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Webber: Aufhören will gelernt sein

Die Karriere beenden, wenn die Altersweisheit nicht mehr reicht, um Defizite zu kompensieren: So plant der Red-Bull-Star seinen Abschied aus der Formel 1

Mark Webber
Webber ist sich darüber im Klaren, dass sein Leistungsvermögen nicht mehr wächst
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Mark Webber zählt mit seinen 36 Jahren gefühlt zu den Urgesteinen der Formel 1, sich selbst aber noch nicht zum alten Eisen. Dennoch macht sich der Australier Gedanken über ein mögliches Karriereende und glaubt, dass es sich um eine sensible Entscheidung handelt, den Helm an den Nagel zu hängen - oder eben nicht. "Das Timing ist sehr wichtig. Ich bin noch nicht an diesen Punkt gelangt, aber es wird sicher ein sehr, sehr schwieriger Moment, keine Frage", so Webber gegenüber dem 'GP International Magazine'.

Der Red-Bull-Pilot ist hin- und hergerissen, wenn es um den motorsportlichen Ruhestand geht und wägt sorgsam ab: "Du darfst den Stöpsel nicht zu früh ziehen, wenn du weißt, dass du dir noch etwas zu beweisen hast", überlegt Webber vor dem Hintergrund eines von chronischer Unruhe und Unzufriedenheit geprägten Daseins als Privatier sowie per se zum Scheitern verurteilten Comebackversuchen auf den Rennstrecken dieser Welt. Doch es gibt die Kehrseite der Medaille.

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Denn Webber weiß, dass Rennfahrer ihr Monument selbst ruinieren können: "Du darfst es aber auch nicht so lange auf die lange Bank schieben, dass du nicht mehr schnell genug bist oder Probleme mit Dingen hast, die sonst selbstverständlich waren", warnt er davor, zu beharrlich an der eigenen Karriere festzuhalten. Webber macht sich nichts vor, wenn es um sinkende Leistungsfähigkeit im Alter geht: "Die Sache ist: Die Weisheit bleibt, aber die Geistesschärfe geht vielleicht verloren."

Der neunfache Grand-Prix-Sieger rechnet mit dem Zeitpunkt, an dem die Erfahrung nicht mehr reicht, um sonstigen Abbau zu kompensieren. "Du hörst nie auf zu lernen. Der 22-jährige Mark Webber ist in Sachen Weisheit im Nirgendwo, aber heute spielt diese in meine gesamten Fähigkeiten hinein und lässt mich bessere Leistungen bringen", erklärt Webber. "Aber dann kommt eines Tages der Punkt, wo das nicht mehr genug ist, um dich an der Spitze zu halten. Dann musst du aufhören."

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