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Die FIA, Mosley und Ferrari

25. Oktober 2007 - 12:16 Uhr

FIA-Präsident Max Mosley gibt zu, dass Ferrari für den Sport am wichtigsten ist und er eine gute Beziehung zum Ferrari-Präsidenten hat

Max Mosley
Mosley mag Ferrari, versichert aber, dass er einen neutralen Standpunkt verfolgt
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Dem Automobilweltverband FIA wird immer wieder vorgeworfen, Ferrari zu bevorzugen, auch wenn es in den vergangenen Jahren immer wieder Entscheidungen gegen den italienischen Rennstall gegeben hat.

FIA-Präsident Max Mosley gibt zu, dass Ferrari bei der FIA mehr Respekt genießt als jeder andere Rennstall. Auf die Frage, ob Ferrari für die Formel 1 wichtiger sei als jedes andere Team erklärte der Brite: "Ja. Zunächst einmal, weil es eine historisch bedeutende Positionen als Team inne hat, da es seit 1950 in der Formel 1 involviert ist", so Mosley in einem Interview mit 'formula1.com'.

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Zudem müsse man sich die Position Ferraris vor Augen führen: "Man stelle sich vor, es gebe lediglich ein britisches Team und alle anderen Teams wären italienisch, der Inhaber der kommerziellen Rechte wären italienisch so wie der FIA-Präsident, der Rennleiter, sein Assistent und der Finanzier des Sports."

Unabhängig davon beteuert Mosley jedoch, dass es nicht eine Regel für Ferrari und eine für die anderen Teams gebe. Vielmehr würden alle Entscheidungen auf einem neutralen Standpunkt basieren - gleichzeitig sei es jedoch wichtig, Ferraris von der eigenen Verwundbarkeit zu schützen.

"Ich verwende meine Neutralität mit viel Verantwortung und stehe in engem Kontakt zu Ferrari, um ihnen zu versichern, dass keine britische 'Mafia' oder kein Kartell versucht, dies auszunutzen. Aber sollten wir es als notwendig empfinden, unsere technischen oder sportlichen Regularien aufzuerzwingen, dann wird Ferrari so behandelt wie jedes andere Team. Sollten wir an einem Ferrari Unregelmäßigkeiten finden - wie den beweglichen Unterboden beim Großen Preis von Australien - dann werden diese entfernt und verboten."

Mosley gibt ferner zu, dass er eine bessere Beziehung zu Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo als zu McLaren-Mercedes-Teamchef Ron Dennis hat: "Persönlich habe ich mit Ron keine Probleme, aber ansonsten gibt es verschiedene Positionen."

"Mit di Montezemolo ist dies anders. Ich kenne Luca länger und aus diesem Grund besser als Ron. Tatsächlich kenne ich Ron seit 1970, aber ich habe ihn erst Ende der 80er richtig kennen gelernt, wohingegen ich Luca Anfang der 70er Jahre sehr gut kennen gelernt habe. Meine Beziehung zu ihm ist sehr persönlich."

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