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Risi: Noch keine Entscheidung über Rennprogramm 2012

Außer den 24 Stunden von Daytona ist noch nichts fix - Risi Competizione ist sich noch nicht schlüssig, ob man 2012 in der ALMS oder Grand-Am fahren soll

(Motorsport-Total.com) - Für viele GT-Teams endet die Winterpause schon im Januar, denn Ende des Monats steht mit den 24 Stunden von Daytona der erste Saisonhöhepunkt auf dem Programm. Bei der 50. Auflage des Langstreckenklassikers in Florida wird auch Risi Competizione mit zwei Ferrari F458 an den Start gehen. Mit einer hochkarätigen Fahrerbesetzung, zu der unter anderem Giancarlo Fisichella, Toni Vilander und Olivier Beretta zählen, dürfte das italienische Team zu den Favoriten in der GT-Klasse gehören.

Risi Competizione

Bilang hat Risi nur für die 24 Stunden von Daytona gemeldet

"Wenn ich mich zwischen beiden entscheiden müsste, würde ich zur ALMS tendieren." Guiseppe Risi

Wie das Rennjahr 2012 im Anschluss für die Mannschaft weitergehen wird, steht derzeit allerdings noch in den Sternen. "Ich weiß nicht, ob wir eine komplette Grand-Am-Saison bestreiten können", sagt Teamchef Guiseppe Risi gegenüber 'SPEED.com'. "Das hängt von den finanziellen Möglichkeiten ab. Wenn ich mich zwischen beiden entscheiden müsste, würde ich zur American-Le-Mans-Series (ALMS) tendieren. Und dass obwohl ich am Schluss nicht mehr von der ALMS begeistert war, denn es gab sehr viele Regeländerungen."

In der ALMS gehörte Risi über viele Jahr zu den Top-Teams und gewann zwei Mal die Gesamtwertung in der GT-Kategorie. Im vergangenen Jahr konnte man an diese Erfolge jedoch nicht anknüpfen. Jaime Melo und Vilander gelang lediglich ein Sieg, die Meisterschaft beendeten beide auf Rang sechs. Schuld daran waren aus Sicht von Risi vor allen die Regeländerung im Rahmen der "Balance of Performance."

"Alles, was sie gemacht hatten, lief darauf hinaus, Ferrari einzubremsen und allen anderen zu helfen." Guiseppe Risi

"Alles, was sie gemacht hatten, lief darauf hinaus, Ferrari einzubremsen und allen anderen zu helfen. Das war völlig klar. Jeder, der vom Rennsport etwas versteht, hat das gesehen", sagt der Teamchef. Vor allem den Mitbewerbern BMW und Corvette seien im Laufe der Saison viele Zugeständnisse gemacht worden, während der Ferrari bei der Einstufung unverändert geblieben wäre.

Aus diesem Grund zieht Risi auch einen Start in der Grand-Am-Meisterschaft in Betracht. "Das aktuelle Format ist großartig. Alle fahren auf denselben Reifen, und du musst die Reifen zum arbeiten bringen. Dadurch ist es sehr ausgeglichen," sagt Risi. Allerdings treibt ihn die Sorge um, dass seine Autos auch dort im Erfolgsfall eingebremst werden. "Wir möchten nicht, dass eines Morgens jemand aufwacht und sagt: 'Wir müssen etwas gegen diese Jungs unternehmen, denn sie fahren uns davon.'"

Die Saisonplanung 2012 hängt letztendlich auch von den Vorstellungen des Herstellers ab: "Es hängt jetzt von Ferrari ab. Wir warten darauf, was Ferrari sagt, denn davon hängt auch die Finanzierung ab", erklärt Risi. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sei eine solide Finanzierung wichtig. Einen Start bei den 24 Stunden von Le Mans schloss Risi aus diesem Grund bereits aus.

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