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Zehn Wochen auf Reisen: So hart ist das GT3-Geschäft

Bathurst, Spielberg, 24h Nürburgring - und mehr: Markus Winkelhock, Daniel Juncadella und Jules Gounon über Reisestrapazen und warum sie es trotzdem lieben

(Motorsport-Total.com) - Spielberg war nur ein Zwischenstopp - wie so vieles im Leben von GT3-Werkspiloten. Das ADAC GT Masters in der Steiermark lag genau zwischen den 12 Stunden von Bathurst und dem 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Als am Donnerstag die Testfahrten begannen, war der Zieleinlauf in Bathurst gerade einmal 96 Stunden her.

Zwei Halbkugeln, drei Kontinente, unzählige Zeitzonen: GT3-Fahrer gehen nicht nur auf der Strecke ans Limit

Zwei Halbkugeln, drei Kontinente, unzählige Zeitzonen: GT3-Fahrer gehen nicht nur auf der Strecke ans Limit Zoom

Markus Winkelhock (Car Collection), Daniel Juncadella und Jules Gounon (beide ZVO) sind die Reise auf den fünften Kontinent angetreten - und waren daher ziemlich gerädert. Alle drei äußern Fahrer sich gegenüber 'Motorsport-Total.com' zu den Strapazen, die das mitbringt.

"Die Zeitumstellung merkt man natürlich, das ist schon stressig", sagt Winkelhock. "Aber ich bin es aus den vergangenen Jahren gewohnt, da bin ich immer viel unterwegs gewesen. Mit 41 Jahren gehört der Sohn von Manfred Winkelhock zu den erfahrensten GT3-Fahrern.

Mit dem "Triple Header" aus 12h Bathurst, ADAC GT Masters Spielberg und 24h Nürburgring ist es bei weitem nicht getan. Nach dem 24-Stunden-Rennen steht mit dem 1.000-Kilometer-Rennen in Le Castellet direkt der nächste Punkt auf dem Programm - im stark umkämpften Endurance-Cup der GT-World-Challenge (GTWC) Europe.

Jetlag als Normalzustand

Doch selbst damit ist noch nicht Schluss. So fuhren alle drei Fahrer die 24h-Qualifiers in der Woche vor Bathurst. Und in der Woche davor war Juncadella auf einem noch anderen Kontinent unterwegs: Er trat in der IMSA SportsCar Championship auf dem Laguna Seca Raceway in der GTD Pro an und ließ sich die schnellste Runde notieren.


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Amerika - Europa - Australien - Europa in einem Fenster von zweieinhalb Wochen - Jetlag als Dauerzustand für den Ex-DTM-Piloten. Seinen 31. Geburtstag erlebte er an der Rennstrecke. "Ich bin in Australien einen Tag krank gewesen, weil der Jetlag wohl meinem Gehirn zu viel abverlangt hat", gibt er zu.

"Eine Nacht [nach der Rückkehr nach Europa] habe ich nur eine Stunde geschlafen. Da hätte ich den ganzen Tag darauf schlafen können. Ich habe mich mit Training wachgehalten. Das Joggen hat mich mehr fertig gemacht als gewöhnlich, aber dafür hatte ich die Nacht darauf wirklich guten Schlaf. Das hat mir die Energie zurückgegeben."

Ähnliches berichtet Jules Gounon, der seit dem GTWC-Auftakt in Imola am ersten April-Wochenende ununterbrochen an Wochenenden Rennen bestreitet - und Testfahrten zwischendurch: "Der Jetlag zehrt natürlich an einem. In Australien bin ich leicht krank gewesen." Er wird bis Paul Ricard an zehn Wochenenden ununterbrochen im Einsatz gewesen sein.

Und doch der beste Job der Welt

Alle drei Fahrer haben übrigens versucht, sich weitestgehend auf die australische Zeit einzustellen. "Wenn du fünf Tage da drüben bist, musst du dich umstellen", sagt Winkelhock. Die einzige Ausnahme war Gounon, der aufgrund seiner Erkrankung versucht hat, in Australien so viel Schlaf wie möglich zu ergattern.

Für Jules Gounon und Daniel Juncadella zahlte sich der Trip auf den fünften Kontinent aus

Für Jules Gounon und Daniel Juncadella zahlte sich der Trip auf den fünften Kontinent aus Zoom

Und trotzdem sind sich alle sicher: Sie leben den Traum. "Es sind drei coole Strecken hintereinander, das macht richtig Spaß", findet Winkelhock. Juncadella ergänzt: "Das [Reisen] ist Teil des Jobs. Es macht Spaß, so viele Rennen zu fahren. Ich genieße es." Und Gounon wähnt sich "voll im Rhythmus, sowohl was das Reisen als auch das Fahren betrifft."

Für Gounon und Juncadella hat sich der Trip nach Australien gelohnt: Der Franzose holte den Sieg, der Katalane Platz zwei. Markus Winkelhock musste sich nach zahlreichen Schwierigkeiten für alle Audis mit P7 begnügen. Beim ADAC GT Masters in Spielberg konnten sie an die Podiumsplätze nicht anknüpfen.

Auch weitere Fahrer im ADAC GT Masters sind seit Wochen aktiv. Raffaele Marciello, Christopher Mies, Patric Niederhauser, Dries Vanthoor, Dennis Marschall, Mattia Drudi, Christopher Haase und Christian Klien waren zwar nicht in Bathurst, am selben Wochenende aber beim GTWC-Sprint-Cup in Magny-Cours. Immerhin kein Stress mit Zeitzonen, aber noch immer ein kompetitives Wochenende.

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