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Williams-Renault FW34: Zurück in die Zukunft

Williams hat den neuen FW34 in Jerez präsentiert: Mit Renault-Power und einer neuen Teamstruktur will der Traditionsrennstall an erfolgreichere Zeiten anknüpfen

Bruno Senna, Pastor Maldonado
Pastor Maldonado und Bruno Senna haben den neuen Williams FW34 gezeigt
© Williams

(Motorsport-Total.com) - Für Williams kann es im Jahr 2012 nur einen Weg geben: Der Weg zurück an die Spitze. Nachdem das britische Traditionsteam in der alten Saison mit lediglich fünf WM-Punkten und Endrang neun das schlechteste Ergebnis der Teamgeschichte hinnehmen musste, soll es mit dem neuen Williams-Renault FW34 wieder besser laufen. Auf Fahrerseite wird Pastor Maldonado in seine zweite Saison gehen. Das zweite Cockpit konnte sich Bruno Senna sichern. Auch er wird nach 2010 (damals HRT) und einigen Auftritten im Vorjahr im Renault seine zweite komplette Saison in Angriff nehmen.

Senna und Maldonado rollten Dienstagfrüh den neuen Boliden in Jerez kurz in die Boxengasse und begannen kurz darauf mit der Testarbeit. "Es ist sehr aufregend mit Williams in Jerez zu sein", sagt Senna, dessen Onkel Ayrton im Jahr 1994 am Steuer eines Williams-Renault tödlich verunglückt war. "Seit ich in der Formel 1 bin, ist das mein erster Wintertest überhaupt", vergleicht der Brasilianer mit den vorangegangenen Jahren. "Ich bin sehr motiviert und freue mich darauf, mit allen im Team hart zu arbeiten. Ich hoffe, es wird ein erfolgreicher Testmonat."

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Teamkollege Maldonado kennt die Abläufe im Team bereits aus dem Vorjahr. "Ich habe Vertrauen in den FW34 und den Renault-Motor. Deshalb habe ich große Hoffnungen für die bevorstehenden Rennen. Da ich jetzt ein Jahr Erfahrung habe, kann ich viel mehr beitragen", so der Venezolaner. Es gibt viele neue Komponenten im Team. Deshalb müssen wir konzentriert und gut zusammenarbeiten." Test- und Ersatzfahrer ist Valtteri Bottas.

Der FW34 folgt dem Trend der anderen Rennställe und verfügt über die Abstufung zwischen Chassis und der tieferen Nase. Optisch ist das Auto in der dunkelblau-weißen Lackierung gehalten. Einzig der rote Schriftzug von Maldonado-Sponsor PDVSA sticht heraus. Die Streifen am hinteren Ende der Seitenkästen, die im Vorjahr an die glorreichen Zeiten der Neunzigerjahre erinnern sollten, sind wieder verschwunden.

Zum Heck hin ist der Bolide sehr schlank gebaut. Man setzt weiter auf das kleine Getriebegehäuse, mit dem man sich im Vorjahr eine Revolution erhofft hatte. Die Aufhängung ist wieder direkt am Getriebegehäuse montiert. Das sorgt für ein schlankes und aufgeräumtes Heck. Da die vom Auspuff angeströmten Diffusoren der Vergangenheit angehören, könnte die Williams-Lösung diesmal die erhofften Vorteile bringen.

Weltmeistermotor von Renault

Technisch hat sich Williams neu aufgestellt. Die größte Veränderung ist der Motorenpartner. Statt einem Cosworth-Triebwerk wird ein Renault-Motor im Heck des FW34 arbeiten. Neben dem Weltmeisterteam Red Bull, Lotus und Caterham ist Williams das vierte Team, das die Franzosen 2012 ausrüsten. Die Partnerschaft zwischen Williams und Renault gab es bereits in der Vergangenheit. Zwischen 1989 und 1997 war Williams das offizielle Werksteam. Es war mit fünf WM-Titeln und 63 Siegen auch die erfolgreichste Zeit des Rennstalls.

"In der Fabrik wurde über den Winter fleißig gearbeitet, damit das Auto die Design-, die Bau- und die Ziele auf den Prüfständen erreicht", sagt Mark Gillan, der für den operativen Bereich an der Rennstrecke zuständig ist. "Das Auto ist zum Start der Testfahrten auf einem hohen Standard vorbereitet." Die beiden Piloten rollten den Wagen Dienstagfrüh lediglich kurz aus der Garage, es wurden einige Fotos gemacht und um 9:00 Uhr wurde mit der Testarbeit begonnen.

"Wir haben eng mit unseren Partnern, inklusive Renault-Sport, zusammengearbeitet, damit wir die Ziele erreichen. Bis Australien werden wir mit unserer aufregenden neuen Fahrerpaarung zusammenarbeiten und sichergehen, dass wir das Potenzial des FW34 ausloten. Es ist zwingend notwendig, dass wir konstant unsere Performance verbessern und Resultate über die gesamte Saison abliefern."

Personell neu aufgestellt

In der Teamstruktur hat sich in den vergangenen Monaten einiges getan. Urgestein Patrick Head hat sich komplett aus dem operativen Geschäft zurückgezogen und wird sich künftig um den Hybrid-Zweig des Teams kümmern, mit dem man sich ein weiteres Standbein aufbaut. Technikdirektor Sam Michael ist zu Konkurrent McLaren gewechselt.

Dadurch hat sich Williams im vergangenen Jahr personell neu aufgestellt. Neuer Technikdirektor ist Mike Coughlin und für die Aerodynamik ist Jason Sommerville zuständig. Die Operationen an der Rennstrecke überwacht Gillan. Es wird sich zeigen, ob die neue technische Mannschaft das Team zu alter Stärke führen kann.

"Man könnte sagen, dass das Williams-Team heute einen frischen Start hinlegt", sagt Teamchef Frank Williams. "Wir haben ein neues Auto, eine neue Fahrerpaarung und einen neuen Motor sowie neue Personen im Management. Wir haben in den vergangenen Monaten auch einige neue Partner gewonnen. Das Team hatte einen guten Winter in der Fabrik. Wir sind bereit für den Kampf."

Bereits wenige Minuten nach der kurzen Präsentation begann die Testarbeit. "Wir haben eine lange Liste von System-Checks, wenn das Auto im Fahrbetrieb ist, um die Kühlung zu verstehen", sagt Gillan unseren Kollegen von 'Autosport'. Ein neuer Motorenpartner sorgte im Heck naturgemäß für viele Änderungen. "Wir müssen sichergehen, dass wir bei der Kühlung in dem Bereich sind, den wir erwarten und die Übereinstimmung mit dem Windkanal passt. Außerdem müssen wir normale Dinge wie das Motormapping verstehen und sehen, wie Renault arbeitet."

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