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  • 03.06.2012 · 13:11

  • von Roman Wittemeier

Le-Mans-Vortest: Toyota mit starkem Auftakt

Toyota begeistert am Vormittag in Le Mans mit guten Rundenzeiten, aber Audi ist etwas schneller: Guillaume Moreau zerlegt den OAK in den Porsche-Kurven

(Motorsport-Total.com) - Der heutige Sonntag ist der wichtigste Tag bezüglich der Vorbereitung auf die 24 Stunden von Le Mans. Nur heute haben die teilnehmenden Teams die Chance, ihre Fahrzeuge auf die Besonderheiten der 13,6 Kilometer langen Highspeed-Strecke abzustimmen. Entsprechend viel Fahrbetrieb gab es zwischen 9:00 Uhr und 13:00 Uhr in der ersten Session des Tages. Vor allem Toyota wusste beim Debüt vor großer Kulisse zu überzeugen.

Starkes Debüt: Der Toyota TS030 Hybrid war von Anfang an richtig schnell

Anthony Davidson und Alexander Wurz gaben gleich am frühen Morgen mit ihren TS030 richtig Gas. Bei anfangs leicht feuchter Piste setze vor allem der Brite immer wiede neue Bestzeiten. Bevor er das Auto an seine Kollegen überließ, fuhr sich Davidson mit einer Zeit von 3:31.039 Minuten an die Spitze. "Unser Ziel ist die Pole-Position beim Rennen hier", stellte der frühere Formel-1-Pilot nach seinen ersten Runden im Toyota in Le Mans klar.

Wenig später konnte Kazuki Nakajima die Zeit von Davidson mit dem Schwesterauto noch unterbieten (3:30.202 Minuten), aber er wurde dennoch nicht lange auf Platz eins gesichtet. Audi machte Dampf, als die Strecke endlich vollständig trocken war. Wenige Regentropfen zwischendurch konnten die Ingolstädter bis zum Mittag kaum aufhalten. Nachdem anfangs Dindo Capello mit dem Hybrid-R18 wegen Elektrikproblemen ausgerollt war, setzte sich Tim Kristensen kurz nach der Reparatur in 3:29.496 Minuten an die Spitze.

Aber auch der Däne blieb nicht lange auf Platz eins. Sein Markenkollege Benoit Treluyer war noch schneller. In 3:28.750 Minuten markierte er rund eine Stunde vor der Mittagspause vorübergehend die Bestmarke. Die Audi-Jagd war damit noch nicht vorbei. Kurz vor dem Ende der ersten Session verbesserte sich Loic Duval im schnellen Leichtbau-R18 auf 3:27.732 Minuten. Der Franzose war somit nur noch einen Hauch langsamer als die Bestzeit vom Vortest 2011 (3:27.687 Minuten).


Fotos: Testfahrten in Le Mans


Hinter den Werksautos von Audi und Toyota reihte sich vorerst der HPD von Strakka ein, der jedoch mit Nick Leventis am Steuer kurz vor Mittag in der Dunlop-Kurve ausrollte. Nick Heidfeld absolvierte locker seine zehn Qualifikationsrunden mit dem Rebellion-Toyota. Sein Team liegt derzeit hinter Strakka auf dem zweitbesten Platz der Privatteams. Der Pescarolo-Dome rollte aus, Guillaume Moreau setzt den OAK-Pescarolo in den Porsche-Kurven in die Leitplanken. Der Franzose wurde zur Untersuchung in die Klinik nach Angers gebracht.

In der LMP2-Klasse setzte sich der schnelle Däne David Heinemeier-Hansson im OAK-Auto an die Spitze, Pierre Kaffer liegt mit dem Auto von Pecom zum Mittag auf Klassenrang vier. In der GTE-Pro-Klasse führten anfangs Stefan Mücke und seine Aston-Martin-Kollegen, doch zum Mittag übernahmen die Ferraris von Luxury und AF Corse das Zepter. In der Amateurklasse war bislang Aston Martin am schnellsten. Michael Krumm fuhr am Morgen die ersten Runden mit dem DeltaWing. "Ohne Probleme" markierte der Deutsche eine Rundenzeit von 3:47.980 Minuten.

Der Vortest in le Mans wird am Nachmittag von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr fortgesetzt (Live-Timing aus Le Mans!).