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Historie: Titelgarant Hauptrennen? Nicht für die Deutschen!

13. Januar 2013 - 15:21 Uhr

In der GP2 wird bisher immer der Fahrer Meister, der in den Hauptrennen die meisten Punkte holt - außer er kämpft gegen einen Deutschen! Glock wird zum Spezialfall

Timo Glock
Timo Glock kann sich über seinen GP2-Titel freuen - dennoch ist er ein Spezialfall
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Seit Einführung der GP2 im Jahr 2005 setzt die Nachwuchsserie auf ein besonderes Rennsystem. Neben einem Hauptrennen mit voriger Qualifikation fahren die Nachwuchstalente ein zweites Sprintrennen aus. Dies ist dadurch gekennzeichnet, dass es erstens ein wenig kürzer ist, zweitens keinen Pflichtboxenstopp enthält und drittens in umgekehrter Startaufstellung stattfindet. Das bedeutet, dass die ersten acht platzierten Fahrer des Hauptrennens in umgekehrter Reihenfolge das Sprintrennen in Angriff nehmen.

Dies bringt zwar Vorteile, wie unterhaltsame Rennen, allerdings werden auch einige Ergebnisse in der Gesamtwertung verwischt, da schnellere Fahrer an jedem Wochenende durch diese Regelung bestraft werden. Allerdings gibt es im zweiten Rennen weniger Punkte zu erfahren, dennoch sorgte dieses Format schon einige Male für andere Sieger.

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Am meisten profitierten die Deutschen von dieser Regel! Gäbe es nur das Formel-1-System mit Qualifikation und Hauptrennen, dann hätte Deutschland nur einen statt drei GP2-Meister vorzuweisen. 'Motorsport-Total.com' blickt zurück auf die Gesamtwertungen der letzten Jahre und zeigt beispielsweise, wer sich die Krone hätte aufsetzen können und warum Timo Glock der Glücklichste aller Meister ist.

2012: Valsecchi macht Titel in Hauptrennen klar

Vor wenigen Wochen haben wir bereits die Saison 2012 ausführlich beleuchtet. Davide Valsecchi (DAMS) holte seinen GP2-Titel durch seine Erfolge im Hauptrennen, bei denen er die Konkurrenz deutlich hinter sich lassen konnte. Überraschend fand sich nicht Vizemeister Luiz Razia (Arden) auf dem zweiten Rang dieser Wertung, sondern Marussia-Neuzugang Max Chilton (Carlin).

Luiz Razia konnte das Titelduell durch seine Ergebnisse in den Sprintrennen hingegen bis zum Saisonfinale in Singapur offen halten. Insgesamt drei Siege sammelte der Brasilianer sonntags und blieb so an Valsecchi dran, der sich mit drei Siegen in Folge in Bahrain zunächst absetzen konnte.

Meister: Davide Valsecchi
Hauptrennen: 1. Davide Valsecchi (151 Punkte), 2. Max Chilton (123), 3. Luiz Razia (123)
Sprintrennen: 1. Luiz Razia (93), 2. Davide Valsecchi (78), 3. James Calado (74)

2011: Kein Zweifel an Grosjean

Die Saison 2011 war eine klare Sache für Romain Grosjean. Der DAMS-Pilot wurde mit 35 Punkten Vorsprung vor Luca Filippi (Super Nova/Coloni) Meister, obwohl in dieser Saison noch das alte Punktesystem benutzt wurde, bei dem es zehn Punkte für einen Sieg im Haupt- und sechs Punkte für einen Erfolg im Sprintrennen gab.

Der Franzose dominierte beide Wertungen deutlich vor den Konkurrenten, von denen keiner bei beiden Klassements einen Top-3-Platz belegen konnte. Zwar gab es dadurch einen spannenden Kampf um den Vizetitel, an der Spitze war die Sache jedoch recht eindeutig. Grosjean holte sowohl samstags als auch sonntags die meisten Siege und wurde verdient GP2-Meister.

Meister: Romain Grosjean
Hauptrennen: 1. Romain Grosjean (58), 2. Charles Pic (37), 3. Luca Filippi (34)
Sprintrennen: 1. Romain Grosjean (23), 2. Jules Bianchi (17), 3. Giedo van der Garde (16)

2010: Maldonado von einem Extrem ins andere

Gott oder Teufel hieß es beim Meister 2010, Pastor Maldonado. Brilliant am Samstag, katastrophal am Sonntag lautet die Bilanz des Venezolaners in Rapax-Diensten. Auf der einen Seite feierte Maldonado einen Rekord von sechs Hauptrennsiegen in Serie, auf der anderen Seite nahm er in der zweiten Saisonhälfte überhaupt keine Punkte aus den Sprintrennen mehr mit. In der Sonntagswertung lag er sogar nur auf dem zehnten Rang.

Doch da der heutige Williams-Pilot in den wichtigen Samstagsrennen brillierte, war auch sein Vorsprung in der Gesamtwertung vor Sergio Perez (Barwa Addax) komfortabel. Schließlich wird in den Hauptrennen auch das Gros der Punkte erzielt. Giedo van der Gardes Sieg in der Sprintwertung nützte dem Holländer nichts: Der Barwa-Addax-Pilot belegte in der Meisterschaft nur Rang sieben.

Meister: Pastor Maldonado
Hauptrennen: 1. Pastor Maldonado (71), 2. Sergio Perez (45), 3. Sam Bird (33)
Sprintrennen: 1. Giedo van der Garde (22), 2. Sergio Perez (19), 3. Luiz Razia (17)

2009: Hülkenberg einziger deutscher Samstagsmeister

Auch 2009 wurde derjenige Meister, der in den Hauptrennen die meisten Punkte einfahren konnte. Mit Nico Hülkenberg (ART) gelang einem Deutschen dieses Kunststück allerdings zum ersten Mal. Im Grunde hätte man für die Gesamtwertung die Samstagsergebnisse als Indikator heranziehen können, denn die ersten drei des Klassements sind auch die ersten drei in der regulären GP2-Meisterschaft gewesen: Nico Hülkenberg, Vitali Petrow (Barwa Addax) und Lucas di Grassi (Racing Engineering).

Sonntags war hingegen erneut Giedo van der Garde (iSport) vorne dabei. Zwar belegte der Holländer nicht wie 2010 den ersten Rang, allerdings holte er sonntags genauso viele Zähler wie an Samstagen. Hätte van der Garde mehr aus den Hauptrennen herausgeholt, hätte er irgendwann auch einmal eine große Rolle in einem GP2-Titelkampf spielen können.

Meister: Nico Hülkenberg
Hauptrennen: 1. Nico Hülkenberg (63), 2. Vitali Petrow (54), 3. Lucas di Grassi (42)
Sprintrennen: 1. Nico Hülkenberg (25), 2. Lucas di Grassi (18), 3. Giedo van der Garde (17)

2008: Punktgleich! Der Sprint entscheidet für Pantano

Ein Novum gab es in der Saison 2008: Gleich drei Fahrer setzten sich in den Hauptrennen punktgleich an der Spitze fest. Giorgio Pantano (Racing Engineering), Lucas di Grassi (Barwa Addax) und Romain Grosjean (ART) sammelten alle 45 Punkte. Am Ende gab der dritte Platz in der Sprintwertung den Ausschlag zu Gunsten von Pantano. Sonntagssieger Sebastien Buemi (Arden) konnte nicht in den Titelkampf eingreifen, seine Ergebnisse in den Hauptläufen reichten nur für Rang sechs.

Zweiter in der Gesamtwertung wurde übrigens keiner der bisher genannten, sondern Bruno Senna (iSport), der durch drei Poles sein Punktekonto aufbessern konnte. Besser war dabei nur Pantano, der durch seine vier Pole-Positionen und vier schnellsten Rennrunden gleich zwölf Zähler hinzugewann - wohl sein Schlüssel zum Erfolg. Übrigens: Lucas di Grassi stieg erst beim vierten Event in Magny Cours ein und hatte am Ende der Saison lediglich 13 Punkte Rückstand auf den Italiener Pantano.

Meister: Giorgio Pantano
Hauptrennen: 1. Giorgio Pantano (45), 2. Lucas di Grassi (45), 3. Romain Grosjean (45)
Sprintrennen: 1. Sebastien Buemi (24), 2. Bruno Senna (21), 3. Giorgio Pantano (19)

2007: Glock nach Rennergebnissen nicht Meister!

Jetzt wird es kurios! Rechnet man die Wertung der Sprint- und Hauptrennen zusammen, kommt heraus: Lucas di Grassi (ART) wird mit einem Punkt Vorsprung GP2-Meister 2007. Doch in den Geschichtsbüchern steht Timo Glock (iSport) mit elf Punkten mehr auf dem Konto als der Brasilianer. Wie ist das möglich? Die Antwort heißt: Extrapunkte. Für vier Poles und vier schnellste Rennrunden bekam der Deutsche einen satten Aufschlag von zwölf Punkten. Di Grassi ging in dieser Kategorie leer aus, und obwohl er samstags die meisten Punkte holte, reichte es für den ehemaligen Virgin-Piloten nicht zum Titel.

Glock holte samstags sogar weniger Punkte als der erfahrene Giorgio Pantano (Campos), doch seine Sonntagsrennen brachten ihn wieder auf einen Punkt an di Grassi heran. Doch ohne die Sonderpunkte hätte auch dies nicht zum Titel gereicht. Timo Glock kann sich somit wohl als glücklichster Meister der GP2-Geschichte bezeichnen, ohne seine Leistung schmälern zu wollen, schließlich gehören Poles und schnellste Runden in der GP2 eben dazu!

Meister: Timo Glock
Hauptrennen: 1. Lucas di Grassi (56), 2. Giorgio Pantano (49), 3. Timo Glock (45)
Sprintrennen: 1. Timo Glock (31), 2. Javier Villa (28), 3. Lucas di Grassi (21)

2006: Hamilton in allen Bereichen vorn

Lewis Hamilton (ART) gegen Nelson Piquet Jr. (Piquet Sports) lautete das Duell um den GP2-Titel 2006. In allen Wertungen lieferten sich die beiden späteren Formel-1-Piloten einen Zweikampf um die Spitze - und jedes Mal sollte der Brite die Nase am Ende vorn haben. Allerdings war das Duell am Ende knapper als die Zahlen vermuten lassen. Und wieder sind die Sonderpunkte dran "schuld".

In der Formel 1 ist Hamilton als Qualifying-Spezialist bekannt, in der GP2 holte er allerdings nur eine Pole-Position. Piquet gelang dies jedoch gleich an sechs von elf Rennwochenenden. In der Königsklasse sah er in der Qualifikation später jedoch keinen Stich gegen Fernando Alonso. In den Hauptevents nah dran war zudem Alexandre Premat (ART), doch sonntägliche Aussetzer ließen ihn beim Titelkampf komplett außen vor. Ein guter Samstag ist eben doch keine Garantie für eine erfolgreiche Saison.

Meister: Lewis Hamilton
Hauptrennen: 1. Lewis Hamilton (68), 2. Nelson Piquet Jr. (57), 3. Alexandre Premat (53)
Sprintrennen: 1. Lewis Hamilton (37), 2. Nelson Piquet Jr. (29), 3. Ernesto Viso (23)

2005: Rosberg der erste deutsche Sonntagsfahrer

Wie im Jahr 2007 konnte der Führende in der Hauptwertung auch in der GP2-Debütsaison seinen Vorsprung nicht in den Meistertitel ummünzen. Zwar siegte der Finne Heikki Kovalainen (Arden) in den addierten Hauptevents, doch seinen Titel verlor er gegen Nico Rosberg (ART) sonntags. Zwar siegte der Deutsche in nur zwei Sprintrennen, doch bei neun von zwölf Events konnte der heutige Mercedes-Pilot in die Top vier vordringen.

Heikki Kovalainen ist somit in der Geschichte der GP2 neben Lucas di Grassi der einzige Fahrer, der zwar die Hauptwertung gewann, nicht aber den GP2-Titel. Beide Male profitierten die Deutschen davon...

Meister: Nico Rosberg
Hauptrennen: 1. Heikki Kovalainen (76), 2. Nico Rosberg (63), 3. Alexandre Premat (44)
Sprintrennen: 1. Nico Rosberg (40), 2. Adam Carroll (25), 3. Heikki Kovalainen (23)

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