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24-Stundenrennen: Eckpunke zum Nürburgring-Reglement

Das Reglement zur Ausgabe 2009 des 24 Stundenrennens auf dem Nürburgring wurde nun in den wesentlichen Eckpunkten festgezurrt

(Motorsport-Total.com) - Mit der Veröffentlichung einer Vorab-Information zur Ausschreibung 2009 hat der ADAC Nordrhein die wesentlichen Eckpunkte für das zukünftige Reglement des ADAC 24h-Rennens bekannt gegeben. Die Veranstalter wollen noch mehr Fahrzeugen Chancen auf den Gesamtsieg eröffnen und den Wettbewerb für möglichst viele Marken offenhalten.

Nürburgring Nordschleife

Das Reglement für das 24 Stundenrennen 2009 hat erste Eckpunkte Zoom

Ab 2009 können deshalb auch GT3- und GT4-Fahrzeuge starten. Zudem werden die Einsatzkosten der Teams überschaubar und das Sicherheitsniveau weiterhin auf dem bestmöglichen Stand gehalten.#w1#

Durch die ab 2009 neu eingeführten Klasse SP9 für GT3-Fahrzeuge mit FIA-Homologation und SP10 für GT4-Fahrzeuge mit SRO-Homologation wird der Start hoch attraktiver Fahrzeuge ermöglicht, die den Kreis der siegfähigen Teams noch einmal erweitern sollen. Um die zusätzlichen Starter nahtlos in das Starterfeld zu integrieren, wird das Reglement des ADAC 24h-Rennens in einer Reihe von Punkten geändert.

Erhalten bleibt der Geist des Regelwerks, das zwischen den unterschiedlichen Fahrzeug-Konzepten und technischen Reglements schon in der Vergangenheit durch Faktoren wie Gewicht, Reifengrößen oder Tankvolumina ausglich. Künftig werden die Leistungen in den größten Fahrzeugklassen beim ADAC 24h-Rennen (SP 6, SP7, SP8 und E1-XP) über Air-Restrictoren begrenzt, deren Dimensionen auf Basis von Hubraum und Gewicht festgelegt werden.

Für die GT3- und GT4- Fahrzeuge sind eigene Regelungen nicht notwendig, da hier die Reglements der FIA und der SRO angewendet werden, die die Leistungsunterschiede innerhalb dieser Klassen bereits fein justieren. Für alle "großen" Fahrzeugklassen werden außerdem Tankvolumina definiert und Zuflussbegrenzer (Schnelltankventile) eingeführt, die ein weiteres Steuerungsinstrument zum Ausgleich der Fahrzeugleistungen bereitstellen.

Zudem müssen diese Fahrzeuge technische Vorrichtungen für eine Datenaufzeichnung aufweisen. Zur exakteren Einstufung von neuen Fahrzeug-Fabrikaten müssen Fahrzeugtypen, die erstmals beim 24h-Rennen antreten wollen, zuvor mindestens zwei Läufe zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring bestreiten.

Alternative Antriebsarten weiterhin am Start

Einen weiteren Schritt zur Förderung der Fahrzeuge mit alternativen Antriebskonzepten gehen die Organisatoren durch den Wegfall der speziellen Diesel-Klassen im technischen Reglement. Künftig werden Dieselfahrzeuge in die Division2/Gruppe 24h-Spezial beim ADAC 24h-Rennen eingeordnet und sind damit endgültig in der Motorsport-Normalität angekommen.

Die mit Turbo ausgestatteten Selbstzünder sind in Zukunft in den Klassen D1T - D3T zu finden. Dieselfahrzeuge mit Hubräumen über 3 Litern (Klasse D4T - Zulassung nur nach Sonderantrag) werden in Zukunft mit Air-Restrictor und Ladedruckbegrenzung an den Start gehen. Die Klasse der alternativen Antriebsarten bleibt künftig technischen Neuerungen wie etwa Erdgasantrieb vorbehalten.

Sicherheit wird weiter groß geschrieben

Als wichtigen Nebeneffekt der Modifikationen im technischen Reglement erwarten die Organisatoren eine maßvolle Senkung der Spitzenleistungen der Top-Fahrzeuge. So gewinnt einerseits der Wettbewerb an der Spitze des Feldes weiter an Spannung, zusätzlich wird so die weitere Erhöhung der Sicherheit für die Teilnehmer vorangetrieben.

Einen ähnlichen Effekt hat die Streichung der kleinsten Hubraumklassen. Künftig sind beim ADAC 24h- Rennen keine Fahrzeuge mehr am Start, die weniger als 1.750 ccm Hubraum haben. So werden die Geschwindigkeitsdifferenzen zwischen einzelnen Teilnehmern verringert und Überholvorgänge entschärft. Die individuelle Fahrersicherheit wird durch die obligatorische Einführung des HANS-Systems gefördert

Details zur Anpassung des technischen Reglements für 2009:

Neue Fahrzeugklassen:

1) Schaffung der neuen Klasse SP9 für GT3-Fahrzeuge (Basis: FIA-Homologation für die GT3)

2) Schaffung der neuen Klasse SP10 für GT4-Fahrzeuge (Basis: SRO-Homologation für die GT4)

3) Für die Fahrzeuge der Klasse SP9 soll die Einstufung gemäß FIA-Reglement nach "Balance of Performance" gelten. ABS kann homologiert werden. Reifenhersteller und Fahrhöhe sind frei.

4) Aufgrund der speziellen Nordschleifenanforderungen sollen in den Klassen SP9 und SP10 nach gesondertem Antrag Komponenten nachhomologiert werden können, die der Sicherheit oder der Langlebigkeit dienen (nach Rücksprache mit FIA/SRO). Alle Fahrzeuge eines Herstellers müssen danach exakt der Homologation und allen Erweiterungen entsprechen. Alle Balance of Performance Änderungen die die FIA/SRO während der Saison festlegt müssen komplett übernommen werden.

5) Schaffung der neuen Klasse SP8T (Turbomotoren über 2.500 ccm bis max. 4.000 ccm).

Gemeinsame Vorschriften für die größten Fahrzeugklassen:

1) Das Mindestgewicht der Klassen SP6, SP7, SP8 und SP8T beträgt 1.200 kg.

2) Die Klassen SP6, SP7, SP8 und E1-XP erhalten einen Air-Restrictor auf Basis von Hubraum und Gewicht.

3) Die Tankvolumina in den Klassen SP6 bis SP10, SP8T und E1-XP werden gemäß Gewicht zugeordnet. Ferner werden die Durchlaufzeiten für den Kraftstoff durch einen Tank-Restrictor reglementiert (Schnelltankventil).

4) Fahrzeuge der Klassen SP6 bis SP10, SP8T und E1-XP müssen spezielle Schnelltankventile (Betank- und Entlüftungsventile - maximal zwei Öffnungen) verwenden (die genauen Anforderungen werden noch definiert).

5) Der Maximalhubraum der Klasse SP8 beträgt weiterhin 6.200 ccm. Die Hubraumbegrenzung der Klassen SP9 und SP10 wird durch die jeweilige FIA-Homologation für die GT3 bzw. die SRO-Homologation für die GT4 vorgegeben.

6) Fahrzeuge der Klassen SP6 bis SP10, SP3T, SP4T, SP8T und E1-XP müssen mit Data-Loggern ausgerüstet werden können (die genauen Anforderungen werden noch definiert).

Diesel- und weitere Turbofahrzeuge:

1) Die Klassen SP3T, SP4T und SP8T erhalten ebenfalls einen Air-Restrictor sowie einen Ladedruckbegrenzer.

2) Diesel-Fahrzeuge werden der Division 2 / Gruppe 24h-Spezial (Klassen D1T - D3T) zugeordnet. Sie erhalten ein bestimmtes Tankvolumen

3) Für Diesel-Fahrzeuge bis 3.000 ccm Hubraum gibt es keine Ladedruckbegrenzung und keinen Air-Restrictor. Diesel-Fahrzeuge über 3.000 ccm Hubraum (Klasse D4T - Zulassung nur nach Sonderantrag) erhalten ferner einen Air-Restricor und Ladedruckbegrenzung.

Sicherheitsvorschriften:

1) Die kleinste Hubraumklasse ist 1.750 - 2.000ccm. Somit entfallen beispielsweise in der Division 2 die Klassen SP1 und SP2.

2) Die Verwendung des HANS-Systems ist ab 2009 für alle Teilnehmer verpflichtend.

3) Neue Fahrzeuge (mindestens ein Fahrzeug pro Hersteller) müssen im Vorfeld mindestens zwei Läufe zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring bestreiten.

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