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Großer Preis von Singapur / Singapur

Fakten
Name Marina-Bay-Street-Circuit
Länge 5.073 Meter
Runden 61
Distanz 309,316 km
Ortszeit MESZ +6 Stunden
Start 14:00 Uhr MESZ
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Daten
Porträt Seit Anbeginn der Motorsport-Moderne galt Monaco als Glitzer-Grand-Prix der Formel 1. Mit der Rennpremiere von Singapur in der Saison 2008 wurde jedoch klar, dass nirgendwo so viel gefunkelt wird wie auf dem Marina Bay Circuit. Die Königsklasse des Motorsports trug damit der von Bernie Ecclestone und den Herstellern gewünschten globalen Expansion in neue Märkte Rechnung.

Damals das erste und einzige Nachtrennen des Kalenders, haben sich mit Abu Dhabi und Bahrain mittlerweile zwei weitere Spätschichten hinzugesellt. Die Kulisse vor der strahlend illuminierten Skyline des Stadtstaates bleibt jedoch ein Unikum in der Königsklasse. 108 Kilometer Stromkabel mussten in der City für die Formel 1 verlegt werden, 1.600 Lichtprojektoren erhellen die Szenerie und die Lichtleistung von 3.000 Lux ist etwa viermal so hoch wie bei einem Fußballspiel im Stadion. Der Strombedarf liegt bei über drei Millionen Watt.

Ein Unikum sind auch die Tagesabläufe der Piloten. Nach der Ankunft aus Europa stellen sie ihren Schlafrhythmus nicht um, sondern nutzen die Zeitverschiebung, um optimal für den abendlichen Rennbetrieb vorbereitet zu sein. Für viele der Aktiven ist es ein Luxus, an einem Grand-Prix-Wochenende unbeschwert einen Hauch Nachtleben genießen und entspannt ausschlafen zu können. Dennoch ist es für den menschlichen Körper eine verwirrende Situation. Dieser funktioniert grundlegend so, dass er bei Tageslicht wach bleiben möchte. Vorhänge und Rollläden helfen.

Kleine Schwächen können in Singapur teuer werden - und die Rede ist nicht von dem ikonischen Kaugummi, der fast sinnbildlich für die Sauberkeit der 5,3-Millionen-Einwohner-Metropole steht. Konzentration und körperliche Fitness sind in den Tropen von besonderer Bedeutung. Die 5,065 Kilometer lange Bahn besitzt 23 Kurven und lässt in 61 Runden kaum Zeit, sich auszuruhen. In Sachen Nettofahrzeit zählt das Rennen regelmäßig zu den längsten der Saison und kratzt teilweise auch im Trockenen an der Zwei-Stunden-Marken.

Zwar sind die Mauern an den meisten Stellen weiter von der Fahrbahn entfernt als in Monaco, dennoch werden Fahrfehler härter bestraft als auf anderen modernen Anlagen, die wegen ihrer asphaltierten Auslaufzonen gerne mit "Parkplätzen" vergleichen werden. Auch wenn die bei den ersten Ausgaben als Sprungschanzen verschrieenen Randsteine entschärft wurden, gibt es auf dem Marina Bay Circuit weiter viele Gelegenheiten für Fehler und havarierte Autos ? aber auch zum Überholen.
Harte Bremspunkte vor den zahlreichen 90-Grand-Kurven laden zum Ausbremsen ein, erfordern aber ein gut traktierendes Auto und einen Gegner, der die Tür nicht um jeden Preis zuzuwerfen versucht ? schließlich sind die Geraden meist sehr kurz. Windschatten zu fahren lohnt sich fast nur auf dem Raffles Boulevard, wo sich neben der Start- und Zielgeraden eine von zwei DRS-Zonen befindet. Nichtsdestotrotz setzte sich bei vier von sechs Ausgaben derjenige durch, der das Rennen von der Pole-Position begonnen hatte.

Eine besondere Herausforderung präsentiert das Klima: Bei einer Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent und mehr sowie Temperaturen um die 30-Grad-Marke zählt körperliche Fitness in Verbindung mit der pausenlos anspruchsvollen Bahn mehr als auf jedem anderen Kurs. Am kommenden Wochenende winkt vielleicht eine besondere Hürde: Erste Prognosen sagen üblichen Bedingungen und leichten Niederschlag voraus, den es an einem Rennwochenende zuvor nie gab.

Eine Belastungsprobe stellt der Marina Bay Circuit auch für die Technik dar. Auf keiner anderen Bahn setzten die Boliden so stark auf, woran auch eine neue Asphaltdecke nichts geändert hat. Ästhetisch ist der Funkenschlag bei Nacht allerdings allemal. Eine Strafversetzung in der Startaufstellung, etwa infolge eines Tauschs der vielfach am Ende ihrer Laufzeit ihrer Laufzeit befindlichen Antriebskomponenten, wäre wegen der Schwierigkeiten beim Überholen bitter. Dazu ist jeder Kilometer Fahrpraxis äußert wertvoll.

In Singapur fahren die Autos außerdem über eine Brücke, die magnetisch ist, weil darunter immense Stromkabel verlaufen. Besonders stark sind die Leitungen für die Straßenbahn. Dadurch entstehen zahlreiche elektrische Störungen. Dies kann zu Aussetzern der Datensysteme führen und sogar Fahrzeugkomponenten beeinflussen. Diese nach Gouverneur Sir John Anderson benannte Brücke verbindet das Nord- mit dem Südufer des Singapur-Rivers. Sie ist 70 Meter lang, sehr eng und stellt einen der markanten Punkte der Rennstrecke dar. Problematisch: Sollte es dort einen Unfall geben, wäre die Bergung der Autos extrem schwierig. Zum Glück ist das bisher noch nie passiert!

Berühmt geworden ist Singapur außerdem für den "Crashgate"-Skandal im Jahre 2008, als Teamchef Flavio Briatore seinen Piloten Nelson Piquet jun. anwies, einen Unfall zu bauen, um seinen damaligen Stallgefährten Fernando Alonso in Führung zu bringen.
Linktipps Offizielle Internetseite
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Tickets und Reisen
Luftbild
Fahrtrichtung gegen Uhrzeigersinn
Distanz bis zur ersten Kurve 200 Meter
Anzahl Linkskurven 14
Anzahl Rechtskurven 9
Kurven über 250 km/h 1 (T6)
Kurven unter 100 km/h 6 (T3, T8, T13, T14, T16, T18)
Reifentypen Supersoft/Soft
Reifenverschleiß mittel
Bremsenverschleiß hoch
Bremszonen 15 (4 davon hart)
Höchstgeschwindigkeit (ohne DRS) 300 km/h
Mindestgeschwindigkeit 75 km/h
Durchschnittsgeschwindigkeit 166 km/h
Volllastanteil 48 Prozent
Längster Volllastanteil 9,0 Sekunden
Gangwechsel pro Runde 80
Länge des Boxengassen-Speedlimits 411 Meter
Boxengassen-Fahrzeit bei 60 km/h 24,7 Sekunden
Boxengassen-Fahrzeit bei 100 km/h 14,8 Sekunden
Siegerstrategie letztes Rennen 3 Stopps
Meistgewählte Strategie letztes Rennen 2 Stopps
Boxenstopps letztes Rennen 54
Historische Safety-Car-Wahrscheinlichkeit 100 Prozent
Rennen mit Safety-Car (seit 2003) 6 (insgesamt 9 Mal auf der Strecke)
Streckendebüt 2008
Anzahl Grands Prix 7
Erster Sieger 2008: Fernando Alonso, Renault
Erste Pole 2008: Felipe Massa, Ferrari
Anzahl der Siege von Pole-Position 5 Mal
Sieg von der höchsten Startposition Startplatz 15
2008: Fernando Alonso, Renault
Top 8 Qualifying 2014
1. Lewis Hamilton, Mercedes
2. Nico Rosberg, Mercedes
3. Daniel Ricciardo, Red Bull
4. Sebastian Vettel, Red Bull
5. Fernando Alonso, Ferrari
6. Felipe Massa, Williams
7. Kimi Räikkönen, Ferrari
8. Valtteri Bottas, Williams
Top 8 Rennen 2014
1. Lewis Hamilton, Mercedes
2. Sebastian Vettel, Red Bull
3. Daniel Ricciardo, Red Bull
4. Fernando Alonso, Ferrari
5. Felipe Massa, Williams
6. Jean-Eric Vergne, Toro Rosso
7. Sergio Perez, Force India
8. Kimi Räikkönen, Ferrari
Rekorde Rennen Absolut: 1:45.599 (Kimi Räikkönen, Ferrari, 2008)
2014: 1:50.417 (Lewis Hamilton, Mercedes)
2013: 1:48.574 (Sebastian Vettel, Red Bull)
2012: 1:51.033 (Nico Hülkenberg, Force India)
2011: 1:48.454 (Jenson Button, McLaren)
2010: 1:47.976 (Fernando Alonso, Ferrari)
Rekorde Qualifying Absolut: 1:42.841 (Sebastian Vettel, Red Bull, 2013)
2014: 1:45.681 (Lewis Hamilton, Mercedes)
2013: 1:42.841 (Sebastian Vettel, Red Bull)
2012: 1:46.362 (Lewis Hamilton, McLaren)
2011: 1:44.381 (Sebastian Vettel, Red Bull)
2010: 1:45.390 (Fernando Alonso, Ferrari)
Letzte Sieger 2014: Lewis Hamilton, Mercedes
2013: Sebastian Vettel, Red Bull
2012: Sebastian Vettel, Red Bull
2011: Sebastian Vettel, Red Bull
2010: Fernando Alonso, Ferrari
Meiste Siege Fahrer Sebastian Vettel (3)
Lewis Hamilton (2)
Fernando Alonso (2)
Meiste Siege Teams Red Bull (3)
McLaren (1)
Ferrari (1)
Renault (1)
Mercedes (1)
Meiste Punkte Fahrer Sebastian Vettel (120)
Fernando Alonso (98)
Lewis Hamilton (61)
Jenson Button (58)
Nico Rosberg (46)
Mark Webber (30)
Felipe Massa (28)
Kimi Räikkönen (27)
Meiste Punkte Teams Red Bull (163)
Ferrari (104)
McLaren (87)
Mercedes (73)
Force India (35)
Lotus (29)
Williams (28)
Renault (22)
Meiste Poles Fahrer Lewis Hamilton (3)
Sebastian Vettel (2)
Fernando Alonso (1)
Felipe Massa (1)
Meiste Poles Teams McLaren (2)
Red Bull (2)
Ferrari (2)
Mercedes (1)

 

 
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