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Kostensparen auf Red-Bull-Art

29. Juli 2008 - 17:57 Uhr

In einem nicht ganz ernst gemeinten Überblick weist das Red-Bull-Team Möglichkeiten auf, die Kostenexplosion in der Formel 1 zu stoppen

Grid Girl
Geht es nach Red Bull, werden die Röcke der Grid Girls kürzer
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Kostensparen ist derzeit eines der meist diskutierten Themen in der Formel 1. Das Red-Bull-Team hat sich dazu seine ganz eigenen - und nicht ganz ernst gemeinten - Gedanken gemacht. In einer Teamvorschau auf den Ungarn-Grand-Prix auf seiner Internetseite präsentiert Red-Bull eine fiktive "Geheimliste" von Vorschlägen für die Teamchefs. Kostensparen auf Red-Bull-Art könnte so funktionieren:

Alle Teammitglieder schlafen in japanischen Schlafkabinen-Hotel-Containern, die im GP2-Paddock aufgestellt und nachts verschlossen werden. Ohne Zugang zu Städten, Hotelbars und Ähnlichem werden die Ausgaben drastisch reduziert. Positiver Nebeneffekt: Auch der Verbrauch von Kopfschmerztabletten wird signifikant zurückgehen.

Kürzere Röcke und Hasenattrappen

Zwei Fahrer teilen sich ein Grid-Girl (Anm. von Red Bull: auf dem Grid). Zudem werden die Röcke der Grid Girls leicht gekürzt, um auch beim Stoff Kosten zu sparen.

Das Safetycar wird durch eine der Hasenattrappen, die bei Hunderennen zum Einsatz kommen, ersetzt.

Fotografen werden nur noch zum ersten Rennen der Saison zugelassen. Dort bekommen sie uneingeschränkten Zugang zu allen Autos und Fahrern. Per Computer können sie dann verschiedene Strecken als Hintergrund in die Bilder kopieren. Ausnahmen werden gemacht, wenn ein Fahrer das Team oder Geschlecht wechselt.

Mitfliegen im Privatjet

David Coulthard
Bei Unfällen sorgen Gummi-Nasen für eine deutliche Reduzierung der Kosten
© xpb.cc

Teamchefs bieten den Journalisten an, zu und von den Rennen zum Preis von Billigairlines in ihren Privatjets mitzufliegen.

Fahrer, die häufig Unfälle bauen, bekommen spezielle High-Tech-Gummi-Nasen an ihre Boliden.

Die Motoren werden mit Bio-Diesel angetrieben, der aus recyceltem Koch-Öl gewonnen wird. Das schont die Umwelt und gibt den Teams Anlass, den Journalisten wieder täglich Gebratenes zum Frühstück zu servieren.

Verbotene Wörter "sicherlich" und "optimieren"

Die Teams dürfen pro Saison nur eine aktualisierte Pressemitteilung herausgeben, damit die Quotes standardisiert werden.

Das Wort "sicherlich" am Anfang eines Fahrer-Quotes wird verboten. Teamchefs werden für drei Rennen gesperrt, wenn sie dabei ertappt werden, dass sie das Wort "optimieren" benutzen.

Vertragsverhandlungen werden künftig von Tony Soprano und einer Bandsäge geführt.

Keine Langeweile mehr in Spanien

Der Spanien-Grand-Prix wird beendet, sobald die Fahrer ihre ersten Boxenstopps absolviert haben. Das reduziert die Kosten und bewahrt das weltweite TV-Publikum davor, vor Langeweile zu sterben.

Alle Formel-1-Piloten bekommen nur noch ihre Auslagen bezahlt und erhalten je nach Ergebnis einen Bonus. Das wird die Kosten ebenfalls drastisch reduzieren und auch dafür sorgen, dass der Kampf um Platz acht das Aufregendste an einem Rennen wird.

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