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Belgien-Facts: Alles, was du wissen musst!

Alle Informationen zum Belgien-Grand-Prix: Premiere in Spa-Francorchamps für die weichsten Reifen - Grenzwerte für Reifendruck und -sturz sehr streng

Pirelli, Infografik
Alle Informationen zum Großen Preis von Belgien 2017!
© Pirelli

(Motorsport-Total.com) - Gut erholt werden die 20 Fahrer der Formel-1-Weltmeisterschaft in den Großen Preis von Belgien 2017 starten. Nach vier Wochen Pause ist die Formel 1 zurück und wird eine hektische Schlussphase mit neun Rennen binnen drei Monaten einläuten. Spa-Francorchamps ist nicht umsonst die Lieblingsstrecke vieler Fahrer. Der 7,004 Kilometer lange Kurs wird im Volksmund "Ardennen-Achterbahn" genannt und gilt als fahrerisch anspruchsvollste Strecke im Kalender. Den Streckenrekord auf der seit 2007 verwendeten Variante hält Jarno Trulli, der 2009 im Toyota eine Zeit von 1:44.503 Minuten in Q2 hinlegte.

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Mit dieser Artikelreihe, die 2017 jeden Donnerstag vor einem Grand Prix erscheint, wollen wir unsere Leser standardisiert über die wichtigsten Facts vor dem Rennwochenende informieren. Welche Reifen hat Pirelli für die Teams im Angebot? Was hat sich an der Strecke seit dem letzten Rennen verändert? Wer sind die von der FIA nominierten Rennkommissare? Und wo liegen die DRS-Zonen zum Überholen?

Darüber hinaus bieten wir in den sogenannten "FIA-Fast-Facts", eine diesem Artikel angefügte Fotostrecke, begleitende Informationen. Diesmal zum Beispiel, welches Jubiläum Lewis Hamilton bevorsteht und wie lange die Fans in Stoffel Vandoorne auf einen einheimischen Helden in der Formel 1 warten mussten.

Reifen

Beim Großen Preis von Belgien 2017 debütiert der P-Zero Purple (ultrasoft) in Spa-Francorchamps. Pirelli nominierte ihn gemeinsam mit dem P Zero Red (supersoft) und dem P Zero Yellow (soft). Die Kombination der drei weichsten Mischungen in der Formel 1-Range des Reifenherstellers kommt in dieser Saison auf ihren bislang sechsten Einsatz.

Allerdings gehört das Wetter zu den großen Einflussfaktoren in Spa, sodass eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, im Verlauf des Rennwochenendes den Cinturato Green Intermediate oder der Cinturato Blue Regenreifen auf der Strecke zu sehen. Der Track in Spa gehört zu den Favoriten fast aller Fahrer. Seine legendären Kurven wie die Eau Rouge und die Pouhon vermitteln ihnen das Gefühl einer Achterbahn-Fahrt und verlangen viel Mut.

Reifen-Key-Facts

Mit einer Rundenlänge von 7,004 Kilometern ist der Circuit in Belgien der längste der Saison.

Aufgrund seines speziellen geographischen Layouts kann es in einem Teil der Strecke regnen, während es in den anderen trocken bleibt.

Höhenunterschiede und Kompressionen verursachen Kräfte, die von allen Seiten auf die Reifen wirken.

Das Set-up der Autos ist ein Kompromiss, um in den Kurven genügend Abtrieb zu erhalten, aber nicht zu viel Luftwiderstand.

Hohe Geschwindigkeiten und ausladende Kurven leiten viel belastende Energie durch die Reifen.

Überholmanöver sind in Spa sehr gut möglich, was den Einsatz vieler unterschiedlicher Strategien ermöglicht.

Statt sich allein auf die weicheren Mischungen zu konzentrieren, haben die Teams alle drei nominierten Mischungen geordert.

Erforderlicher Mindestdruck der Reifen am Start: 23,5 psi (Vorderreifen), 21,5 psi (Hinterreifen).

Limit für den Reifensturz: -2,75 Grad (Vorderreifen), -1,50 Grad (Hinterreifen).

Mario Isola, Leiter Automobilsport von Pirelli

"Pirelli war im vergangenen Monat exklusiver Reifenlieferant des 24-Stundenrennens in Spa. Dabei trat alles zutage, was diesen Kurs so berühmt macht: die wechselhaften Witterungsbedingungen, unvorhergesehene Zweikämpfe und Rennverläufe sowie die hohe Belastung der Reifen. Nun bringen wir erstmals den ultrasoften Slick zu einem Formel 1-Rennen nach Spa, wobei wir davon ausgehen, dass die jüngste Generation der Autos die Reifen noch stärker belastet als zuvor. Zwei Stopps einzulegen, scheint die wahrscheinlichste Strategie zu sein. Doch nach der ersten Session des Freien Trainings werden wir mehr wissen."

"Das Ausarbeiten der optimalen Rennstrategie ist in Spa besonders schwierig, denn sie muss flexibel sein. Die hohe Wahrscheinlichkeit von Regenfällen, Safety-Car-Phasen oder einer roten Flagge, wie wir sie im vergangenen Jahr sahen, führt dazu, dass die Teams häufiger auf sich verändernde Umstände reagieren müssen, als einer vorgegebenen Strategie folgen zu können.?

Strecke & Sicherheit

In den Kurven 4, 9, 10, 11, 12, 13, 14 und 15 wurden zwei zusätzliche Reihen Reifenstapel aufgestellt.

Insgesamt wurden 2.000 Einlagen in diverse Reifenstapel rund um die Strecke verbaut.

Die Leitplanke auf der rechten Seite zwischen den Kurven 8 und 9 wurde durch eine Mauer ersetzt.

Der Randstein auf der Innenseite von Kurve 15 wurde verlängert, außerdem wurde ein zusätzlicher Gulli dort eingebaut.

DRS-Zonen

Es gibt beim Großen Preis von Belgien zwei DRS-Zonen. Die erste befindet sich auf dem Weg zu Les Combes. 310 Meter nach Kurve 4 (Raidillon) darf geklappt werden, der Detektionspunkt liegt 240 Meter vor der Eingangs-Links von Eau Rouge. Zweite zone ist die Start-Ziel-Gerade auf dem Weg in Richtung La Source. Der Aktivierungspunkt liegt 30 Meter hinter dem Ausgang der Bus-Stopp-Schikane (Kurve 19), der Detektionspunkt 160 Meter vor jener Schikane, also vor Kurve 18.

Boxengassen-Speedlimit

80 km/h für Freie Trainings, Qualifying und Rennen. Ohne Ausnahmen.

FIA-Rennkommissare

Hans-Gerd Ennser aus Deutschland ist seit 2006 permanenter Rennkommissar bei der DTM. Seit 2010 ist er auch Formel-1-Kommissar. Der gelernte Jurist war in seiner Laufbahn schon als Richter, Staatsanwalt und in der Rechtsabteilung eines Unternehmens aus der Automobilbranche tätig. Heute gehört er dem Präsidium des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB) an und ist zudem Verwaltungsrat des ADAC Südbayern.

Die Karriere des Mauretaniers Baham Lekhal erstreckt sich sowohl auf zwei als auch vier Räder. Der 37-Jährige ist in seiner Heimat dreimaliger Rallye- und Enduro-Meister. Im Jahre 2007 war er der erste Mauretanier, der an der Rallye Dakar teilnahm, drei Jahre später der erste seines Landes, der die FIA-Cross-Country-Meisterschaft und die Abu Dhabi Desert Challenge in Angriff nahm. Die vergangenen drei Jahre war er Steward in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC).

Mika Salo erlangte in Deutschland 1999 als Ersatzmann für Michael Schumacher bei Ferrari Berühmtheit. Zwischen 1994 und 2002 bestritt er mehr als 100 Formel-1-Rennen für Tyrrell, Arrows, BAR, Ferrari, Sauber und Toyota. Seit dem Ende seiner Formel-1-Karriere ist er vor allem im GT-Sport aktiv. Sowohl in Le Mans als auch in Sebring kann er GT2-Klassensiege vorweisen. Zudem ist er schon CART und V8-Supercar gefahren. In Sotschi nimmt er den Posten des Fahrerkommissars ein. Nicht zum ersten Mal.

Eine Runde mit Romain Grosjean

"Man startet in der langsamen Spitzkehre von La Source. Hier braucht es einen guten Ausgang, dann geht es voll durch Eau Rouge. Dann ist man bereits in Kurve 5 angelangt, der ersten Rechts-Links-Kombination. Normalerweise nehmen wir sie im vierten Gang. Kurve 7 macht richtig Spaß, eine schnelle Kurve, die bergab führt. Dann steht Kurve 8 mit einem schwierigen Bremspunkt auf dem Programm. Man muss am Ausgang rechts positioniert sein für Kurve 9. Dann geht es richtig bergab zur Doppellinks Kurve 10 und 11 - die schnellste Kurve der Strecke."

"Weiter zur zweiten Rechts-Links-Kurve, in die man deutlich mehr Tempo mit hinein nimmt als in die Kombination 5/6. Die folgende Doppelrechts ist sehr wichtig für die anstehende Gegengerade, die sehr lang ist. Danach fährt man durch die Bus-Stopp-Schikane. Dafür braucht es erst einmal eine dicke Bremsung. Dann tut sich eine schwierige, langsame Kurve auf. Am Ausgang ist es sehr schwierig, Traktion aufzubauen. Wenn man es richtig hinbekommt, wird man mit einer guten Rundenzeit belohnt."

Zeitplan und Teilnehmer der FIA-Pressekonferenzen

Donnerstag, 15:00 Uhr:
Esteban Ocon (Force India)
Stoffel Vandoorne (McLaren)
Max Verstappen (Red Bull)
- - -
Valtteri Bottas (Mercedes)
Felipe Massa (Williams)
Kimi Räikkönen (Ferrari)

Freitag, 16:00 Uhr:
Cyril Abiteboul (Renault)
Christian Horner (Red Bull)
Guenther Steiner (Haas)
- - -
Zak Brown (McLaren)
Yusuke Hasegawa (Honda)
Franz Tost (Toro Rosso)

Unmittelbar nach Qualifying und Rennen:
Die Top 3 des Qualifyings beziehungsweise Rennens.

Formel-1-Talk vor dem Grand Prix von Belgien

Auch in der zweiten Saisonhälfte gibt es vor und nach den Rennen natürlich weiterhin den Formel-1-Talk "Starting Grid". Vor dem Grand Prix auf dem legendären Kurs in Spa spricht Ruben Zimmermann mit den Moderatoren Kevin Scheuren und Ole Waschkau von meinsportradio.de unter anderem über die Besonderheiten der Traditionsstrecke, die Rolle der Reifen und die Frage, ob Kimi Räikkönen auf einer seiner Lieblingsstrecken jetzt endlich einmal an der Reihe ist, seinen ersten Saisonsieg zu holen. Die ganze Ausgabe jetzt in unserem Audioplayer nachhören oder den iTunes-Podcast abonnieren!

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