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Sainz: Nach "intensiven Wochen" einfach glücklich

Dakar-Sieger zu sein, ist für Carlos Sainz ein "großartiges Gefühl" - Seine VW-Kollegen Nasser Al-Attiyah fühlen sich als Zweite als "Sieger der Herzen"

(Motorsport-Total.com) - Zum fünften Mal ging Carlos Sainz 2010 in einem Volkswagen Race Touareg bei der Rallye Dakar an den Start - und nun hat er sein großes Ziel erreicht: "El Matador" konnte seinen ersten Sieg beim Wüstenklassiker einfahren. Der Spanier und sein Beifahrer Lucas Cruz gehörten zu den großen Favoriten der 32. Dakar-Auflage. Doch zunächst gaben andere das Tempo vor.

Nasser Al-Attiyah, Carlos Sainz

Rivalen und Teamkollegen: Nasser Al-Attiyah und Carlos Sainz Zoom

Die erste Etappe am 2. Januar gewann Nani Roma im BMW von X-raid, einen Tag später übernahm Sainz' Volkswagen-Kollege Nasser Al-Attiyah die Führung in der Gesamtwertung. Nur einen Tag später wechselte die Führung wieder: Am 4. Januar übernahm Rekordsieger Stéphane Peterhansel (BMW X-Raid) die Spitze. Doch auf der fünften Etappe am 6. Januar schlug Sainz den Weg in Richtung Dakar-Sieg ein.#w1#

Peterhansel fiel aufgrund einer gebrochenen Kardanwelle weit zurück, Sainz übernahm die Führung und gab sie auf den verbleiben neun Etappen bis ins Ziel nicht mehr ab. Ein Spaziergang war es für "El Matador" jedoch nicht, denn Al-Attiyah startete eine Aufholjagd und saß ihm in der zweiten Dakar-Woche immer im Nacken. Sainz konnte seinen Vorsprung ins Ziel in Buenos Aires retten - doch nach über 9.000 Kilometern von Argentinien über die Anden nach Chile und wieder zurück trennten ihn gerade einmal 2:12 Minuten von seinem Rivalen Al-Attiyah.

Carlos Sainz, Lucas Cruz

Das Siegerduo: Carlos Sainz und sein Beifahrer Lucas Cruz Zoom

Jetzt Dakar-Sieger zu sein, sei "ein großartiges Gefühl", sagt Sainz gegenüber 'Motorsport-Total.com'. Die vergangenen Wochen waren sehr intensiv und ich bin nun sehr glücklich, dass ich dieses Ergebnis geholt habe." Diese Dakar sei noch härter gewesen als die des vergangenen Jahres - damals hatte er die Zielflagge jedoch nicht gesehen, nachdem er kurz vor Schluss mit seinem Auto in eine nicht verzeichnete Schlucht gestürzt war.

Zum Schluss lagen die Nerven bei Sainz ein bisschen blank - das machte ich nach der vorletzten Etappe bemerkbar, als er sich bitterlich über Al-Attiyah beschwerte, der ihn beim Überholen touchiert und danach angeblich blockiert hatte. Der Katarer wies diesen Vorwurf zurück und konterte, dass eigentlich Sainz eine Strafe verdient hatte, weil dieser ihn zuvor viel länger blockiert und das Sentinel ignoriert hatte.

¿pbvin|8|2369||0|1pb¿Es herrschte also dicke Luft zwischen den Rivalen, doch "El Matador" Sainz musste sein Temperament noch einmal zügeln und konzentriert in die letzte, 206 Kilometer lange Prüfung gehen. Sein Vorsprung auf Al-Attiyah betrug 2:48 Minuten. Das durfte er nicht mehr verspielen - und tat es auch nicht. "Wir kannten die Prüfung vom vergangenen Jahr. Es ist eine sehr einfache Prüfung, sie hat tolle Kurven und ist sehr schnell. Es ging darum, keinen Fehler mehr zu machen", erklärt er. Der Spanier machte keinen Fehler mehr und sicherte sich seinen ersten Dakar-Sieg.

Al-Attiyah und sein Berliner Beifahrer Timo Gottschalk mussten sich knapp geschlagen mit dem zweiten Platz begnügen. "Wir haben alles gegeben, aber es hat nicht ganz gereicht", sinniert Gottschalk. "Wahrscheinlich war die Prüfung nicht lang genug oder kurvig genug, um die Zeit noch herauszufahren. Wir haben es versucht, haben auch auf einen Fehler von Carlos gehofft. Er ist jedoch anscheinend fehlerfrei gefahren."

"Jetzt sind wir glücklicher Zweiter, aber wahrscheinlich doch Sieger der Herzen." Timo Gottschalk

"Jetzt sind wir glücklicher Zweiter, aber wahrscheinlich doch Sieger der Herzen - so fühlt es sich jedenfalls an", erklärt Gottschalk weiter. Es ist ein schönes Gefühl, im Ziel zu sein. Es war eine anstrengende Rallye, es war eine tolle Rallye. Wir sind stolz, das erreicht zu haben und hoffen, dass wir eine weitere Chance erhalten, sie irgendwann einmal zu gewinnen."

Auch Al-Attiyah war mit seinem zweiten Platz "grundsätzlich zufrieden und glücklich". Aber, so bekennt der Katarer: "Ich bin natürlich auch ein bisschen enttäuscht, denn ich hatte das gute Gefühl, dass ich diese Rallye gewinnen kann. Aber es ist okay. Jetzt ist alles vorbei, wir werden feiern und werden dann im nächsten Jahr wieder unser Bestes versuchen."

Ob Al-Attiyah sich im nächsten Jahr ein neues Duell mit Sainz liefern wird, steht noch in den Sternen. Denn Sieger Sainz will sich noch nicht festlegen, ob er 2011 zur Dakar-Titelverteidigung antritt: "Wir müssen abwarten, ob das Team weitermacht und dann werden wir sehen."

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