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Hamilton zieht aus England in die Schweiz

29. Oktober 2007 - 19:28 Uhr

Lewis Hamilton zieht in die Schweiz um, weil er sich in seiner Heimat nicht mehr frei bewegen kann: "Man kann nicht mehr normal leben"

Lewis Hamilton mit dem Union Jack
Lewis Hamilton muss seine englische Heimat schon mit 22 Jahren verlassen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/sid) - Formel-1-Pilot Lewis Hamilton kehrt seiner englischen Heimat den Rücken und zieht in die Schweiz. Damit zieht der 22-Jährige, der in seiner ersten Saison in der Königsklasse den Titel nur um einen Punkt verpasst hatte, die Konsequenz aus dem riesigen Interesse von Fans und Medien an seiner Person.

"Ich habe mich entschieden, in die Schweiz zu gehen. Man verliert seine Möglichkeit, an bestimmte Plätze zu gehen. Man kann wirklich nicht mehr normal leben", sagte der McLaren-Mercedes-Pilot der 'BBC'. "Es war wirklich ein hartes Jahr. Ich war nicht mehr in der Lage, viel Zeit mit meinen Freunden und meiner Familie zu verbringen. Wenn man nach Hause kommt und einen jeder kennt, dann ist es umso schwieriger, ganz normale Dinge zu tun. Ich kann nicht mehr ins Kino gehen. Wenn ich in einer Tankstelle auf die Toilette gehe, werde ich nach Autogrammen gefragt."

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Auch Rekordweltmeister Michael Schumacher hatte seinerzeit seiner deutschen Heimat den Rücken gekehrt und war in die Schweiz übergesiedelt. Dort hat er mehr Ruhe für sein Privatleben gefunden. Auch der Mönchengladbacher Nick Heidfeld lebt mit seiner Familie in der Schweiz, nicht weit entfernt von der BMW Sauber F1 Team Fabrik in Hinwil.

Bei den Eidgenossen erwartet Hamilton für sich mehr Privatsphäre: "Die Leute dort kommen nicht auf dich zu. Sie lassen dich in Ruhe und dir deinen Raum", sagte der Engländer, der am kommenden Samstag aber noch einmal ein ausgiebiges Bad in der Menge nehmen wird. Bei der traditionellen Saisonabschlussfeier Stars and Cars von Mercedes steht Hamilton neben Publikumsliebling Mika Häkkinen aus der DTM im Mittelpunkt. Im vorigen Jahr waren insgesamt 50.000 Fans zum Mercedes-Museum in Stuttgart gekommen.

Den verpassten historischen Titel hakt Hamilton abgehakt: "Es war eine phänomenale Achterbahnfahrt. Ich trauere dem Titel nicht hinterher. Das ist etwas, was ich in den Jahren gelernt habe", sagte er. "Man muss mal einen Schritt zurück machen. Wenn man mir vor zwölf Monaten gesagt hätte, ich würde um den Titel kämpfen und Zweiter werden, dann wäre ich damit zufrieden gewesen. Mein Ziel war es, in die Formel 1 zu kommen. Das habe ich geschafft. Natürlich ist der nächste Schritt, Weltmeister zu werden. Aber ich bin erst 22 Jahre alt und gerade seit einem Jahr in der Formel 1. Ich habe also noch Zeit."

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