audi-Boss Ferdinand Piech vom IMSA-Projekt in den USA in die DTM beorderte. "Professor Piech, mit diesem schweren Auto? Gegen BMW und Mercedes?", habe Stuck den Chef verwundert gefragt.

"Passen Sie auf, was Sie sagen!", erinnert sich Stuck an die Reaktion des Chefs. "Und recht hat er gehabt." Denn Stuck wurde sensationell Meister - und Audi revolutionierte mit dem Allrad-Antrieb nach dem Rallyesport auch die DTM. "Während BMW und Mercedes ihre Hinterräder verbrannt haben, haben wir die Traktion auf vier Räder verteilt", erklärt Stuck die Stärke des V8 Quattro.


Fotostrecke: Alle Audi-Boliden der DTM-Geschichte seit 1984

Doch nach einem weiteren Titel durch Frank Biela im überarbeiteten V8 Quattro Evolution waren die Audi-Festspiele aber rasch vorbei: Die Konkurrenz machte 1992 gegen die neue gedrehte Kurbelwelle mobil, die für mehr PS sorgte, aber später für illegal erklärt wurde. Das ließ sich Piech nicht bieten - und setzte den Ausstieg vor dem Saison-Highlight auf dem Norisring durch.

Obwohl ab 2000 das Abt-Team mit dem Audi TT-R die neu gegründete DTM unsicher machte, kehrte Audi erst 2004 wieder werksseitig in die DTM zurück. Die Weichen dafür wurden 2003 in der Norisring-Startaufstellung gestellt.

Denn nachdem Mercedes das DTM-Budget deutlich erhöht hatte, standen die privaten Abt-Audis hinter vier Autos der Marke mit dem Stern nur in der dritten Reihe. Das gefiel dem damaligen Audi-Chef Martin Winterkorn nicht. Als ihm Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich erklärte, dass er wegen des Le-Mans-Projekts keine Kapazitäten frei habe für die DTM, soll Winterkorn gesagt haben: "Dann schaffen Sie welche!"

Audi kehrte 2004 als Werk zurück, und der Rest ist Geschichte - die wir in unserer ausführlichen Fotostrecke aus 40 Jahren noch einmal Revue passieren lassen. Darin zeigen wir alle neun Siegerautos - und Sie erfahren alles, von den wenig bekannten privaten Audi-Einsätze in den Anfangstagen der DTM bis zu den großen Erfolgen von Mattias Ekström und Rene Rast.

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