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Nürburgring-Norschleife
 
Frentzen mit Hybridrenner in die "Grüne Hölle"
 
23. April 2008 - 14:47 Uhr
 
"Grüner" Heinz-Harald Frentzen in der "Grünen Hölle": Mit Hybridantrieb und Dirk Müller als Partner startet "HHF" beim 24-Stunden-Rennen
 
Heinz-Harald Frentzen
Heinz-Harald Frentzen freut sich auf seinen Auftritt bei den 24 Stunden
Zoom © xpb.cc
(Motorsport-Total.com/sid) - Heinz-Harald Frentzen kehrt als "Grüner" zurück auf den Nürburgring. Knapp zwei Jahre nach seinem letzten DTM-Rennen in der Eifel am 20. August 2006 stellt sich der frühere Formel-1-Pilot am 24. und 25. Mai nach 20 Jahren wieder der Herausforderung beim berühmten 24-Stunden-Rennen auf der legendären Nordschleife - und das sogar noch mit einem revolutionären Konzept: "HHF", der im Juni auch mit einem Aston Martin bei den 24 Stunden von Le Mans starten will, wird gemeinsam mit Dirk Müller einen Apollo-Sportwagen mit Hybridantrieb steuern.

"Der Motorsport darf die Notwendigkeit, Energie zu sparen, nicht ignorieren. Ich sehe vielmehr die Chance, dass unser Sport wieder zum Vorreiter einer technischen Entwicklung werden kann, die unsere Autos auch abseits der Rennstrecke deutlich energieeffizienter macht", erklärte Frentzen. Neben einem rund 630 PS starken Benzinmotor verfügt der Apollo über einen 100 KW (136 PS) leistenden Elektromotor und führt zudem beim Bremsen verlorene Energie wieder dem Elektromotor zu. Solche Systeme zur Energierückgewinnung sollen ab 2009 in der Formel 1 zum Einsatz kommen.



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"Der ADAC Nordrhein als Veranstalter des Rennens hat alternativen Antriebskonzepten schon seit Jahren die Tür geöffnet. Jetzt gibt er in Übereinstimmung mit dem DMSB auch unserem Projekt, das ansonsten international noch nicht in die existierenden Reglements passt, eine Chance", sagte Frentzen. Der 40-Jährige hatte am vorigen Wochenende am Rande des DTM-Rennens in Oschersleben mit dem Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) abschließende Gespräche geführt und dabei grünes Licht für den Einsatz in der "Grünen Hölle" erhalten.

Frentzen, der in 157 Formel-1-Rennen drei Siege holte und 1997 Vizeweltmeister sowie 1999 WM-Dritter war, hatte nach seinem Abschied aus der DTM Ende 2006 pausiert. Erst vor knapp drei Wochen hatte er beim Speedcar-Rennen in Bahrain sein Comeback gefeiert. Seinen ersten Einsatz beim Eifel-Marathon hatte er 1988 in einem Opel Astra.

Der spektakuläre Renner basiert auf dem Apollo-Supersportwagen, der als Straßenversion mehr als 800 PS hat und ein Spitzentempo von 360 km/h erreicht. "Die Fahrleistungen sind sehr beeindruckend, fast schon angsteinflößend", meint Rallyeikone Walter Röhrl über den "zivilen" Apollo.

Frentzen ist die treibende Kraft bei dem ehrgeizigen Projekt. Dem Team fehlen allerdings die Unterstützung und finanziellen Möglichkeiten eines Automobilherstellers. Deshalb will man die fehlenden Ressourcen mit hoher Flexibilität und Pioniergeist ausgleichen.

 
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