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Brawn über seine Anfänge: "LKW fahren gehörte dazu"

Ross Brawn spricht über seine ersten Gehversuche im Motorsport und schildert, wie er in einem Elf-Mann-Team bei Williams auch mal den Team-Truck fahren musste

Ross Brawn (Mercedes-Teamchef)
Ross Brawn fing als einfacher Metallarbeiter beim Williams-Team an
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Ross Brawn bekleidet heute beim Mercedes-Werksteam das Amt des Teamchefs in der Formel 1. Doch wie so viele Personen in der Königsklasse, musste sich auch der Brite erst einmal hocharbeiten. Die Weltmeister-Titel, die er zusammen mit Michael Schumacher bei Benetton und später bei Ferrari als Technischer Direktor sowie 2009 als Chef seines eigenen Rennstalls Brawn GP feierte, kamen nicht von ungefähr. Sie waren hart erarbeitet.

Schon früh kam der in der Arbeiterstadt Manchester geborene Brawn mit dem Motorsport in Kontakt: "Mein Vater war schon in den Motorsport involviert, also stand ich diesem Sport schon immer sehr nahe", so der 57-Jährige gegenüber 'sportingmemories.org'. "Er fuhr auch selber einige Rennen, doch arbeitete vor allem für einen Reifenausstatter der Formel 1 und anderen Motorsportarten. Also war ich es gewohnt, mit ihm zu Rennen zu reisen."

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Seine damaligen Helden der späten 60er, frühen 70er Jahre waren vor allem Jim Clark, Jochen Rindt und Jackie Stewart. Seine eigenen Erfahrungen in der Formel 1 sammelte der leidenschaftliche Rosenzüchter beim Williams-Team, auf das er durch eine Annonce in der Zeitung aufmerksam wurde: "Ich war Anfang zwanzig, lebte mit meinen Eltern in Reading und las in der Zeitung, dass Williams einen Metallarbeiter suchte", so Brawn, der zuvor bei der United Kingdom Atomic Energy Authority in Harwell Messtechnik studiert hatte.

Vorstellungsgespräch bei Patrick Head

Sein Vorstellungsgespräch habe er beim Technischen Direktor Patrick Head gehabt, der das Williams-Team, welches sich noch in den Anfängen befand und später zu einem der erfolgreichsten Rennställe der Formel-1-Geschichte werden sollte, zusammen mit Teamchef Frank Williams aufbaute. Brawn: "Ich hatte Glück, sie stellten mich ein, obwohl ich nicht erste Wahl war, denn sie hatten die Stelle jemand anderem zugesagt, der dann aber ablehnte. Ich nutzte also meine Chance. Das war mein erster Kontakt zu Patrick."

"Wenn ein Team so klein ist, muss man alle möglichen Aufgaben erledigen."
Ross Brawn

Anschließend ging es mit Williams steil bergauf: 1979 holte das Team den ersten Sieg durch Clay Regazzoni, 1980 und 1982 sogar mit Alan Jones und Keke Rosberg den Titel. Das Team wurde immer professioneller, was zu Brawns Anfangszeit bei Williams nicht unbedingt der Fall war: "Als ich ins Team kam", so Brawn, "waren wir nur elf Leute. Wenn ein Team so klein ist, muss man alle möglichen Aufgaben erledigen: Ich entwickelte Teile fürs Auto, war Mechaniker an der Strecke und fuhr auch mal den LKW. Man musste halt die Dinge erledigen, die anfielen."

Als das Team expandierte, änderte sich der Aufgabenbereich für Brawn jedoch zusehends: Seine Verantwortung beschränkte sich fortan vor allem auf die Forschung und Entwicklung der Aerodynamik der Rennboliden. Brawn ließ dafür einen teameigenen Windkanal errichten. "Als ich Williams dann verließ war ich Chef-Aerodynamiker, auch wenn ich formell gesehen gar keine Qualifikationen vorweisen konnte", erklärt Brawn. "Doch so war es damals halt. Heute ist das ganz anders, da stellt man im Bereich der Aerodynamik hochqualifiziertes Personal, Professoren und Doktoren ein."

Frühe Zusammenarbeit mit Adrian Newey

Seine nächste Station war eine neugegründete Aerodynamik-Firma namens Force, wo Ross Brawn unter anderem mit einem gewissen Adrian Newey zusammenarbeitete, der später Weltmeister-Autos für Williams, McLaren und Red Bull entwickelte. Anschließend wechselte Brawn zum Arrows-Team um drei Jahre später einen Ausflug zu Jaguar in die Sportwagen-Weltmeisterschaft zu machen und 1991 die berühmten Jaguar-XJR-Boliden zu bauen, die den Titel einfahren konnten.

Seine Rückkehr in die Formel 1 erfolgte noch im selben Jahr bei Benetton, wo er mit Schumacher 1994 und 1995 seine ersten beiden WM-Titel erzielen konnte und auch aufgrund einiger taktischer Meisterleistungen während seiner Zeit bei Ferrari den Spitznamen "Superhirn" erlangte.

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