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Keine LMDh-Ankündigung! Alpine lässt ACO abblitzen

Die für die 24 Stunden von Le Mans 2021 geplante Ankündigung des LMDh-Engagements seitens Alpine bleibt aus - Allerdings ist es nur eine Frage der Zeit

(Motorsport-Total.com) - Es war alles angerichtet, doch Alpine lässt die Chance verstreichen. Entgegen allen Erwartungen wurde kein Engagement in der Hypercar-Klasse verkündet. Erste Informationen, dass es nicht so kommen würde, sickerten ab Donnerstag durch. Doch eigentlich war alles vorbereitet. Und es ist weiterhin mehr als wahrscheinlich, dass Alpine ab 2023 mit einem LMDh in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) antreten wird.

Andre Negrao, Matthieu Vaxiviere, Nicolas Lapierre

Alpine lässt die Gelegenheit zum perfekten Einstiegszeitpunkt verstreichen Zoom

Die Gründe für die Nicht-Ankündigung sind unklar. Die offizielle Begründung von Alpine-Chef Laurent Rossi: "Wir blicken äußerst positiv darauf, haben aber noch keine Entscheidung getroffen. Wir brauchen noch Zeit, um uns alle Parameter anzusehen."

"Es geht dabei darum, dass wir mit einer Siegchance antreten können und nicht bloß dabei sind." Möglicherweise spricht er hier den massenhaften Ansturm von Herstellern auf die Hypercar-Klasse an. Mit jedem neuen Anwärter wird es schwieriger, die 24 Stunden von Le Mans zu gewinnen.

Rossi gibt seiner Marke noch bis zum Ende des Jahres Zeit, über ein Engagement zu entscheiden. Das geht natürlich nur, weil die Planungen intern schon sehr fortgeschritten sind. Zum Einsatz soll ein Oreca-Chassis kommen, Teampartner bleibt Signatech. Das Team rund um Philippe Sinault bezeichnet er sogar als "Freunde, die man nicht einfach vor die Tür setzt".

Liebeserklärung als Trostpflaster

Eigentlich war alles vorbereitet. Alpine hat eine große Fahrzeugparade organisiert, an der Rossi auch persönlich teilnehmen wird. Die Formel-1-Fahrer Fernando Alonso und Esteban Ocon sind mit ihren Boliden ebenfalls vor Ort. Sinault wird mit dem Award "Spirit of Le Mans" ausgezeichnet. Und schließlich lockt die Perspektive des großen französischen Kampfes Peugeot vs. Renault (Alpine) beim 100-jährigen Jubiläum des Rennens.

Matthieu Vaxiviere

Das Alpine-Engagement mit dem Alt-LMP1 gilt zunächst nur bis Ende 2021 Zoom

Deshalb ist es schon eine negative Überraschung, dass es keine Ankündigung gibt. Dabei bleibt es natürlich äußerst wahrscheinlich und daraus macht Rossi macht das auch mit reichlich Pathos mehr als deutlich: "Fernando Alonso und Esteban Ocon sind hier, um zu zeigen, dass Alpine Le Mans liebt."

Er betont, dass ein Langstrecken-Engagement bei parallelen Formel-1-Einsätzen Sinn ergibt: "Alpine ist die brandneue Sportmarke innerhalb der Renault-Gruppe. Die Fanbasis der Formel 1 und des Langstreckensports haben nur eine kleine Überlappung." Damit passt ein Engagement auch aus Marketing-Sicht.

Es ist also weiter davon auszugehen, dass Alpine der WEC erhalten bleibt. Allerdings frühestens 2023, vielleicht sogar erst 2024, wie Rossi sagt. Während in letzterem Szenario ein Sabbatjahr wohl nicht mehr zu verhindern wäre, ist es durchaus möglich, dass der Alpine A480 auch 2022 noch einmal übergangsmäßig zum Einsatz kommt.

Dann müsste aber eine Lösung für das Reichweitenproblem gefunden werden.

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