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Formel-1-Diskussion entfacht: Wann ist Gurte lösen erlaubt?

Romain Grosjean stellte in der Fahrerbesprechung der Formel 1 2017 in Suzuka eine provokante Frage und attackierte damit Lewis Hamilton

Lewis Hamilton
Was ist erlaubt, was nicht? Lewis Hamiltons Siegerjubel stand zur Debatte
© LAT

(Motorsport-Total.com) - Wenn Lewis Hamilton einen seiner Formel-1-Siege feiert, lockert er die Gurte im Cockpit seines Mercedes. Ist das eigentlich erlaubt? Romain Grosjean, einer von Hamiltons Konkurrenten in der Formel-1-Saison 2017 wollte es in der Fahrerbesprechung vor dem Grand Prix von Japan in Suzuka genau wissen und stellte Formel-1-Rennleiter Charlie Whiting eine entsprechende Frage. Damit entfachte Grosjean eine interessante Diskussion zum Thema Sicherheit.

So lief die Fragerunde ab:

Grosjean: "Ist es uns [Fahrern] nach der Zieldurchfahrt erlaubt, die Gurte zu lösen?"

Whiting: "Nein. Weitere Fragen?"

Grosjean: "Nun, ich glaube Lewis hat das schon oft gemacht."

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Whiting: "Es ist vernünftiger, die Gurte zu lockern, statt sie komplett zu lösen."

Grosjean: "Ich frage ja nur. Ich denke, es ist klasse für die Fans, aber ich wollte es eben erwähnt haben."

Whiting: "Bei den Geschwindigkeiten, mit denen Lewis unterwegs war, ist es in meinen Augen vernünftig, die Gurte zu lockern, sofern sie nicht gelöst werden."

So weit, so gut. Doch dann stiegen weitere Fahrer in das Gespräch ein. Und dann musste Hamilton auch Rede und Antwort stehen ...

Massa: "Es ist aber nicht erlaubt, die Gurte zu lockern. Das ist schon schwierig genug, du musst sie quasi lösen."

Whiting: "Mir wurde eine Frage gestellt. Ich sagte nein, die Gurte zu lösen ist nicht erlaubt. Wenn du sie aber nur lockerst, ist das kein großes Problem. Lewis, was machst du: Lockerst oder löst du die Gurte?"

Hamilton (lacht): "Ich löse die Gurte. Ich mache das aber nicht so oft. In Montreal habe ich es getan, auch bei ein paar anderen Rennen."

Whiting: "Romain, da hast du möglicherweise was losgetreten ..."

Grosjean: "Ich denke, es ist klasse für die Fans, wenn sie ein bisschen mehr vom Fahrer sehen. Ich wollte einfach eine Klarstellung erhalten."

Hamilton: "Warum braucht es da eine Klarstellung?"

Grosjean: "Weil du manchmal eine Strafe kriegst, wenn dein Lenkrad nicht wieder korrekt aufgesteckt ist. Das ist aber völlig sinnlos, wenn dein Auto keine Räder mehr hat. Daher hat es mich einfach interessiert."

Hamilton: "Interessant."

Whiting: "Wir können das klarstellen, sofern wirklich der Eindruck vorherrscht, dass es das wert ist ..."

Hamilton: "Wir fahren da ja so langsam, Kollege. Aber ich finde, Sebastian sollte sie dran lassen."

Vettel (lacht): "Lenkrad? Oder Gurte? Jetzt bin ich verwirrt."

Formel-1-Rennleitung Whiting spielte dann auf den Zwischenfall zwischen Sebastian Vettel und Lance Stroll in Malaysia an, nachdem Vettel das Lenkrad seines Ferrari SF70H nicht wieder aufsteckte, sondern mitnahm - ehe er zur "Taxifahrt" auf das Auto von Sauber-Pilot Pascal Wehrlein kletterte.

Whiting: "Das ist etwas, was immer wieder passiert, nicht wahr? Das braucht es nicht, aber es ist aufgetreten. Und es könnte etwas Ähnliches passieren."

Grosjean: "Ich will hier keinen Streit anzetteln oder so. Ich will einfach nur wissen, wie die Regeln aussehen. Das ist alles."

Whiting: "Nun, meine Meinung ist: Du solltest deine Gurte nicht lösen. Wir haben ja gesehen, was in der Auslaufrunde passieren kann. Da wärst du also schlecht beraten, deine Gurte zu lösen."

Hamilton: "Das habe ich ja nur gemacht, nachdem ich gewonnen hatte, um den Fans zu winken."

Whiting: "Ich verstehe, ja."

Hamilton: "Aber ich nehme da ja auch massiv an Tempo heraus."

Und damit war das Thema erledigt. Schnell abgehakt waren dagegen einige weitere Diskussionen in der Fahrerbesprechung von Suzuka, unter anderem: Vettel hätte nach seinem Crash mit Stroll nicht zu Wehrlein auf das Auto klettern, sondern auf das Medical-Car warten sollen. Vettel erklärte seine Zustimmung.

Außerdem wollte Hamilton wissen, ob Vettel nach dem Unfall sein Lenkrad hätte wieder aufstecken sollen. Die Rennleitung hatte von einer Bestrafung Vettels abgesehen, obwohl er in diesem Punkt einen Regelverstoß begangen hatte. Laut Whiting sei es "gesunder Menschenverstand" der Rennleitung gewesen, auf eine Sanktion zu verzichten, schließlich sei das Rennen zu Ende und das Lenkrad nicht erforderlich gewesen, um das Fahrzeug von der Strecke zu bugsieren.

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