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  • 22.06.2022 · 12:26

McLaren stellt Artura GT4 beim Goodwood Festival of Speed vor

Weltweites öffentliches Debüt für McLarens neuesten GT4-Kundenrennwagen - V6-Motor ist sowohl leichter als auch kraftstoffsparender als der bisherige V8

(Motorsport-Total.com) - McLaren Motorsport hat den neuen Artura-GT4-Rennwagen enthüllt, welcher vom 23. bis 26. Juni auf dem Goodwood Festival of Speed seine Weltpremiere feiern wird. Der Artura GT4 basiert auf dem brandneuen Luxus-Supercar McLaren Artura und baut auf den großen Erfolgen der mehrfach preisgekrönten Rennwagen 570S GT4 und 720S GT3 auf.

So sieht der neue GT4-Bolide aus dem Hause McLaren aus Zoom

Der neue Artura GT4 teilt einen Großteil seiner Technologie mit dem McLaren-Artura-Straßenfahrzeug, welches erstmals die McLaren-Carbon-Lightweight-Architektur mit einem Kohlefaser-Monocoque als Herzstück einsetzt. Diese vom Motorsport inspirierte Chassis-Konstruktion ist die ideale Plattform für einen Rennwagen, da die steife Struktur dem Fahrer einen größeren Spielraum bei der Abstimmung lässt und gleichzeitig eine stabile sowie extrem sichere Fahrerumgebung bietet.

Die Minimierung des Gewichts ist ein Schlüsselelement des Artura-Straßenwagens und genau diese Philosophie setzt sich im Rennwagen fort. Mit einem kompakten V6-Motor und Nebenaggregaten, der Abgasanlage, welche alle samt gewichtsoptimiert sind, ist der neue GT4 mehr als 100 kg leichter als der bisherige 570S GT4.

Das Artura-Straßenfahrzeug verfügt über einen Hybrid-Antriebsstrang mit einem völlig neuen, kompakten 120-Grad-Doppelturbo-V6-Benzinmotor, welcher mit einem Axial-Flux-E-Motor im Getriebe verbunden ist. Der V6-Motor allein erzeugt mehr als genug Leistung für die streng kontrollierten GT4-Rennanforderungen, wo das Reglement keine Hybridantriebe zulässt.

Der Verzicht auf Hybridkomponenten führt zu einer Gewichtseinsparung von 130 Kilogramm bei einem ohnehin schon superleichten Auto, während der Platz im Karbon-Monocoque für die Hybridbatterie des Straßenfahrzeugs nun die Brennstoffzelle und das zusätzliche Antriebssystem beherbergt. Hierdurch wird das Gewicht zentral und niedrig gehalten.

Der neue V6-Motor verfügt über schnell reagierende Doppelturbolader, die im Motorgehäuse untergebracht sind. Das Aggregat wurde so konstruiert, dass es im Vergleich zum älteren M838 V8, der im 570S GT4 zum Einsatz kommt, auch ohne Elektrifizierung eine bessere Gasannahme und einen geringeren Kraftstoffverbrauch bietet.

Der neue V6-Motor ist deutlich leichter und kleiner als das alte Aggregat und verbessert das Leistungsgewicht, senkt den Schwerpunkt des Fahrzeugs und verbessert die Gewichtsverteilung. Der V6-Motor wird von einer Bosch Motorsport-ECU gesteuert, die eine Feinabstimmung des Balance-of-Performance-Managements ermöglicht, was für die Teilnahme an der GT4-Kategorie unerlässlich ist.

Der Artura GT4 ist außerdem mit einem modularen Motorsport-Kabelbaum ausgestattet, der die Wartungsfreundlichkeit erhöht und Reparaturzeiten und -kosten reduziert. Dieser ist mit einem Motorsport-Elektrosystem verbunden, was die Vielseitigkeit erhöht und den Vorteil robusterer und variablerer Steuersysteme mit sich bringt.

Die Kraftübertragung erfolgt über ein Siebengang-Getriebe mit einer verbesserten, leistungsoptimierten Übersetzung. Das Getriebe ist nicht mit dem Achtgang-Getriebe des Artura-Straßenfahrzeugs identisch, da dieses den E-Motor für den Rückwärtsgang nutzt. Das GT4-Reglement verlangt, dass das Fahrzeug einen Rückwärtsgang hat.

Der Artura-Straßenwagen folgt den McLaren-Designprinzipien "alles hat seinen Grund" und hat dementsprechend eine hohe aerodynamische Effizienz. Die GT4-Iteration erweitert dies mit einem Aerodynamikpaket, das mehr Abtrieb bietet als der bisherige 570S GT4, insbesondere an der Frontpartie, die mit einem maßgeschneiderten Splitter, Tauchflächen und einem maßgeschneiderten Kanal auf der Motorhaube ausgestattet ist. Am Heck sorgt ein hocheffizienter Flügel mit sieben Winkeleinstellungen für ein breites Spektrum an Streckentypen.


Fotostrecke: McLaren Artura GT4: V6-Rennwagen ohne Hybrid

Der Artura GT4 wurde jedoch für den Einsatz in einer Kategorie entwickelt, die dem technischen Reglement "Balance of Performance" unterliegt, dass eine Vielzahl von Supersportwagen und GT-Fahrzeugen mit unterschiedlichen Chassis-Layouts, Leistungsstufen und Gewichten ausgleichen soll. Daher wurde der Zugänglichkeit und Sicherheit des Artura GT4 sowohl für die Fahrer als auch für die Rennteams große Aufmerksamkeit gewidmet.

Die Fahrer der Straßen- und Rennwagen von McLaren Automotive haben schon immer eine hervorragende Sicht genossen, sowohl bei der Platzierung des Fahrzeugs auf der Strecke als auch bei den intensiven Rad-an-Rad-Rennen. Hierbei wird sich der Artura GT4 noch besser als der 570S GT4 verhalten.

Der Ein- und Ausstieg wurde ebenfalls optimiert, was für einen schnellen Fahrerwechsel während des Rennens wichtig ist. Das Sicherheitsniveau entspricht dem des 720S GT3, einschließlich des festen Fahrersitzes nach FIA-8862-Spezifikation mit verstellbaren Pedalen für die Reichweite. Das Cockpit verfügt außerdem über ein neues Bosch-DDU-Instrumentendisplay mit verbesserten Grafiken.

Fahrwerk und Handling wurden im Vergleich zum 570S GT4 verbessert, wobei die Breite der Vorderräder für mehr Grip und geringeren Reifenverschleiß erhöht wurde, was in Zusammenarbeit mit dem Reifenpartner Pirelli entwickelt wurde. An der Hinterachse sorgt ein mechanisches Sperrdifferenzial für mehr Grip und Leistung, was im Vergleich zum elektronischen Stabilitätsprogramm des 570S GT4 eine bessere Abnutzung der hinteren Bremsen, mehr Leistung und einen geringeren Kraftstoffverbrauch zur Folge hat.

Auch die Dämpfung wurde verbessert, ebenso wie die Effizienz der Bremsenkühlung. Zu den Fahrhilfen gehören ein motorsportspezifisches Antiblockiersystem und eine Traktionskontrolle, die sich an unterschiedliche Griffbedingungen anpassen lässt. Der Artura GT4 wurde außerdem mit motorsportspezifischen Komponenten ausgestattet, um die Leistung, Haltbarkeit und Wartungsfreundlichkeit für die extremen Bedingungen auf den anspruchsvollsten Rennstrecken zu verbessern.

Alle diese Komponenten wurden einer strengen Prüfung unterzogen, um sicherzustellen, dass sie ein erhöhtes Lebensdauerprogramm haben. Zu den Verbesserungen der Wartungsfreundlichkeit gehören eine abnehmbare Motorhaube für leichteren Zugang und eine 110-Liter-Kraftstoffzelle mit zwei Motorsport-Hebepumpen und einer Hauptpumpe für erhöhte Zuverlässigkeit und Leistung.

Der Heckflügel ist mit einer neuen "G-Pylon"-Konstruktion am Chassis befestigt, was bedeutet, dass die hintere Karosserie abgenommen werden kann, ohne dass der Flügel demontiert werden muss. Im Interesse der Robustheit in der Hitze des Gefechts wurden die Niedertemperaturkühler nach innen verlegt, während die Hochleistungsauspuffanlage jetzt ausschließlich am Antriebsstrang montiert ist. Die Lautstärke wird mit 105 Dezibel statisch gemessen.

Die Käufer des Artura GT4 können außerdem aus einer umfassenden Liste von Optionen wählen, um eine Reihe von Wettbewerbs- und Rennstreckenumgebungen zu unterstützen. Dazu gehört der Einbau eines Beifahrersitzes und eines Gurtes. Beide Sitze können in verschiedenen Größen bestellt werden. Zu den zusätzlich erhältlichen Fahrhilfen gehören ein Reifendrucküberwachungssystem, die V-Box-Telemetrie und ein Kollisionsvermeidungssystem mit Radar.

Außerdem ist ein Datenpaket mit Laser-Höhenmessern, Dämpferpotentiometern und Infrarot-Bremssensoren erhältlich. Zu den Optionen für Langstreckenrennen gehören zusätzliche Lichter für Nachtrennen und ein Getränkesystem, während für unterschiedliche Anforderungen in der Boxengasse eine linksseitige Kraftstoffzufuhr und eine Luftheberlanze erhältlich sind.

"Der Artura GT4 ist der zweite Rennwagen, der von der Motorsportabteilung von McLaren Automotive von Grund auf neu gebaut wird. Er basiert auf dem revolutionären neuen McLaren Artura und stellt einen bedeutenden Fortschritt gegenüber dem bisherigen 570S GT4 dar, der seinerseits ein äußerst erfolgreiches Rennauto ist, das mit unseren Kunden-Rennteams viele Rennen und Meisterschaften gewonnen hat", sagt Ian Morgan, Motorsport-Direktor bei McLaren Automotive.

"Mit geringerem Gewicht, extrem präzisen Fahreigenschaften und verbesserter Haltbarkeit - sowie den Vorteilen des neuen V6-Antriebsstrangs in puncto Packaging und Effizienz und der umfassenden Wartungsfreundlichkeit für die Mechaniker - wird der Artura GT4 neue Maßstäbe in seiner Klasse setzen, wie wir bereits aus unserem umfangreichen Test- und Entwicklungsprogramm wissen."

Der Artura GT4 wird seine Weltpremiere auf dem Goodwood Festival of Speed vom 23. bis 26. Juni feiern, wo die Besucher ihn vor seinem Debüt im Wettbewerb auf der Rennstrecke in Aktion sehen können. Am Steuer wird der McLaren-Werksfahrer Rob Bell sitzen, der im vergangenen Jahr das Zeitfahr-Finale im McLaren 720S GT3X gewonnen hat.

Die Motorsportabteilung von McLaren Automotive wird ein intensives Test- und Entwicklungsprogramm vor der Saison 2023 fortsetzen, wenn die ersten Kundenfahrzeuge an den Start gehen. Kunden können ihr Interesse am neuen Artura GT4 ab sofort bei den McLaren Motorsport-Händlern anmelden.

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