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Kein Verkauf von Lotus: Lopez hat Spaß

Lotus-Besitzer Gerard Lopez will sich trotz finanzieller Belastungen nicht von Lotus trennen: "Die Formel 1 ist eine tolle Plattform für mein Business"

Gerard Lopez
Gerard Lopez will nur wenige Anteile an seinem Lotus-Rennstall abgeben
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Lotus war in der vergangenen Formel-1-Saison eine der großen Überraschungen. Das frühere Renault-Werksteam, das sich derzeit im Besitz von Genii Capitals befindet, holte 303 WM-Punkte und belegte in der Endabrechnung Rang vier hinter den Topteams Red Bull, Ferrari und McLaren. Weil der E20 bei allen Stationen des Jahres 2012 konkurrenzfähig war, sahen die Silberpfeile aus Stuttgart kein Land gegen Lotus. Kimi Räikkönen bescherte dem Team mit Sitz in Enstone in Abu Dhabi einen Sieg.

Allerdings strahlte über Enstone trotz der sportlichen Erfolge nicht immer nur die Sonne. Es gab im Verlauf des Jahres finanzielle Engpässe - gerade wegen der guten Leistungen. So schraubte Ex-Weltmeister Räikkönen seine Einkünfte durch Punktprämien auf rund 17 Millionen Euro nach oben. Gleichzeitig stiegen die Einnahmen nicht in gleichem Maße an. Im Gegenteil: Lotus investierte viel Geld in die Entwicklung des Fahrzeuges bis zum Saisonende.

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Das Team hat mit knapp 550 Mitarbeitern das Niveau von Topteams, aber auf der Einnahmenseite keinen entsprechenden Hintergrund. Die Schulden von Lotus werden derzeit mit rund 80 Millionen Euro beziffert. Nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' droht im kommenden Jahr eine Deckungslücke im Etat von rund 30 Millionen Euro - trotz höherer Einnahmen. Man schloss einen Deal mit Coca-Cola (Energydrink "Burn") und hat wohl auch einen lukrativen Vertrag mit dem US-Riesen Honeywell in der Tasche. Dennoch reicht es nicht.

Die finanziellen Sorgen brachten die Macher von Lotus, die beiden Geschäftsmänner Eric Lux und Gerard Lopez, im Herbst 2012 zu der Erkenntnis, das Team verkaufen zu müssen. "Wir haben immer gesagt, dass Investoren jederzeit herzlich willkommen sind, wenn sie ein paar Anteile übernehmen möchten. Ich wollte das Team aber nie komplett verkaufen", kann sich Lopez an einen solchen Plan im Gespräch mit der 'Gazzetta dello Sport' plötzlich nicht mehr erinnern.

Die Realität sieht allerdings anders aus. Nach gesicherten Informationen von 'Motorsport-Total.com' war ein Verkauf des Teams Ende Oktober 2012 fast über die Bühne gegangen. Die Vertragsunterschriften kamen in den ersten Novembertagen nur deswegen nicht zustande, weil juristische Feinheiten an den Kontrakten bemängelt wurden. Man verständigte sich auf Nachbesserung. Was dann aber folgte, brachte den Deal zum Kippen: Sieg von Kimi Räikkönen in Abu Dhabi.

Lopez und Lux witterten eine erhebliche Wertsteigerung von Lotus, wollten mehrfach nachverhandeln. Letztlich verloren die interessierten Investoren die Lust. Der Deal scheiterte Anfang Dezember endgültig. Der Genii-Boss macht nun gute Miene zum verlorenen Spiel. "Die Formel 1 ist für uns eine hervorragende Plattform für die Entwicklung unseres Business", sagt er. "Bei unseren Sponsoren geht es nicht nur um eine Platzierung auf dem Auto, sondern es geht um weitere Geschäfte."

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