powered by Motorsport.com

24h Le Mans 2021: Glickenhaus beim Testtag am schnellsten

Glickenhaus fuhr am Testtag für die 24h von Le Mans die schnellste Zeit - Eine späte schnelle Runde von Olivier Pla sorgte für die Entscheidung

(Motorsport-Total.com) - Wer hätte das gedacht: Glickenhaus stellte beim offiziellen Testtag für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans die schnellste Runde auf. Olivier Pla umrundete den Kurs in den letzten zehn Minuten der zweiten Sitzung in 3:29.115 Minuten. Damit war das Verbrenner-Hypercar von Glickenhaus schneller als die Hybridautos aus dem Hause Toyota und der LMP1 von Alpine.

Luis Felipe Derani, Gustavo Menezes

Olivier Pla setzte im Glickenhaus-Hypercar die schnellste Runde Zoom

Am Sonntag gab es insgesamt zwei Sessions - eine vierstündige am Morgen und eine fünfstündige am Nachmittag. Während Toyota zur Mittagspause noch die Nase vorne hatte, lief Glickenhaus den Japanern am Nachmittag den Rang ab. Pla war vermutlich auf einer Qualifikationssimulation, als er sich vor die beiden Toyotas und den Alpine-LMP1 setzte. Der Vorsprung auf den Toyota mit der Startnummer 8 betrug 0,225 Sekunden.

Patrick Pilet

In der LMP2 war der IDEC am schnellsten Zoom

Das IDEC-Auto mit der Startnummer 48 belegte den ersten Platz in der LMP2-Kategorie. Dabei war das Trio nur 0,015 Sekunden schneller als der Panis-LMP2 auf Position zwei. Dahinter folgte der WRT-Oreca, in dem Louis Deletraz die schnellste Runde fuhr. Die beiden United-Autosport-LMP2-Boliden komplettierten im kombinierten Ergebnis die Top 5.

Porsche dominiert in der LMGTE-Pro

In der LMGTE-Pro-Klasse hat Porsche den Takt vorgegeben. Die beiden 911 trennten an der Spitze gerade einmal 0,003 Sekunden. Dabei hatten Kevin Estre, Neel Jani und Michael Christensen die Nase vorne. Der WeatherTech-Porsche auf Platz drei vergoldete den Testtag für die Sportwagenmarke aus Stuttgart. Die beiden AF-Corse-Ferraris rundeten die Top 5 ab.

Kevin Estre, Neel Jani, Michael Christensen

Porsche dominierte das Geschehen in der LMGTE-Pro Zoom

Für Antonio Garcia war die erste Session nach drei Stunden bereits vorbei, da die Corvette mit der Startnummer 63 streikte. Der Spanier musste das Auto neben der Strecke parken, um vom Abschleppwagen zurück an die Box gebracht zu werden. Das Team kehrte am Nachmittag nach einem Motor- und Getriebewechsel aber wieder auf die Strecke zurück.

In der LMGTE-Am-Kategorie setzte sich Proton knapp gegen Project 1 durch. Mit einer 3:54.472 war die Proton-Truppe im Porsche gerade einmal 0,030 Sekunden schneller als das Project-1-Trio. Der Association SRT41 in der Extraklasse für innovative Konzepte landete nach neun Stunden Training auf Gesamtplatz 28 von 62.

Unfälle am Morgen sorgen für Unterbrechungen

Harry Tincknell, Florian Latorre

Proton setzte sich in der Amateurwertung durch Zoom

Während es am Nachmittag keine signifikanten Unterbrechungen gab, musste die Morgensitzung mehrmals mit Roten Flaggen unterbrochen werden. John Hartshorn verlor in der ersten Schikane die Kontrolle über sein Auto, weshalb der Aston Martin mit der Startnummer 95 mit Schaden an der Front abtransportiert werden musste. Zuvor war Tom Gamble im GR-Porsche abgeflogen.

Dwight Merriman drehte sich in seinem LMP2-Boliden in der Ford-Schikane und berührte nur in Tertre Rouge wenige Minuten später den WRT-Oreca von Ferdinand Habsburg. Dabei wurde die Startnummer 17 von Merriman so stark beschädigt, sodass das Auto abgeschleppt werden musste. Ein Reifenschaden am Jota-Gibson von Roberto Gonzales führte dazu, dass die Karosserie der Startnummer 38 beschädigt wurde.