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Dritter Anlauf: Racing Engineering will 2019 in die WEC

Nach dem Formel-2-Aus wagt Racing Engineering einen erneuten Anlauf in Richtung WEC: Einstieg in die LMP2 geplant - Kommt man diesmal weiter als 2013 und 2015?

(Motorsport-Total.com) - Die LMP2-Kategorie der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) könnte zur Saison 2019/20 Zuwachs bekommen: Racing Engineering hat sein Auge auf die WEC gerichtet und nutzt die Saison 2018 in der europäischen Le-Mans-Serie (ELMS) als Vorbereitung. Teamgründer Alfonso de Orleans-Borbon will aber mittelfristig zurück auf die große Bühne. Sein Team hatte sich im Winter überraschend aus der Formel 2 zurückgezogen.

Gustav Malja

Racing Engineering will es diesmal wissen: Klappt der WEC-Einstieg 2019/20? Zoom

"Wir müssen realistisch bleiben: Gleich in der WEC durchzustarten wäre zu kompliziert gewesen", sagt der Aristokrat gegenüber 'Endurance-Info'. "Wir wären auf Teams getroffen, die diese Sportart schon lange kennen. In die WEC zu wechseln ist unser Ziel und wir werden alles geben, um dorthin zu kommen. Wir könnten auch an den 24 Stunden von Daytona und den 12 Stunden von Sebring teilnehmen. Der Langstreckensport macht so schöne Programme möglich."

Überraschend: Die hochprofessionelle Formel 2, in der Budgets von weit über einer Million Euro pro Saison verschlungen werden, kommt mit weniger Equipment aus als ein ELMS-Einsatz mit dem Oreca 07: "Wir sind derzeit dabei, uns mit ausreichend Hardware zu versorgen, weil es deutlich mehr benötigt als in der Formel 2. Man braucht mehr Material, um einen LMP2 einzusetzen. Wir müssen alles vorsichtig vorbereiten, weil wir uns so gut wie möglich schlagen wollen."

Racing Engineering hatte bereits im Jahr 2013 mit einem WEC-Einstand geliebäugelt und 2015 noch einmal. Die Wurzeln des Teams liegen im Langstreckensport durch den Einsatz eines GT-Porsches bei den 24 Stunden von Le Mans 2000 (für Le Mans 2018 steht das Team an vierter Stelle auf der Reserveliste). 2013 überlegte de Orleans-Borbon den WEC-Einstieg mit einem LMP2-Chassis von Dome oder von Lotus. Doch die Pläne verliefen sich genauso im Sand wie das ganze Dome-Projekt (aus Lotus ging das ByKolles-Projekt hervor). Das Formel-2-Aus gibt den WEC-Ambitionen nun neuen Schwung.

Giorgio Pantano

Mit Giorgio Pantano feierte Racing Engineering 2008 den GP2-Titel Zoom

Der Duke of Galliera erklärt auch, warum er im Zuge des Fahrzeugwechsels die Formel 2 verlassen hat: "Sie ist eine gute Kategorie, aber für mich wurde sie zur Routine. Jedes Rennen war die das vorige. Im Dezember habe ich mich dann gefragt, ob wir weitermachen sollen. Wir hatten die LMP2-Klasse seit einigen Jahren auf dem Schirm, aber ein Doppelprogramm wäre zu kompliziert gewesen. Wir hatten noch die Zeit, uns verschiedene LMP2-Chassis anzusehen." Die Wahl fiel dann auf den Oreca 07, den bisher konkurrenzfähigsten LMP2 der 2017 revidierten Klasse.

Racing Engineering war ein GP2-Team der ersten Stunde und seit deren Einführung im Jahre 2005 dabei. Die spanische Mannschaft gewann in den Jahren 2008 und 2013 den Fahrertitel mit den Fahrern Giorgio Pantano und Fabio Leimer, verpasste aber eine Teammeisterschaft. 2017 wurde die Meisterschaft in Formel 2 umgetauft. Vor Einführung des neuen Autos zog sich Racing Engineering dann überraschend zurück.

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