powered by Motorsport.com
Startseite Menü

Toyota: Drittes Auto in Le Mans war "Verschwendung"

Toyota-Entwicklungschef Hisatake Murata ärgert sich über die erneut verpasste Chance bei den 24 Stunden von Le Mans und kritisiert Nicolas Lapierre

(Motorsport-Total.com) - Toyota konnte den Le-Mans-Fluch auch in diesem Jahr nicht bezwingen. Obwohl der TS050 Hybrid bei den 24 Stunden von Le Mans da schnellste Auto war und Toyota erstmals seit 1999 drei Fahrzeuge eingesetzt hatte, stand das japanischen Werksteams mit Sitz in Köln am Ende wieder einmal mit leeren Händen da. Entwicklungschef Hisatake Murata ärgert sich vor allem über den aus seiner Sicht unnötigen Ausfall des zusätzlichen Autos mit der Startnummer 9, dass Samstagnacht nach einer Kollision mit einem LMP2-Auto ausgeschieden war.

Jose-Maria Lopez

Das Rennen der Startnummer 9 endete am Abschlepphaken Zoom

Murata geht sogar soweit, den Einsatz des dritten Autos generell in Frage zu stellen. "Das Auto mit der Startnummer 9 war Verschwendung, denn (Lapierre; Anm. d. Red.) hat an einer Stelle attackiert, wo er nicht hätte attackieren müssen und wurde dann von hinten getroffen", wird Murata von 'Autosport' zitiert. "Hätte dieses Auto überlebt, hätten wir gewinnen können."

Die Kritik an Lapierre ist brisant, denn 2014 hatte Toyota den Franzosen vor die Türe gesetzt, weil er nach Ansicht des Teams zu riskant gefahren war und dadurch Unfälle verursacht hatte. Wenn ihn Toyota nun für das gleiche Verhalten erneut kritisiert, müssen sich die Verantwortlichen die Frage gefallen lassen, warum sie den 33-Jährigen überhaupt zurückgeholt haben.

Allerdings will Murata nicht Lapierre alleine die Schuld für den Unfall geben, sondern schiebt auch Manor-Pilot Simon Trummer indirekt ein Stück weit den schwarzen Peter zu. "Die LMP2-Autos waren vielleicht zu schnell und haben einige Fahrer überfordert", so der Japaner. Die kann man im Fall von Profi-Fahrer Trummer aber kaum geltend machen. Der Schweizer hatte sich bereits gegen Vorwürfe von Toyota verwahrt, auch die Rennleitung konnte keinen Schuldigen an dem Unfall erkennen.


Das endgültige Aus für den Toyota #9

Nach der Kollision mit Simon Trummer konnte Nicolas Lapierre den waidwunden Toyota TS050 Hybrid #9 nicht mehr an die Box schleppen Weitere Langstrecke-Videos

Das war für Toyota aber nur ein schwacher Trost, denn nachdem das führende Auto mit der Startnummer 7 kurz vor der #9 aufgrund eines bizarren Zwischenfalls in der Box mit defekter Kupplung ausgefallen war, ruhten alle Hoffnungen auf der #9, nachdem der dritte TS050 Hybrid bereits wegen eines Defekts des Hybridantriebs an der Vorderachse gute eine Stunde lang an der Box gestanden hatte.

Was den Ausfall des Elektroantriebs verursacht hat, darüber hat Toyota noch keine Erkenntnisse. "Es gab sehr viele gelbe Flaggen und Slow Zones. Das testen wir nicht so oft, vielleicht lag es daran", mutmaßt Murata. Für diese Theorie könnte sprechen, dass auch am letztlich siegreichen Porsche mit der Startnummer 2 ein identischer Defekt aufgetreten war.

So oder so ist die Enttäuschung im Hause Toyota riesengroß, denn in diesem Jahr war man Porsche nicht nur zahlenmäßig überlegen, sondern hatte auch das schnellere Auto. Daher ist diese Niederlage für Murata im Endeffekt noch bittere als das dramatische Rennende 2016, als Toyota den Sieg fünf Minuten vor dem Rennende verloren hatte. "Im vergangenen Jahr wussten wir, dass wir nur gewinnen konnten, wenn alles gut läuft", so Murata. "In diesem Jahr haben wir nicht gewonnen, obwohl das Auto gut genug war."

Anzeige

Motorsport-Total.com auf Facebook

Werde jetzt Teil der großen Community von Motorsport-Total.com auf Facebook, diskutiere mit tausenden Fans über den Motorsport und bleibe auf dem Laufenden!

Motorsport bei Sport1

Sport1
Motorsport - DTM
18.10. 19:30
Motorsport - Porsche GT Magazin
19.10. 14:30
Die PS Profis - Mehr Power aus dem Pott
19.10. 15:30
Die PS Profis - Mehr Power aus dem Pott
19.10. 16:30
Die PS Profis - Mehr Power aus dem Pott
19.10. 17:30

Die GT-Masters-Champions über ihren Triumph
Die GT-Masters-Champions über ihren Triumph

Outtakes bei Dreharbeiten zur Blancpain GT 2019
Outtakes bei Dreharbeiten zur Blancpain GT 2019

Petit Le Mans 2019: Abschied für die Corvette C7.R
Petit Le Mans 2019: Abschied für die Corvette C7.R

Das Blancpain-GT-Finale Barcelona in 45 Minuten
Das Blancpain-GT-Finale Barcelona in 45 Minuten

Aftermovie VLN7
Aftermovie VLN7

Eigene Webseite?

Kostenlose News-Schlagzeilen und Fotos für Ihre Webseite! Jetzt blitzschnell an Ihr Layout anpassen und installieren!

Das neueste von Motor1.com

BMW 530 MLE: Seltener Sport-Fünfer aus Südafrika
BMW 530 MLE: Seltener Sport-Fünfer aus Südafrika

VW Atlas Cross Sport (2020): Noch ein XXL-SUV für die USA
VW Atlas Cross Sport (2020): Noch ein XXL-SUV für die USA

Mercedes-AMG C 63 kracht nach Drift-Debakel in Baum
Mercedes-AMG C 63 kracht nach Drift-Debakel in Baum

Nissan Juke (2020) im Test: Populärer Provokateur
Nissan Juke (2020) im Test: Populärer Provokateur

Porsche zeigt Sondermodell 718 Cayman GT4 Sports Cup Edition
Porsche zeigt Sondermodell 718 Cayman GT4 Sports Cup Edition

Audi e-tron Sportback (2020) fast ungetarnt erwischt
Audi e-tron Sportback (2020) fast ungetarnt erwischt

MotorsportJobs.com

ANZEIGE
Senior composite designer
Senior composite designer

Main tasks Under the supervision from the Engineering Design Manager, the Senior Composite Designer is responsible to complete the following task: Undertake scheming, designing ...