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Jens Marquardts Traum-Rennserie: IGTC bildet Basis

BMW-Motorsportchef Jens Marquardt träumt von einer globalen GT-Serie, die alle Klassiker einschließt - Die IGTC steht dabei im Mittelpunkt

(Motorsport-Total.com) - Im GT-Sport steckt nach wie vor großes Potenzial, findet Jens Marqurdt. Der BMW-Motorsportchef träumt von einer globalen GT-Meisterschaft, die alle Langstreckenklassiker umfasst. Es gibt da nur ein Problem: Mit GTE und GT3 buhlen schon fast ein Jahrzehnt lang zwei unterschiedliche Klassen von zwei unterschiedlichen Promotern um die Gunst von Herstellern und Teams.

Augusto Farfus, Martin Tomczyk

Jens Marquardt träumt von einer globalen GT-Serie auf IGTC-Basis Zoom

"Wenn mich einer fragen würde, was meine Idealvorstellung für unterschiedlichste Klassen [im Motorsport] wäre, dann wäre das eine GT-Serie mit Daytona, Le Mans, Kyalami, Bathurst, Suzuka und Spa. Das wären für jemanden wie mich alle Klassiker in einem Paket", sagt der 52-Jährige.

Als Basis würde er dafür die Interkontinentale GT Challenge nehmen, die inoffizielle GT3-Weltmeisterschaft von Stephane Ratel. "Sie ist eine tolle Plattform, weil sie mehrere ikonische Rennen miteinander verbindet. Bathurst, Laguna, Spa, Kyalami - das sind tolle Rennen. Wir sind froh, dass wir dieses Jahr endlich dabei sind."

Die SRO-Serie umfasst derzeit Langstreckenrennen in Bathurst, Suzuka, Spa, Kyalami und auf dem Laguna Seca Raceway. Die 24-Stunden-Rennen von Daytona und Le Mans sind jedoch derzeit GTE-Territorium, selbst wenn die IMSA SportsCar Championship die GT3-Klasse in Daytona für Privatteams zulässt, allerdings der GTE untergeordnet.


8h Kalifornien 2019: Rennhighlights

Die Highlights von den 8 Stunden auf dem Laguna Seca Raceway, dem zweiten Lauf der Interkontinentalen GT Challenge (IGTC) 2019

GT-Konvergenzgespräche scheiterten Mitte des Jahrzehnts. Doch der Traum von der vereinten GT-Kategorie lebt weiter. "Vielleicht hat Herr Ratel einen besseren Draht [zum ACO]. Die sprechen ja zumindest dieselbe Sprache", scherzt Marquardt. Dass BMW beim Le-Mans-Veranstalter nach dem WEC-Ausstieg nach nur einer Saison vorerst keine Lobbyarbeit mehr zu leisten braucht, weiß er wohl selbst.

Allerdings ist auch zwischen SRO und ACO die Welt nicht unbedingt heile, seit der ACO mit der Verbannung der GT1-Kategorie aus Le Mans ab 2011 quasi das Todesurteil über die SRO-Topklasse gefällt hat. Seitdem herrscht Funkstille zwischen den beiden Organisationen.

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