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Pirelli: Neue Mischungen beim Jerez-Test

06. Februar 2012 - 09:30 Uhr

Die Formel-1-Teams werden in Jerez mit der neuen Reifengeneration von Pirelli ausrücken - Überraschungen werden von den Mischungen nicht erwartet

Pirelli-Reifen
Den Teams stehen in Jerez neue Reifenmischungen zur Verfügung
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Mit Spannung werden die ersten Runden der neuen Formel-1-Boliden erwartet. Von Dienstag bis Freitag wird in Jerez getestet, doch nicht nur die Boliden, sondern auch die Reifen stehen im Mittelpunkt. Pirelli bringt komplett neue Mischungen nach Jerez. Experimental-Reifen wurden im Vorjahr zwar schon ab und zu im Rahmen des Freitagstrainings einiger Grands Prix, sowie beim Young-Driver-Test in Abu Dhabi, ausprobiert, aber nun steht die erste Feuertaufe der Pneus auf dem Programm.

Jedes Auto wird 25 Sätze der Mischungen soft, medium und hart zur Verfügung haben. Pro Wagen darf jedes Team in einer Saison maximal 100 Reifensätze für Testfahrten verwenden. Die Rennställe dürfen sich die Mischungen aussuchen. Niemand hat für Jerez jedoch die Mischung supersoft nominiert. Es ist die einzige Mischung, die sich seit dem Vorjahr nicht verändert hat. Die restlichen drei sind neu. Abgesehen von einer überarbeiteten Mischung ist auch die Konstruktion anders. Die Hinterreifen sind eckiger, um mehr Auflagefläche und damit mehr Grip zu bieten.

Pirelli versucht damit auf Reifenseite den verlorenen Abtrieb etwas zurückzugewinnen, der durch das Verbot der auspuff-angeströmten Diffusoren verlorengegangen ist. Eine größere Auflagefläche sorgt auch für mehr Traktion aus den Kurven heraus. Die neuen Reifen sollen auch ein breiteres Nutzungsfenster haben, sowie eine Lebensdauer von etwa 100 Kilometern. Die Teams werden an den vier Tagen versuchen, ihre neuen Autos und die Reifen aufeinander abzustimmen. Die Temperatur könnte eine Rolle spielen, denn die Vorhersage lautet ungefähr zwölf Grad Lufttemperatur.

"Nach einer erfolgreichen Saison 2011 sind wir entschlossen, dabei mitzuhelfen, für ein noch besseres Spektakel zu sorgen", sagt Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery. "Deshalb wurde das Reifensortiment überarbeitet. Zu diesem frühen Zeitpunkt wird es für die Teams darum gehen, das Verhalten der Reifen zu lernen. Es wird interessant zu sehen, wie sie an diesen Prozess herangehen. Im Vorjahr dauerte es nicht lange, bis sie die Charakteristiken verstanden."

"Wir sind uns sicher, dass es in diesem Jahr wieder der Fall sein wird, weil es kein Überraschungsmoment gibt. Zu einem gewissen Grad wissen die Teams, was sie von unseren Produkten erwarten können. Das rasche Entwicklungstempo macht die Formel 1 zu einem ultimativen Entwicklungsumfeld. Das hilft Pirelli, sich im Technologiesektor zu behaupten."

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