Aktuelle Bildergalerien
ANZEIGE
Die aktuelle Umfrage

Wer ist für Sie derzeit der bestaussehende Formel-1-Fahrer?

Fernando Alonso
Jenson Button
David Coulthard
Timo Glock
Lewis Hamilton
Nick Heidfeld
Kimi Räikkönen
Nico Rosberg
Adrian Sutil
Sebastian Vettel
Mark Webber
ein anderer Fahrer
ANZEIGEGrand Prix Travel Team

Tickets und Reisen zur F1 und DTM

Ob Reisen oder Tickets zur Formel 1 oder DTM - bei unserem Partner Grand Prix Travel Team finden Sie aktuelle Angebote rund um Reisen mit der gewissen Extra-Portion PS.
Zum Tickets- und Reisen-Shop
ANZEIGEFanartikel
ANZEIGEEUROSPORT MotorMagazin
Mobiles Portal

Motorsport gibt es auch mobil!

Im mobilen Portal von Motorsport-Total.com finden Sie kostenlos (zzgl. Nutzungsgebühr für mobiles Internet Ihres Providers) aktuelle News, Bildergalerien, Ergebnisse und Hintergrundinformationen zur Formel 1, DTM und zum Motorrad-Sport.
Kostenlos: Link zum Portal per SMS
Im Handy-Simulator anschauen
Sie sind hier: Home > Formel 1 > Newsübersicht > News

Stepney klagt an: Auch Ferrari hatte Spionagedaten!

03. Oktober 2007 - 09:32 Uhr

Nigel Stepney behauptet, dass nicht nur McLaren-Mercedes Informationen von Ferrari hatte, sondern auch Ferrari Informationen von McLaren-Mercedes

Nigel Stepney
Nigel Stepney erhebt schwerwiegende Vorwürfe gegen sein Ex-Team Ferrari
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Spionageaffäre lässt die Formel 1 nicht in Ruhe: Nachdem mit dem Urteil des World Councils - Ausschluss aus der Konstrukteurs-WM und 100 Millionen US-Dollar Geldstrafe für McLaren-Mercedes - alles gesagt schien, gehen die Diskussionen hinter den Kulissen weiter. Nun scheint der Fall eine ganz neue Wendung zu nehmen.

Bisher war nämlich stets davon ausgegangen worden, dass Ex-Ferrari-Chefmechaniker Nigel Stepney die Informationen einseitig aus Maranello zu Mike Coughlan nach Woking geschleust hat, doch offenbar war es eben kein einseitiger Transfer. In einer sehr ernsthaften Anschuldigung behauptet Stepney nun, dass auch bei Ferrari Daten von McLaren-Mercedes verwendet wurden, nämlich Boxenstrategien, Gewichtsverteilungsangaben und andere Aspekte.

WERBUNG
Auf geht's - Live zum Motorsport-Event!
Seien Sie hautnah dabei, wenn die Profis auf die Rennstrecke gehen und sichern Sie sich jetzt Ihre Motorsport-Reise zur Formel 1 und DTM.
Jetzt Motorsport-Tickets oder -Reise buchen

Stepney fordert Strafe für Ferrari

"Ferrari ist gut davongekommen."
Nigel Stepney

"Ferrari ist gut davongekommen", wird Stepney von der Internetseite 'grandprix.com' zitiert. "Ich war zu der Zeit bei ihnen angestellt. Ich wusste gewisse Dinge, die McLaren bei Tests ausprobiert hat, Benzinmengen zum Beispiel - ich kannte ihre Benzinmengen. Ich denke, man hätte auch Ferrari Punkte abziehen müssen. Die große Frage ist: Habe ich die Informationen verwendet, habe ich darüber gesprochen?"

Und er gab auch gleich selbst die Antwort: "Ich habe mit einigen Leuten darüber gesprochen. Ich kann das nicht beweisen, es gibt keine E-Mails oder so etwas. Fragen über die Benzinmengen und andere Unterschiede wurden intern diskutiert. Hatte Ferrari genau wie McLaren einen Vorteil? Ich denke schon. Es sieht so aus, als seien die Informationen einseitig geflossen. Niemand hat das in Frage gestellt. Alle dachten, dass Mike Fragen gestellt hat und ich sie nur beantwortet habe."

Wie glaubwürdig ist Stepney?

"Ich habe mit einigen Leuten darüber gesprochen."
Nigel Stepney

Fraglich ist natürlich, ob man Stepneys Aussagen auf die Goldwaage legen darf, denn der Brite ist angesichts der Ereignisse der vergangenen Monate vermutlich nicht die glaubwürdigste Persönlichkeit in Formel-1-Kreisen. Außerdem hat er das Motiv, es Ferrari heimzuzahlen, weil er ja immer noch behauptet, es habe eine Verschwörung gegen ihn gegeben. Nur: Dafür, dass er sich die neuesten Vorwürfe aus dem Finger gesaugt haben soll, erscheinen sie doch sehr ernsthaft...

Noch unklar ist, ob Stepneys Aussagen zu einer neuerlichen Untersuchung des Falles führen werden. Sollte es dazu kommen und sollten sie sich als wahr herausstellen, würde dies natürlich das FIA-Urteil in Frage stellen. Und noch etwas ist zu bedenken: Stepney bestätigt mit seinen jüngsten Kommentaren quasi einen weiteren Gesetzesverstoß von ihm selbst, was vor Gericht natürlich Konsequenzen haben könnte.