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Meet & Beat Timo Glock: Game over

Timo Glock muss sich beim hochkarätigen Live-Finale der Online-Challenge am Hockenheimring mit Platz 13 zufriedengeben - Marc Gassner holt Gesamtsieg

Timo Glock
Glock gab auch im Simulator alles - für eine Top-10-Platzierung reichte es nicht
© Hockenheimring

(Motorsport-Total.com) - Mehr als sechs Wochen hatten Online-Gamer Zeit, ihre Rennfahrerqualitäten am PC zu beweisen und sich für das große Finale der Racing-Challenge "Meet & Beat Timo Glock" zu qualifizieren. Über 800 Spieler stellten sich der Herausforderung auf dem virtuellen Hockenheimring und nahmen an dem von der Hockenheim-Ring GmbH und ihren Partnern RaceRoom, Motorsport-Total.com und Deutsche Post Speed Academy ins Leben gerufenen Wettbewerb teil.

Am 12. Juni war es dann endlich soweit: Rund 40 Racer - die Zeitbesten sowie einige Lucky Loser - hatten beim Final-Event im Baden-Württemberg Center des Hockenheimrings nicht nur die Gelegenheit, Timo Glock zu treffen, sondern sich auch im Rennsimulator live mit ihm zu messen. Wie schon in der letzten Qualifikationsrunde wurde RaceRoom The Game 2 - Hockenheimring Edition, Formula RR1 gespielt. 24 bereitgestellte Simulatoren sorgten für "Realbedingungen".

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Nach dem Freien Training ging es ab 14:00 Uhr mit den beiden Halbfinals los. Dabei sicherte sich Glock, der direkt aus dem Flugzeug von Montreal kam, wo er am vergangenen Sonntag noch den Großen Preis von Kanada bestritten hatte, die drittbeste Zeit. Dass der Formel-1-Pilot ein schneller Online-Racer ist, bewies er bereits in den Qualifikationsrunden, in denen er eine großartige Performance ablieferte und sich stets im vorderen Teil des Rankings wiederfand. Entsprechend groß war die Motivation, Timo zu schlagen. Im Finale über 20 Runden Grand Prix-Kurs reichte es für den Marussia-Fahrer trotz Jetlag mit einer Gesamtzeit von 25:10.701 Minuten (seine schnellste Runde: 1:13.695) für den 13. Platz.

Die Gamer-Konkurrenz war knallhart und hochprofessionell. Das mussten auch Mario Farnbacher, Lucas Wolf, Marvin Kirchhöfer, Pascal Wehrlein, Jason Kremer, Sven Müller und Jonas Giesler - die sieben Kandidaten der Deutsche Post Speed Academy - feststellen, die vollständig angetreten waren, um das Starterfeld außer Konkurrenz aufzumischen. Von den Jungtalenten konnte sich einzig Wehrlein, Pilot der Formel-3-Euroserie, für das Finale qualifizieren. Am Ende gelang es ihm, mit einer Zeit von 25:01.229 Minuten den 10. Rang herausfahren.

Doch gegen die Top-Fahrer der Gaming-Community hatten die Motorsportprofis keine Chance. So konnte sich der Kempner Marc Gassner mit einer fabelhaften Zeit von 24:34.979 Minuten über den Challenge-Gesamtsieg freuen. Tim Heinemann aus Wegberg (24:48.397) belegte vor David Romero (24:49.127) aus Osnabrück den zweiten Platz. Auf die Finalteilnehmer warteten neben einem erlebnisreichen Tag inklusive Rahmenprogramm für sie und ihre Begleitung neben und auf der Strecke, hochwertige Siegesprämien. So gewann der Erstplatzierte ein exklusives VIP-Wochenende mit Renntaxifahrt und Boxenbesuch für zwei Personen beim diesjährigen Großen Preis von Deutschland in Hockenheim.

Viele der Finalisten hatten eine weite Anreise in Kauf genommen. Doch der Aufwand hatte sich nicht nur wegen des Wettbewerbs gelohnt: In entspannter Atmosphäre konnten sie mit Glock auf Tuchfühlung gehen. Der Marussia-Pilot erfüllte Autogrammwünsche, stand im Interview und in Fragerunden Rede und Antwort zu seiner Karriere, seinen Anfängen als Absolvent der Deutschen Post Speed Academy sowie zur aktuellen Formel-1-Saison und fachsimpelte mit seinen Mitstreitern, von denen sich die meisten als echte Kenner der Motorsportszene erwiesen. Den einen oder anderen Tipp zum Online-Racing hatten diese für den 30-Jährigen auch parat.

"Es war sehr anstrengend, ich habe zwei T-Shirts nassgeschwitzt. Es hat viel Spaß gemacht und ich habe meine Lektion gelernt", kommentiert Glock seinen Tag im Rennsimulator. Nach den extra "Trainingsrunden" auf dem Hockenheimring ist er fit für den deutschen Grand Prix Ende Juli. "Ich freue mich auf das Rennen in Hockenheim. Es ist mein Heimrennen, bei dem auch die Familie und Freunde hier sind. Ich bin ja nur eine Stunde vom Hockenheimring aufgewachsen und schon viele Rennen hier gefahren und habe auch schon viele gewonnen, deswegen freue ich mich, bei der Formel 1 hier zu sein."

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