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Deutschland bei der Dakar stark vertreten

Zahlreiche Fahrer und Co-Piloten aus Deutschland nehmen die Rallye Dakar in Angriff - Die jeweiligen Ziele für den Marathon sind unterschiedlich

(Motorsport-Total.com) - Ob Auto, Truck oder Motorrad: Zahlreiche Fahrer und Co-Piloten aus Deutschland stehen bei der Rallye Dakar in den Startlöchern. Bei den LKWs rechnet sich Franz Echter mit seinem MAN Chancen auf den Sieg aus. Matthias Kahle und sein Co-Pilot Thomas M. Schünemann gelten als große Favoriten auf den Triumph in der Buggy-Wertung. Bei den Autos ist das Feld nach dem Ausstieg von Volkswagen so offen wie lange nicht mehr. Das X-raid-Team zählt zum engen Favoritenkreis.

Stephan Schott

Stephan Schott fährt einen BMW für das X-raid-Team aus Deutschland Zoom

Mit der Startnummer 327 sind Stephan Schott und sein Co-Pilot Holm Schmidt für Team aus Deutschland mit dabei. Zwischen Schott und Teamchef Sven Quandt ist in den vergangenen Jahren eine enge Freundschaft entstanden. Nach zwei Jahren mit einem Mitsubishi war Schott beim letzten Mal erstmals mit einem BMW X3 CC unterwegs. Auch diesmal sitzt er in einem Fahrzeug mit der unverkennbaren Silhouette.

Das X-raid-Team peilt den Gesamtsieg an. Schott/Schmidt sind ein wichtiger Bestandteil dieser Unternehmung, denn sie sind die Edelhelfer von Starpilot Stephane Peterhansel. Sollte der Franzose ein Problem haben, müssen sie ihm sofort helfen. Der Gesamtsieg wird für sie deshalb schwierig. Angepeilt wird ein Endergebnis in den Top 15. "Beim letzten Mal war ich mit Platz 20 nicht zufrieden. Ich hatte etwas Besseres erwartet."

"Mir sind zwei Fehler unterlaufen und ich hatte in den letzten Tagen ein technisches Problem", blickt Schott zurück. "Obwohl ich ein Privatier bin, möchte ich diesmal in die Top 15. Ich werde einen BMW X3 mit den neuesten Spezifikationen fahren. Meine Hauptaufgabe im X-raid-Team ist es, Stephane zu unterstützen."

"Ich werde sein Schatten sein. Hoffentlich kann ich sein Tempo halten. Sollte ein anderer Fahrer des Teams Probleme haben, werde ich auch anhalten. Es wird meine vierte Dakar sein und ich bin noch lange nicht müde. Ich liebe es in der Wüste zu fahren und neue Orte wie Peru zu entdecken." Im X-Raid-Team ist noch ein weiterer Deutscher dabei. Andreas Schulz ist der Navigator für Leonid Nowitski.

Das Duo sitzt in einem MINI All4Racing. Im Vorjahr hatte der Russe Pech, denn er musste aufgrund einer Handgelenksverletzung vorzeitig aufgeben. Zu diesem Zeitpunkt lag er auf Platz sieben. Diesmal hofft Nowitski auf mehr Erfolg. Co-Pilot Schulz kennt den Weg zu Platz eins, wenn auch bislang nur in Afrika. Im Jahr 2001 gewann der Kölner mit Jutta Kleinschmidt. 2003 wiederholte er dieses Kunststück an der Seite von Hiroshi Masuoka.

Stefanie Manns: Eine schnelle Lady aus Deutschland

Apropos Frauen: Auch diesmal ist eine schnelle Lady in Südamerika dabei. Stefanie Manns pilotiert einen brandneuen "Pro Dakar McRae Enduro". Die Deutsche wird zum ersten Mal bei der Dakar antreten. "Im Alter von 16 Jahren startete ich meine Motorsportkarriere auf Rundkursen. Dann wechselte ich in den Rallye-Sport", sagt Manns. Ihre erste FIA-Rallye bestritt sie im vergangenen Sommer bei der Silk-Way-Rallye.

"Für mich startet eine neue Karriere. Ich hoffe, dass ich immer mehr Offroad-Rallyes bestreiten kann. Ich mache mir über die Länge der Etappen keine Sorgen, aber ich bin das über 14 Tage noch nicht gewohnt. Meine Ambition ist die Zielankunft. Bei einer Dakar kann man nie über genug Erfahrung verfügen."

Über ausreichend Erfahrung verfügt Dirk von Zitzewitz, der gemeinsam mit Giniel de Villiers die Dakar in Angriff nehmen wird. Erstmals fährt das Siegerduo von 2009 mit einem neuen Toyota Hilux. Da das Fahrzeug eine Neuentwicklung ist, wartet auf de Villiers/von Zitzewitz ein neues Abenteuer. Bei den Tests in Südafrika hat der Hilux bereits sein Potenzial gezeigt.

Ebenfalls "alte Hasen" sind Kahle und Schünemann. Sie sind erneut mit einem SMG-Buggy des HS Rallye-Teams in Südamerika. Nach zwei Siegen in der Buggy-Wertung ist der Hattrick das erklärte Ziel. Vor zwölf Monaten konnte das Duo mit Gesamtrang zehn für eine positive Überraschung sorgen. "Diese Bestmarke möchten wir noch einmal nach oben korrigieren und darüber hinaus zum dritten Mal die Buggy-Wertung gewinnen", nennt Kahle die Ziele.

In ein neues Projekt ist Jürgen Schröder involviert. Der Deutsche wird am Beifahrersitz von Alfie Cox in einem neuen Volvo XC60RR sitzen. Der Südafrikaner Cox tritt zum insgesamt 13. Mal bei der Dakar an. Dreimal schaffte er in der Motorrad-Wertung den Sprung auf das Podium und ist nun zum fünften Mal bei den Autos dabei. Cox/Schröder führen das neue Pewano-Projekt an und wollen den Traum von Gründer Pelle Wallentheim, der vor wenigen Monaten an Krebs starb, erfüllen.

Im Feld der Motorradfahrer ist ein Vertreter aus Deutschland dabei. Daniel Schröder nimmt das Abenteuer mit einer KTM in Angriff. Daniel ist der Sohn von Jürgen. Der Motorsport hat in der Familie Tradition. Daniel bekam sein erstes Motocross-Motorrad im Alter von drei Jahren. "Ich habe in den Jahren viel Erfahrung gesammelt. Jetzt werde ich mit einer 450er antreten, die leichter zu fahren sein sollte. Mein Vorteil ist, dass ich weiß was kommen wird. Die Top 30 wären großartig."

Echter will die Truckwertung gewinnen

In der Truck-Wertung ist das Rennen nach den Rücktritten von Wladimir Tschagin und Firdaus Kabirow offen. Die Kamaz-Mannschaft, die acht der letzten neun Ausgaben gewinnen konnte, hat sich neu aufgestellt. Der Deutsche Echter kam im Jahr 2011 hinter vier Kamaz-Trucks ins Ziel. "Ob ich mit Platz fünf glücklich war? Nein. Ich habe mit den Kamaz-Fahrern gekämpft und wenn sie nicht dabei gewesen wären, dann hätte ich gewonnen", sagt Echter, der auch die Testabteilung von MAN leitet.

In Südamerika kann er wieder auf seine erfahrenen Beifahrer Detlef Ruf und Artur Klein zählen. "Wir haben einen neuen Truck getestet und sind ihn in Tunesien gefahren. Bei der Silk-Way-Rallye habe ich einige neue Teile getestet, aber es ist nicht so wie gewünscht gelaufen. Wir scheinen jetzt aber sehr stark zu sein. Wir sind ein gutes Team und verfügen über viel Erfahrung. Hoffentlich kann ich auf den langen Etappen in der Wüste Zeit gutmachen. Wenn ich antrete, dann um zu siegen", lautet die Kampfansage.

Die weiteren Piloten aus Deutschland fahren ebenfalls mit MAN-Trucks. Mathias Behringer fährt den Service-LKW für Matthias Kahle. Thomas Wallenwein und Klaus Bäuerle unterstützen das X-raid-Team. In erster Linie müssen die beiden die MINI All4Racing, sowie die BMW-Piloten unterstützen, die heiße Anwärter auf den Gesamtsieg in der Autoklasse sind.

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