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Silverstone: Alonso schwimmt zur Pole-Position

Im zweieinhalb Stunden langen Regen-Qualifying setzt sich Fernando Alonso vor Webber, Schumacher und Vettel durch - Jenson Button schwer geschlagen

Michael Schumacher, Fernando Alonso, Mark Webber
Michael Schumacher, Polesetter Fernando Alonso und Mark Webber
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Fernando Alonso ist derzeit nicht zu bremsen: Nach seinem emotionalen Heimsieg in Valencia sicherte sich der Ferrari-Pilot heute in Silverstone auch die Pole-Position für den Grand Prix von Großbritannien. Im dramatischen Top-10-Finale hatte Alonso die Tausendstelsekunden auf seiner Seite - zum insgesamt 21. Mal in seiner Karriere und zum ersten Mal auf Ferrari seit Singapur 2010.

Das stand jedoch erst nach zweieinhalb Stunden fest, denn 6:19 Minuten vor Ende von Q2 musste wegen strömenden Regens unterbrochen werden. Die Streckenposten taten aber ihr Bestes, um mit Besen und Schaufeln das stehende Wasser vom Asphalt zu kehren, und so konnte das Qualifying doch noch zu Ende gebracht werden. Am Ende ging es darum, mit den richtigen Reifen (Intermediates) einen Rhythmus zu finden und ganz zum Schluss eine möglichst gute Runde hinzubekommen.

Erste Ferrari-Pole seit zwei Jahren

Das schaffte Alonso in 1:51.746 Minuten, womit er Mark Webber (Red Bull) um 47 Tausendstelsekunden von der Spitze verdrängte. "Ich freue mich sehr über diese Pole-Position mit Ferrari. Es ist fast zwei Jahre her. Das ist eine lange Zeit", strahlt der Spanier - umso mehr, weil es zum Zeitpunkt der Unterbrechung noch ganz anders ausgesehen hatte: "Als die roten Flaggen gezeigt wurden, lagen Felipe und ich auf den Positionen 15 und 16. Es war nicht einfach, Q2 zu meistern."

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Findet auch Webber: "Es war eine unheimlich enge Session. Du kriegst eigentlich gar nicht mit, wie es aussieht, denn du schaust nur auf dich selbst. Es war schwierig. Da hängt vieles vom Fahrer ab", schildert der Australier. "Die Jungs leisteten klasse Arbeit. Wir kämpften mit Fernando um die Pole-Position und brachten auch eine sehr gute Runde zustande. Mit unserer Strategie im Qualifying war ich zufrieden. Und das Rennen ist erst am Sonntag!"

Teamkollege Sebastian Vettel erzielte im Finish zwar Bestzeit in Sektor zwei, dennoch reichte es nicht für die Top 3. "Ich hatte einen Quersteher hie und da", gesteht der Deutsche, im teaminternen Qualifying-Stallduell nun mit 4:5 im Rückstand. "Aber andererseits: Wenn man's nicht versucht, kann man's nicht wissen." Morgen steht er seitlich neben Michael Schumacher (3.), auf den Vettel heute eine halbe Sekunde fehlte.

Schumacher träumte von der Pole

Der Mercedes-Superstar rechnet sich für Silverstone gute Chancen aus: "In Q2 hat es nicht so gut für uns ausgesehen, aber wir konnten trotzdem Q3 erobern. Da hatten wir Aussichten, sogar ganz nach vorne zu fahren", glaubt er. "Wir sind im Regen recht konkurrenzfähig, auf Intermediate wie auch auf Full-Wet. Ich würde mich über Regen freuen." Und das, obwohl er zu Beginn teilweise ohne Nebelvisier unterwegs war. Aber: "Durch die Unterbrechung fanden wir wieder einen guten Rhythmus."

Das war auch notwendig, denn in Q2 leistete sich Schumacher gleich drei Ausritte - einen davon ins Kiesbett, mit Riesenglück, dass das Auto heil blieb. Zwischendurch stand heute Nachmittag sogar Felipe Massa (Ferrari) auf provisorischer Pole-Position, am Ende holte der Brasilianer aber nur den fünften Rang, unmittelbar vor Kimi Räikkönen (Lotus), der im Regen abgesehen von KERS-Problemen nicht groß auffiel, aber auch nichts groß falsch machte.

Hülkenberg nicht ganz zufrieden

Pastor Maldonado (Williams) und Lewis Hamilton (McLaren), dem bei seinen Silverstone-Lieblingsverhältnissen überraschend 1,797 Sekunden Rückstand eingeschenkt wurden, landeten auf den Positionen sieben und acht, unmittelbar vor Nico Hülkenberg. "Ich hatte mir nach Q2 mehr erhofft, aber zum Schluss auf Intermediates lief das Auto nicht ganz so gut wie auf den Full-Wets", seufzt der Force-India-Pilot, mit einer Plus-Fünf-Strafe vorbelastet.

Romain Grosjean (Lotus), noch glücklich, als er in Q1 von einem Sauber und seinem Teamkollegen in die Zange genommen wurde, konnte an Q3 nicht mehr teilnehmen, weil er sich in Q2 ins Kiesbett verabschiedet hatte. Paul di Resta (Force India) scheiterte als Elfter knapp am Q3-Cut - und wunderte sich am Boxenfunk, dass sich am Ende noch so viele Fahrer verbessern konnten: "Waren da nicht eigentlich gelbe Flaggen?"

Vettel hatte als Zehnter in Q2 Glück, was den Aufstieg anging - ganz im Gegensatz zu Jenson Button, der sich mit dem McLaren erfolglos abrackerte und somit von seinem ersten Silverstone-Podium wieder meilenweit entfernt ist. "Mit Ausnahme von Q1 war heute alles wunderbar", nimmt der "Local Hero" seinen 18. Platz im Qualifying mit Galgenhumor. "Ich bin das fast schon gewohnt, aber langsam reicht es."

Regenspezialist Button hadert mit Silverstone

"Ich bin am Ende rausgefahren und war 1,8 Sekunden langsamer als in meiner vorherigen Runde. Im letzten Sektor gab es eine gelbe Flagge. Das war's dann", seufzt Button. "Durch die gelbe Flagge konntest du im letzten Sektor nicht mehr schneller fahren, aber es hat während der Session auch immer stärker geregnet. So ist es nun einmal. Normalerweise komme ich im Regen gut zurecht, aber heute war das offensichtlich nicht der Fall."

Nico Rosberg (Mercedes) belegte Platz 13, rückt aber durch diverse Strafen noch auf. Als Pechvogel darf sich Sergio Perez fühlen: Zum Zeitpunkt des Abbruchs in Führung, wurde er in den letzten sechs Q2-Minuten noch auf den 17. und letzten Platz verdrängt. Dabei hätte die Session nie unterbrochen werden müssen, findet Experte Gary Anderson: "Die Bedingungen wurden schlechter, doch wir haben eine Session, die 15 Minuten dauert. Es geht darum, innerhalb dieser Zeit die besten Entscheidungen zu treffen."

"Ferrari traf eine falsche Entscheidung bei den Reifen. Sie sollten den Preis dafür bezahlen. Für die Piloten, die sich ursprünglich richtig entschieden hatten, war das eine Zeitverschwendung", zeigt er Verständnis für Perez. "Sie fuhren in die Rotphase, obwohl sie die richtige Entscheidung getroffen hatten. Sie wurden davon beeinträchtigt und das ist nicht richtig. Die Boxengasse ist immer offen. Wenn du nicht fahren willst, dann komm herein! Die Rotphase brauchte es nicht."

Glock witterte eine Überraschung

Timo Glock (21.) war zu dem Zeitpunkt ohnehin schon geduscht. Für ihn endete der Arbeitstag mit einem Dreher in der letzten Kurve am Ende von Q1. Die gelben Flaggen waren für Button tödlich, aber der Marussia-Pilot denkt mehr an sich selbst, wenn er sagt: "Heute hätten wir für eine kleine Überraschung sorgen und in Q2 kommen können. Die Runde war sehr, sehr gut. Ich habe gar nicht glauben können, dass ich vier Sekunden schneller war als zuvor." Aber dann setzte der Regen ein...

Sein Teamkollege Charles Pic bekommt wegen Getriebewechsels eine Plus-Fünf-Strafe aufgebrummt, hätte heute aus eigener Kraft die 107-Prozent-Regel nicht geschafft. Aber gerade in Silverstone kommt es nur auf das Rennen an: "Angesichts dieser Bedingungen bedeutet diese Qualifikation fast gar nichts", weiß Polesetter Alonso. "Das Rennen könnte schon nach ein paar Runden sehr turbulent werden. Für die Sicht ist es aber immer gut, vorne zu starten. Ich bin daher sehr zufrieden."

Der Wetterbericht für morgen ist übrigens noch schlechter als für heute. "Den Freischwimmer haben wir alle, aber irgendwann geht's nicht mehr", lächelt Vettel und ergänzt: "Es ist eine Lotterie bei diesen Bedingungen." Und auch sein Teamchef Christian Horner nimmt das typische Inselwetter in Silverstone mit Humor: "Ich glaube nicht, dass wir Sonnencreme brauchen werden", grinst er, fügt aber an: "In Silverstone weiß man nie..."

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