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Neel Jani im GT-Sport: Es ist "wie ein Neustart meiner Karriere"

Neel Jani wird im Jahr 2021 sein GT-Debüt in der WEC mit Porsche feiern - Der Schweizer hat sich an das Auto gewöhnt und ist bereit für das erste Rennen

(Motorsport-Total.com) - Neel Jani hat im Langstrecken-Sport alles erreicht: 2016 gewann er mit Porsche in der LMP1-Kategorie die 24h von Le Mans und sicherte sich den Titel in der Langstrecken-WM (WEC). Zuletzt startete er für die Marke aus Stuttgart in der Formel E, wurde für die Saison 2021 aber in die LMGTE-Pro-Wertung abkommandiert. Für Jani wird es das GT-Debüt in der Meisterschaft sein.

Kevin Estre, Neel Jani

Neel Jani gewöhnt sich an den Porsche-GTE-Boliden in der WEC Zoom

"Ich habe jetzt ein gutes Gefühl im Auto, aber es gibt noch viele Dinge, über die ich nachdenken muss und die ich noch nicht weiß", sagt der 37-Jährige vor dem WEC-Saisonstart in Spa-Francorchamps. "Es ist noch immer so, dass ich etwas lerne, wenn ich im Auto sitze." Jani teilt sich den Porsche mit dem ehemaligen GTE-Pro-Champion Kevin Estre, der dem Schweizer an seinem Erfahrungsschatz teilhaben lässt.

"Es wird einige Dinge geben, die ich erst im Rennen lernen werde", stellt Jani klar, der zumindest schon bei den 12h von Sebring in der IMSA-Serie in Amerika wichtige GT-Erfahrung gesammelt hat. "Eines, was ich lernen muss, ist mit dem Verkehr umzugehen." Anders als in der LMP1-Klasse, in der Jani der Jäger war, muss er in der GT-Klasse auf die schnelleren Prototypen und Hypercars Acht nehmen.

Aktuell sei der 37-Jährige noch nicht daran gewöhnt, "so oft in den Spiegel zu schauen", verrät er. "Ich muss noch verstehen, wie ich keine Zeit verliere, wenn ich von den Prototypen überholt werde." Ein weiterer wichtiger Faktor, den der Schweizer in der kommenden Saison beachten muss, ist das Reifenmanagement. Er sagt, er müsse das Auto "rollen lassen" und viel mit der Lenkung sowie den Bremsen arbeiten, "ohne die Reifen zu ermorden".

Trotz der Herausforderungen fühlt sich Jani bereit, es mit der GT-Elite der WEC aufzunehmen. "Es ist klar, dass ich gegen Fahrer antreten werde, die diese Auto schon seit vielen Jahren fahren", sagt der Langstrecken-Profi. "Es wird schwierig werden, aber zum Glück habe ich mit Kevin, Richard [Lietz] und Gianmaria [Bruni] wirklich gute Teamkollegen, von denen ich etwas lernen kann."

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