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  • 20.09.2012 · 12:55

  • von Roman Wittemeier

Pickett auf dem Weg in die WEC

Spätestens 2014 wird sich Greg Pickett mit seiner Mannschaft wohl auf die weltweite Bühne wagen: Sebring als Spaßfaktor, ALMS-Grand-Am-Merger als Abschreckung

(Motorsport-Total.com) - Die WEC wird offenbar spätestens 2014 weiteren Zuwachs aus den USA erfahren. Die in der ALMS sehr erfolgreiche Mannschaft von Greg Pickett erwägt einen solchen Schritt. Der Amerikaner sieht die WM nicht nur als Ausweichserie für die ALMS, sondern auch als Chance für sein Team und sein Unternehmen, das die Produkte unter dem Banner von Muscle Milk mittlerweile auch in europäischen Ländern vertreibt.

Klaus Graf, Lucas Luhr

In der ALMS sind die Pickett-Piloten Klaus Graf und Lucas Luhr bärenstark Zoom

"Meine Marke ist nun auch in Westeuropa auf den Markt. Es geht gut voran. Die WEC bietet somit interessante Perspektiven", sagt Pickett im Gespräch mit 'Speed.com'. Sein Team ziehe den Schritt in die Langstrecken-WM ernsthaft in Betracht. "Wenn die WEC sich weiter gut entwickelt, warum sollte ich das dann ausschließen? Das mache ich auf keinen Fall. 2014 mag weit weg erscheinen, aber irgendwie ist es auch schon morgen."

Pickett sieht seine Zukunft nicht in der ALMS, die 2014 als fusionierte Serie mit der Grand-Am neu durchstarten wird. "Ich besitze zwar einen Daytona-Prototypen, aber den hält höchstens noch mein 16-jähriger Enkel für interessant. Meinen Fahrern Lucas Luhr und Klaus Graf oder meinem Technikchef Brendan Fry muss ich mit so etwas nicht kommen. Ich werde nicht mit solchen Autos starten, daran habe ich kein Interesse."

Pickett hat beim gemeinsamen Saisonauftakt von WEC und ALMS in Sebring Blut geleckt. Dort sei es ihm weniger um den Klassensieg in der ALMS gegangen, sondern vielmehr um den Wettbewerb auf allerhöchstem Niveau. "Wir hatten unseren Spaß daran, gegen Audi zu kämpfen - gegen solche Firmen, deren Fahrer, also auf absolutem Topniveau", sagt der Geschäftsmann. "So etwas mag ich. So etwas lieben die Fahrer. Sie wollen sich mit den Besten messen. Meine Ingenieure lieben das auch."

Romain Dumas, Greg Pickett

Enger Draht zu Porsche: Greg Pickett im Gespräch mit Leihgabe Romain Dumas Zoom

In der ALMS hat Pickett mit dem schnellen HPD ARX-03a nur selten in Dyson einen echten Gegner. In vielen Rennen fahren Luhr/Graf vorweg. In Sebring wurde deutlich, dass Pickett das Potenzial des HPD deutlich besser auszuschöpfen weiß als dies Strakka und JRM in der WEC gelingt. "Als in Sebring alle drei HPD-Teams gleichzeitig auf der Strecke fuhren, da waren die Amerikaner wirklich ausgesprochen stark", attestiert auch Fahrzeug-Entwickler Nick Wirth.

"Greg hat einfach ein tolles Team. Wir sind sehr froh, dass er zeigt, was mit unserem Auto möglich ist, und dass er dieses Auto zwei Jahre lang einsetzt", so der Brite. "Man muss ganz ehrlich sagen, dass die Pickett-Techniker viel enger mit den HPD-Leuten und unseren Jungs von Wirth Research zusammenarbeiten. Da hat Greg sich viel von seinem alten Freund Duncan Dayton abgeschaut, der mit Highcroft unsere Autos eingesetzt hat. Bei Highcroft war die Zusammenarbeit dermaßen eng, sodass man von einer Art Werksstatus sprechen konnte."

"Bei Pickett lernt man immer weiter hinzu, man ist sehr offen. Als Faktor unterschätzen sollte man auch nicht, dass das Team unweit von HPD beheimatet ist. Die Wege sind halt kürzer", sagt Wirth im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. Womöglich wird es Pickett sein, der den HPD ARX-03c für 2013 erstmals testen darf. "Ich weiß, dass Greg Pickett mit seinem Team gern 2013 nach Le Mans möchte. Das gefällt uns natürlich bestens. Wir würden das Team gern in der WEC, oder zumindest in Le Mans sehen", so der Designer.

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