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Whitmarsh: "Bin ein großer Fan von Kimi"

McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh spricht über Kimi Räikkönen, die Arbeit innerhalb der FOTA und die Trennung von Langzeitpartner Mercedes

Martin Whitmarsh
Martin Whitmarsh verliert nach wie vor kein böses Wort über Mercedes
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Kaum hat Mercedes die 40 Prozent an McLaren zurückgelegt, entwickelt sich zwischen den beiden Teams ein Prestigeduell: Mercedes versucht sich als deutsches Silberpfeil-Nationalteam mit Superstar Michael Schumacher, McLaren hält dem die beiden britischen Champions Jenson Button und Lewis Hamilton entgegen. Dennoch arbeiten die beiden Unternehmen weiterhin zusammen. Darüber und über vieles mehr spricht McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh im Interview mit 'Motorsport-Total.com'.

Frage: "Martin, das letzte Mal, als ihr keinen finnischen Fahrer hattet, gab es 2007 Streit zwischen Fernando Alonso und Lewis Hamilton..."
Martin Whitmarsh: "Und du glaubst, das liegt an der Friedfertigkeit und am Humor der Finnen, dass es sonst immer relaxt war (lacht; Anm. d. Red.)? Im Ernst, ich möchte das noch einmal klarstellen: Wir haben immer versucht, die besten Fahrer zu bekommen, unabhängig von ihrer Nationalität. Die Tatsache, dass beide Fahrer Briten sind, spielte bei der Entscheidung keine Rolle."

Wie lange hält die Harmonie?

"Mir ist schon klar, dass Jenson und Lewis jetzt noch in den Flitterwochen sind, aber ich denke, sie werden generell gut miteinander auskommen. Heute waren sie ähnlich schnell, was gesund ist. Beide sind ausgewogene Persönlichkeiten. Ich erinnere mich an eine Saison mit einem Kolumbianer und einem Finnen (2005 und Anfang 2006 mit Juan Pablo Montoya und Kimi Räikkönen; Anm. d. Red.), aber das war nicht gerade das ruhigste Erlebnis! Da hat das mit dem finnischen Friedensstifter nicht funktioniert, aber wir sind diesbezüglich für dieses Jahr optimistisch."

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Frage: "Wie realistisch war eine Rückkehr von Kimi Räikkönen?"
Whitmarsh: "Ich gebe ehrlich zu, dass ich ein großer Fan von Kimi bin. Es war knapp, aber es hat nicht geklappt. Wir haben es versucht, denn gemeinsam mit Kimi haben wir noch eine Rechnung offen. Er ist superschnell, aufregend. Ich mag seine Ehrlichkeit und seine Art, aber er hat dieses Faible für den Rallyesport und das könnte die Entscheidung beeinflusst haben."

Frage: "Eure Aerodynamik ist hier Gesprächsthema. Wie werden sich diese Diskussionen auf den Zusammenhalt der Teamvereinigung FOTA auswirken?"
Whitmarsh: "Ich halte das für irrelevant. Wir arbeiten innerhalb der FOTA daran, den Sport zu verbessern. Jedes Team wird weiterhin versuchen, die anderen durch Einfallsreichtum oder neue Ideen zu besiegen. Das ist in der Formel 1 nichts Neues. Im Vorjahr hatten wir innerhalb der FOTA wegen des Doppeldiffusors eine Menge Druck, aber wir haben diesen Sturm auch überlebt. Bestimmt haben wir unterschiedliche Meinungen zu den Regeln, aber das ist kein Problem."

Frage: "Aber im Vorjahr musstet ihr zusammenhalten, weil gerade ein neues Concorde-Agreement verhandelt wurde. Jetzt gibt es sozusagen keinen gemeinsamen Feind mehr. Ändert das etwas?"
Whitmarsh: "Die FOTA wurde gegründet, um die Teams zusammenzubringen. Bei der Gründung hatten wir keinen Feind im Kopf. Der Feind der Formel 1 war der Streit zwischen uns, also haben wir die Chance ergriffen, näher zusammenzurücken. Nach der Unterzeichnung des Concordes gab es Versuche, die FOTA aufzusplittern, aber wir repräsentieren heute alle Teams, die in der Formel 1 sind."

Frage: "Wie geht es mit der FOTA weiter? Im vergangenen März gab es eine große Pressekonferenz, dann kam ein bisschen was im Juli, aber seither herrscht Funkstille. Was ist da los?"
Whitmarsh: "Die FOTA hat sich gerade an der größten Umfrage beteiligt, die in der Geschichte der Formel 1 je durchgeführt wurde - mit 58.000 Teilnehmern. Die Ergebnisse haben wir erst vor ein paar Tagen bekommen."

FOTA ist nicht auf Schlagzeilen aus

"Es ist nicht Aufgabe der FOTA, Schlagzeilen zu machen, sondern den besten Job machen wir, wenn man nichts von uns hört. Es ist unsere Aufgabe, Harmonie zu erzeugen. Was die FOTA in den vergangenen 14 Monaten erreicht hat, hat dazu geführt, dass jetzt Teams hier sind, die es sonst nicht geben würde. Da gibt es gleich mehrere. Wir haben uns sehr bemüht, die Kosten zu verringern, was uns auch schon gelungen ist. Wir wollen keine Plattform schaffen, um Personen zu promoten, sondern wir wollen den Motorsport weiterentwickeln. Uns geht es darum, dem Sport Gutes zu tun."

Frage: "Ihr habt im März 2009 eine Menge Versprechen abgegeben, zum Beispiel niedrigere Eintrittspreise, besseren Zugang und so weiter. Sind die gehalten worden?"
Whitmarsh: "Die FOTA hat nicht versprochen, das zu erledigen, sondern wir haben angekündigt, gemeinsam mit der FIA und dem Inhaber der kommerziellen Rechte daran zu arbeiten. Das ist eine Herausforderung. Wir legen nicht die Kartenpreise fest, sondern wir sind die Schauspieler, die auf die Bühne gehen und spielen."

Frage: "Aber als ihr im Juni und Juli davon gesprochen habt, eine eigene Rennserie zu gründen, wolltet ihr auch niedrigere Eintrittspreise einführen..."
Whitmarsh: "Aber du weißt, dass wir nicht in unserer eigenen Serie sind. Wir versuchen, bei der Entwicklung dieses Sports zu helfen, und wir sind nicht an einer Teilung interessiert. Wie viele Branchen steht auch die Formel 1 vor enormen Herausforderungen. Die FOTA hat viel erreicht und darauf sind wir sehr stolz, aber wir sind wie gesagt nicht hier, um Schlagzeilen zu machen. Die Formel 1 wird immer besser und das ist gut so."

Frage: "Ihr habt euch von Mercedes getrennt. Was sind die positiven Seiten davon?"
Whitmarsh: "Dass wir noch hier sind! Das Gute daran ist, dass Mercedes sein Engagement im Sport verstärkt hat. Ohne sie wäre das Weltmeisterteam des Vorjahres vielleicht gar nicht mehr dabei. Wir müssen ermutigen, dass sich Hersteller in der Formel 1 engagieren. Wir sind ein starkes Team und wir glauben an unsere eigenen Programme. Jetzt konzentrieren wir uns darauf, unsere Geschäfte zu entwickeln. Zu Mercedes-Benz pflegen wir nach wie vor ein positives Verhältnis. Ich bin sicher, dass sie sich sehr darüber freuen würden, wenn wir ihre Tradition im Motorsport mit Siegen hochhalten können."

Frage: "Gibt es auch für euch selbst positive Aspekte?"
Whitmarsh: "Wir hatten ein sehr gutes Verhältnis. Ich möchte keine Vorteile nennen, aber wir fühlen uns in unserer Haut sehr wohl und es war die richtige Entscheidung für Mercedes und für den Sport, die Anteile zu trennen, aber als Rennorganisation weiterhin zusammenzuarbeiten. Das wird auch noch viele Jahre so bleiben."

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