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US F1: Das Team blutet weiter aus

Hauptinvestor Chad Hurley hat sich bereits von US F1 abgewendet, Pilot José María López ist auf dem Sprung und ein Sponsor sucht nach anderen Chancen

Bernie Ecclestone
Bernie Ecclestone auf dem Weg zu Gesprächen zwischen Campos und US F1
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die USA sind als "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" bekannt. Dass diese Möglichkeiten nicht nur positiv, sondern auch durchaus fatal sein können, wird am Beispiel des einst sehr ambitionierten Projekts namens US F1 sehr deutlich. Vom amerikanischen Formel-1-Traum ist wenige Wochen vor dem Start in die Saison nur noch ein Trümmerhaufen übrig. Die Teamleitung ist zerstritten, Hauptinvestor Chad Hurley ist weg und auch an anderer Stelle blutet das Team aus.

José María López, der zuvor als erster Pilot der Amerikaner bestätigt wurde, will mit seinem gut gefüllten Geldbeutel bei Campos unterkommen. Die Verhandlungen bezüglich des kurzfristigen Wechsels sind kurz vor dem Abschluss. Bei US F1 gibt es für den Argentinier, der von seinem Heimatland mit rund zwei Millionen Dollar unterstützt wird, keine Zukunft mehr. Das bestätigte Fahrermanager Felipe McGough in der argentinischen 'Diario Hoy'.

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"Wir haben alles getan, haben keine falschen Schritte unternommen", wird McGough zitiert. Und weiter: "Die finanziellen Schwierigkeiten und das Vertrauen, das wir in das Projekt nach der Prüfung durch die FIA hatten, machen die Situation kompliziert. Wir müssen aber akzeptieren, dass die Autos nicht für Bahrain fertig sein werden", so der Berater des jungen Piloten weiter. Aktuell beraten Chad Hurley, Bernie Ecclestone und der neue Campos-Boss José Ramón Carabante über eine mögliche Fusion des Teams.

Dass ein solches Szenario nicht unwahrscheinlich ist, hatte 'Motorsport-Total.com' bereits vor einigen Tagen dargelegt. Auch der neue Campos-Teamchef Colin Kolles bestätigte dies mit den Worten, dass sein neues Team einen "spanisch-amerikanischen Touch" haben werde. "Hurley und Carabante haben viele Stunden über die Budgetprobleme beider Teams gesprochen. Eine Fusion wäre für uns perfekt, weil López in diesem Jahr Rennen fahren könnte", so McGough.

Bruno Senna
Bruno Senna hat seinen Vertrag bei Campos seit Wochen bereits sicher
© xpb.cc

Die erste Verhandlungsrunde am Dienstag war nach rund sechs Stunden ergebnislos abgebrochen worden. Am heutigen Mittwoch treffen sich die Parteien zu einer zweiten Runde in Spanien. "Die Dinge liegen nun in der Hand der beiden Investoren. Sie haben das letzte Wort", sagt der López-Manager. "Wir hoffen auf eine Lösung, damit wir mit guten Nachrichten nach Argentinien zurückkehren können." Im Hintergrund soll sich Ecclestone für einen Wechsel des Argentiniers stark machen.

Gleichzeitig hat US F1 einen weiteren wichtigen Partner verloren. Der schweizerische Finanzdienstleister Locstein hat sich von den Amerikanern verabschiedet. "Als deutlich wurde, dass US F1 nicht die komplette Formel-1-Saison in diesem Jahr bestreiten kann, hat sich Locstein gegen ein weiteres Engagement bei US F1 entschieden", heißt es aus dem Firmensitz in Genf. Man wünsche dem Team viel Glück für die Zukunft. Weiter heißt es: "Locstein schaut sich andere Möglichkeiten an, auch Sponsoring in der Formel 1."

Im Klartext heißt dies: Locstein hat mit US F1 zwar schlechte Erfahrung gemacht, kehrt der gesamten Szene aber noch lange nicht den Rücken. Bei Campos könnte man die Sponsorengelder gut gebrauchen, um die Budgetsorgen in Kombination mit der Mitgift zweier junger Piloten in den Griff zu bekommen. Aber auch andere Formel-1-Rennställe sind noch auf der Suche. Ein Engagement beim ebenfalls aus der Schweiz stammenden Sauber-Team wäre eventuell nicht abwegig.

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