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Konstanz als Trumpf: Force India nennt Personal als Stärke

Warum Force India das beste und vor allem konstanteste Mittelfeldteam der Formel 1 ist - Für Silverstone ist ein umfassendes Update-Paket in der Pipeline

Sergio Perez, Esteban Ocon
Sergio Perez überholte in der Fahrer-WM den glücklosen Max Verstappen
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Die konstante Punkteserie von Force India setzte sich auch in Österreich fort. Sergio Perez und Esteban Ocon kamen mit einer Runde Rückstand auf den Plätzen sieben und acht ins Ziel. Das hatte vor allem für die Fahrer-WM Auswirkungen. Perez überholte den glücklosen Max Verstappen (Red Bull) und ist nun WM-Sechster. Ocon liegt als WM-Achter auch nur sechs Zähler hinter dem Niederländer. In der Konstrukteurswertung hat Force India einen komfortablen Vorsprung von 49 Zählern auf Williams.

Nach vorne hin ist der Rückstand zu Red Bull in den vergangenen vier Rennen angewachsen. "Es war unser Ziel zu sehen, wie nahe wir Red Bull kommen können", sagt Betriebsdirektor Otmar Szafnauer. "Was in Baku passiert ist, hat uns nicht geholfen. Red Bull hat dort gewonnen. Wir hätten dort viele Punkte holen können. Es ist aber noch mehr als die Hälfte der Saison zu fahren. Es wird nicht einfach, aber sie sind für uns nicht komplett außer Reichweite. Es ist gut, wenn man sich hohe Ziele setzt. Wenn man dann nicht ganz seine Leistung bringt, endet man immer noch mit einem guten Ergebnis."

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In Spielberg war Red Bull für Force India nicht in Reichweite. Daniel Ricciardo fuhr mit Mercedes und Ferrari mit und stand als Dritter auf dem Podest. Das pinke Force-India-Duo musste sich außerdem noch dem HaasF1 von Romain Grosjean geschlagen geben. Überraschend? "Wenn man ein gutes Auto hat, muss man auf der Strecke immer noch viel richtig machen, um die Performance herauszuholen", verweist Szafnauer auf die Höhen und Tiefen von HaasF1. "Vielleicht sind sie das B-Team von Ferrari und haben einige Ferrari-Technologie, womit es ein gutes Auto ist."

Konzentration liegt auf Performance-Arbeit an der Strecke

Tatsächlich testete HaasF1 in Spielberg eine neue Motorausbaustufe, die mehr Leistung im Qualifying freigeben kann. Ferrari wird damit erst in Silverstone ausrücken. "Aber es ist nicht Ferrari-Personal, das die Performance herausholen muss", nennt Szafnauer einen Knackpunkt. "Ich kann ihre Höhen und Tiefen verstehen. Sie haben bei einigen Rennen einen guten Speed gezeigt, bei anderen eher weniger. Wenn das Auto prinzipiell gut ist, dann werden sie lernen, wie man die Performance herausholt."

Force India versteht es perfekt, die Performance auf den Punkt zu bringen. Damit ist es auch das konstanteste Team im Mittelfeld. "Wir legen an der Strecke großen Wert darauf, die Performance herauszuholen", so der erfahrene Formel-1-Mann über das Geheimnis von Force India. "Über die Jahre haben wir das Rennteam verstärkt. Das zeigt sich auch in der Konstanz. Am Freitag waren wir von der fehlenden Performance überrascht. Man braucht genaue Daten und gute Leute, die diese Daten interpretieren können."

Die Ergebnisse in dieser Saison untermauern die richtige Herangehensweise von Force India. Dazu spielt dem Rennstall in die Karten, dass sich die Gegner ständig abwechseln und Teams wie HaasF1, Williams, Renault und Toro Rosso je nach Strecke Leistungsschwankungen haben. Williams brachte nach Spielberg einige Aerodynamik-Updates, die nicht ganz den erhofften Fortschritt brachten. Beim Heimrennen in Silverstone wird Force India nachziehen.

Großes Update kommt in Silverstone

Vor allem im vorderen Bereich des VJM10 wird es Änderungen geben. "Es kommen mehrere Dinge für Silverstone, inklusive einem neuen Frontflügel", bestätigt Technikdirektor Andrew Green. "Es ist eines unserer größten Updates, wenn nicht das größte in dieser Saison bisher." Rund um das Nachtrennen in Singapur ist noch ein weiteres Update geplant, das gerade im Windkanal getestet wird. Ein Problem über das die Fahrer immer wieder klagen, ist ein instabiles Heck. "Wir haben Fortschritte geschafft, aber wir arbeiten noch daran. Es ist für die Fahrer noch ein Problem", so Green diesbezüglich.

Noch arbeitet Force India am aktuellen Boliden, denn das Reglement bleibt für 2018 stabil. Das neue Auto wird in Grundzügen dem VJM10 entsprechen. "Was wir vom Konzept her lernen, wird für das nächste Jahr übernommen", sagt der Technikdirektor. "Deshalb bringen wir weiter Teile an die Strecke." Den kompletten Fokus auf das neue Auto will Force India erst legen, wenn das Punktepolster zu Platz fünf beruhigend groß ist. Hilfreich ist, dass in der Regel die Topteams die Spitzenplätze belegen und somit die Mittelfeldteams nur wenige Punkte pro Rennen sammeln können.

Viel Lob für Rookie Ocon

Die gute Arbeit des Teams zahlt sich erst aus, wenn man auch Fahrer hat, die es auf der Strecke umsetzen. Nach den Diskussionen von Montreal und Baku lief das Stallduell in Österreich wieder ruhiger ab. Dass Perez ein konstanter Punktesammler und Fahrer ist, der goldene Gelegenheiten nutzen kann, ist seit Jahren bekannt. Aber dass Rookie Ocon ebenfalls diese konstant guten Leistungen abliefern kann, kam für viele überraschend. Nun kommen im Sommer viele Strecken, die der Franzose aus den Nachwuchsserien bestens kennt.

"Er wird immer besser und besser", lobt Szafnauer seinen Rookie. "Er lernt nicht nur die Strecken, sondern auch das Team und unsere Arbeitsweise kennen. Es gibt nur ein Rennen, in dem er keine Punkte gesammelt hat. Das war in Monaco und war Pech", spricht er den zusätzlichen Boxenstopp wegen Reifenschadens an. "Er ist sehr konstant und das ist genau, was wir wollten. Im Mittelfeld brauchst du zwei Fahrer, die konstant Punkte sammeln können. Zu Saisonbeginn haben wir uns strategisch so aufgestellt."

Force India fühlt sich durch die Ergebnisse bestätigt, dass man statt auf Pascal Wehrlein auf Ocon gesetzt hat. "Sind wir überrascht? Vielleicht sind wir positiv überrascht, aber nicht komplett. Wir wählten ihn aus, weil wir glaubten, dass er die Fähigkeiten dazu hat", so Szafnauer. "Überraschend ist vielleicht, dass es ihm sofort gelungen ist. Er hat sich sehr gut ins Team integriert, aber von ihm wird noch mehr kommen." Für Silverstone am kommenden Wochenende gibt der Betriebsdirektor wieder ein Ergebnis in den Top 10 als Zielsetzung vor.

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