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Boullier lobt Räikkönen: "Eine perfekte Leistung"

Der "Iceman" und China-Debütant Grosjean stellen den Chef in der Qualifikation zufrieden - Funkstille zwischen Lotus und Kubica

Romain Grosjean, Eric Boullier
Ein Chef zum Verlieben: Auch Grosjean (links) holte sich ein Boullier-Lob ab
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Kimi Räikkönen gilt als Fahrer, der alles andere als pflegeleicht ist: In China reiste er einen Tag zu spät an, mit dem Lotus-Simulator will er nicht arbeiten. Aber dafür ist der "Iceman" verdammt schnell. Sein neuer Boss Eric Boullier weiß diese Qualität zu schätzen und verteilt nach dem Qualifying zum Großen Preis von China am Samstagnachmittag ein Sonderlob an den Finnen, der sich auf Rang fünf klassierte. "Kimi hat einen brillanten Job gemacht. Da gibt es nichts zu meckern", sagt der Lotus-Teamchef. "Der Speed war immer da. Kimi hat sich in Sachen Konstanz verbessert."

Das Auto habe die nötige Performance vermissen lassen, um ganz vorne mithalten zu können, räumt Boullier ein, zeichnet nach dem durchwachsenen Freitag mit den Positionen 13 und 15 aber ein positives Bild der Situation. "Das war das Wichtigste. Kimi nähert sich der idealen Runde." Die Leistung des Romain Grosjean, der sich bei seinem ersten Renneinsatz in Schanghai als Zehnter qualifizierte, streicht der Lotus-Chef ebenfalls heraus. "Er hatte etwas mehr Probleme mit der Balance des Autos und hätte mehr Zeit benötigt, um sich darauf einzustellen."

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Grosjean selbst ist mit seiner schnellen Runde in Q3 nicht zufrieden, bezeichnet das Resultat als "sehr schlecht". Ursächlich für die mangelnde Performance war der Umgang des amtierenden GP2-Champions mit den Pneus: "Ich habe die Hinterreifen überfahren, sie aber nicht beschädigt. Sie sollten für das Rennen also in gutem Zustand sein." Dennoch hadert Grosjean mit seiner Leistung: "Vielleicht habe ich etwas mehr von der Strecke erwartet und über das Limit Druck gemacht. Der Plan für das Rennen ist es, ins Ziel zu kommen - aber das nimmt sich doch fast jeder vor."

Offenbar wurde bei Lotus im Laufe des Wochenendes, zu dem das Team ein neues Flügelpaket angeliefert hat, fleißig umgebaut, sodass in der Qualifikation nur eine Komponente der Konfiguration der übrigen Sessions entsprach. "Nur den Heckflügel haben wir so gelassen, wie er war", sagt Boullier.

Zwischen Robert Kubica und dem Verantwortlichen am Lotus-Kommandostand herrscht derweil weiter Funkstille: Kein Telefonat, keine SMS, keine E-Mail. "Einfach nichts", sagt Boullier, der nur von gelegentliche Konversationen mit Kubica-Manager Daniele Morelli berichtet. "Er ruft gelegentlich an, wenn er etwas braucht." Die Personalie endgültig abschreiben will Boullier dennoch nicht.

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